Bayerns Flügelspieler Michael Olise während der Bundesliga-Begegnung gegen Union Berlin, 21 .03.2026

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Chancen kreieren à la Olise

Eine der größten Stärken von Michael Olise ist, dass er immer anspielbar ist. Auf seiner rechten Seite verfügt er über ein exzellentes Positionsspiel. Zunächst hält er dabei oft die Breite, um das Spiel zu öffnen. Gleichzeitig bewegt er sich für mehr Optionen aber auch immer wieder in den Halbraum.

Durch diese Spielweise stellt er sowohl für Spielverlagerungen als auch für Steckpässe eine perfekte Anspielstation dar. Wer auf dem Flügel spielt, sollte also immer wieder bewusst die Räume im Halbraum suchen, anstatt nur auf der Linie zu kleben. 

Dribbling mit Plan statt nur Tempo

Die meisten Flügelspieler setzen vor allem auf eine hohe Geschwindigkeit, doch der Franzose setzt seine Dribblings sehr gezielt ein. Diese Aktionen sind dabei besonders typisch für sein Spiel:

  • kleine Ballkontakte
  • schnelle Richtungswechsel
  • die Gegner nach innen ziehen, um außen Platz zu schaffen

Besonders häufig dribbelt der Münchner mit links nach innen, um neue Möglichkeiten für den entscheidenden Pass oder Schuss zu eröffnen. Dabei weist er eine verblüffende Ähnlichkeit zu Bayern-Legende Arjen Robben auf, mit dem Olise immer wieder verglichen wird. Ein gutes Dribbling sollte dementsprechend immer ein bestimmtes Ziel verfolgen.

Der letzte Pass

Der vielleicht größte Faktor dafür, warum Olise so viele Chancen vorbereitet, ist sein finaler Pass. Dieser macht ihn zu einem wichtigen Unterschiedsspieler. Besonders stark ist er bei scharfen Hereingaben vom Flügel, flachen Pässen in den Rückraum sowie Steckpässen hinter die Abwehr. Dabei schaut er oft nochmal kurz hoch, bevor er den Ball spielt, was den entscheidenden Unterschied machen kann. Hebt man einmal kurz den Kopf, sieht man nämlich deutlich besser, wo sich die Mitspieler befinden.

Mit seinem Mix aus Dribbling, Spielübersicht und präzisen Pässen sorgt Michael Olise regelmäßig für Gefahr im letzten Drittel. Sein kreatives Spiel ist ein gutes Beispiel dafür, dass für einen Flügelspieler nicht nur sein Tempo entscheidend ist, sondern vor allem clevere Entscheidungen mit dem Ball. Außenstürmer können also von Olise lernen, wann sie dribbeln und wann sie passen sollten.

 

Quelle: Gokixx

Foto: imago images/IPA Photo/Davide Elias

 

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