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Tipps zu Fitness, Ernährung, Erholung und Verletzungsprävention
So nutzt ihr den Winter zu eurem Vorteil
Kälte muss kein Leistungsnachteil sein. Richtig genutzt, kann euch Training im Winter sogar Vorteile bringen. Mit der passenden Kleidung, angepasster Ernährung und einem guten Gefühl für euren Körper könnt ihr auch bei niedrigen Temperaturen effektiv trainieren und eure Ausdauer verbessern.
Längeres Training bei Kälte
Bei kaltem Wetter wird das Blut aus den äußeren Körperteilen stärker zu den inneren Organen verlagert, um Wärme zu speichern. Als Nebeneffekt kann der Puls bei längeren Belastungen etwas sinken – dadurch haltet ihr länger durch. Um euren Körper zu schützen, ist die richtige Kleidung besonders wichtig. Handschuhe, warme Socken sowie Mützen oder Ohrschützer helfen euch dabei, Wärmeverluste zu vermeiden und länger leistungsfähig zu bleiben.
Das individuelle Performance-Limit wird häufig durch eine zu hohe Temperatur im Körperinneren erreicht. Im Winter lässt sich dieser Punkt oft hinauszögern, da die kalte Außentemperatur zur natürlichen Abkühlung genutzt werden kann. Dafür ist es sinnvoll, sich nicht zu dick einzupacken. Zusätzlich greift der Körper bei Kälte eher auf gespeicherte Fette zurück und schont die Kohlenhydratspeicher, was ebenfalls dazu beitragen kann, die Belastung länger aufrechtzuerhalten.
Regeneration und Gesundheit
Training bei Kälte kann die Durchblutung verlangsamen, was euer Verletzungsrisiko erhöhen und die Regenerationszeit verlängern kann. Gleichzeitig sind Trainingseinheiten im Winter oft länger oder intensiver, weshalb größere Abstände zwischen den Belastungsphasen sinnvoll sein können.
Nach dem Training hilft eine warme Dusche, euren Körper wieder auf Temperatur zu bringen und die Durchblutung zu fördern. Vor einer erhöhten Erkältungsgefahr müsst ihr keine Angst haben: Studien zeigen, dass Menschen, die regelmäßig bei kühlen Temperaturen trainieren, sogar seltener krank werden.
Ernährung und Rhythmus
Bei Kälte muss euer Körper mehr Wärme produzieren – dafür benötigt er zusätzliche Energie. Eine kohlenhydratreiche Ernährung ist deshalb besonders an Trainingstagen wichtig. Lebensmittel wie Porridge, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot, Gemüse und Obst liefern euch eine gute Grundlage. Statt sehr großer Wassermengen kann auch gelegentlich ein zuckerhaltiges Getränk sinnvoll sein, um zusätzliche Energie bereitzustellen.
Auch der innere Rhythmus eures Körpers hat Einfluss auf die Leistungsfähigkeit. Er wird vor allem durch Licht, aber auch durch Nahrung, Training und soziale Kontakte gesteuert. Weniger Tageslicht im Winter kann zu geringerer Motivation und erhöhter Müdigkeit führen und euren Schlafrhythmus beeinflussen. Deshalb ist es wichtig, auszuprobieren und selbst herauszufinden, zu welcher Tageszeit ihr im Winter am besten trainieren könnt.
Training bei Kälte bietet Chancen. Die richtige Kleidung schützt euch vor Auskühlung, während die niedrigeren Temperaturen dabei helfen können, länger leistungsfähig zu bleiben. Gleichzeitig sind Regeneration, Ernährung und ein stabiler Tagesrhythmus entscheidend, um gesund und verletzungsfrei zu bleiben. Wer auf seinen Körper hört und Training sowie Erholung bewusst steuert, kann auch im Winter effektiv trainieren und davon langfristig profitieren.
Quelle: Gokixx
Foto: imago images/Henning Rohlfs








