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Geschichten aus der Bundesliga und dem internationalen Fußball
Vom Absteiger zum Champions League-Spieler
Porträt des Neu-Stuttgarters Dženan Pejčinović
Verletzungen, Rückschläge und der Abstieg in die 2. Bundesliga: Dženan Pejčinović musste in der Vergangenheit einige schwierige Phasen durchstehen. Jetzt bietet sich dem 21-Jährigen beim VfB Stuttgart eine neue Chance in seiner Karriere.
Ein vielversprechendes Jugendtalent
Eigentlich schien die Karriere von Dženan Pejčinović nur eine Richtung zu kennen: nach oben. Der in München geborene Stürmer durchlief im Kindesalter, nachdem er in der U13 noch beim FC Bayern spielte, zunächst sämtliche Nachwuchsmannschaften des FC Augsburg. In seinem letzten Jahr gelangen Pejčinović für Augsburg in der U17-Nachwuchsliga in 16 Spielen 12 Treffer. Zeitgleich durfte er auch in der U19-Bundesliga erste Erfahrungen sammeln, wo ihm in fünf Einsätzen ein Tor sowie zwei Vorlagen gelangen.
Im Sommer 2022 folgte der Wechsel in die U19 des VfL Wolfsburg. Nachdem Pejčinović in seiner Debütsaison für die U19 der Wölfe in 17 Spielen zehn Torbeteiligungen gelangen, explodierte seine Leistung in der darauffolgenden Spielzeit: 2023/24 erzielte er wettbewerbsübergreifend in 21 Spielen 31 Tore für die U19 und legte vier weitere Treffer auf.
Drei Verletzungen – 229 Tage Ausfallzeit
In der Saison 2024/25 folgte eine einjährige Leihe zum 1. FC Nürnberg. Das Jahr in Nürnberg galt als erster schwerwiegender Dämpfer seiner noch jungen Karriere. Zu Beginn der Saison bremste ihn noch ein Mittelfußbruch aus, den er sich am vorletzten Spieltag der vorangegangenen Saison zugezogen hatte und ihn zu einer 91-tägigen Pause zwang. Nachdem er am dritten Spieltag auf den Platz zurückkehrte, folgte kurze Zeit später der nächste Rückschlag: Meniskusriss – weitere 40 Tage Ausfallzeit. Auch davon erholte sich der junge Stürmer, bevor ihn vor dem 27. Spieltag das nächste Schicksal ereilte. Pejčinović brach sich erneut den Mittelfuß und erlitt eine weitere 98-tägige Zwangspause.
Aus sportlicher Sicht wurde es für den heute 21-Jährigen in der darauffolgenden Spielzeit nicht besser. Und das, obwohl er weitestgehend verletzungsfrei blieb und sich erstmals in der Bundesliga etablieren konnte. Der VfL Wolfsburg blieb in der Saison 2025/26 deutlich unter seinen Möglichkeiten und somit folgte für Pejčinović und seine Wölfe am Ende der Saison der Abstieg in die 2. Bundesliga.
Neue Chance beim VfB Stuttgart
Individuell konnte Pejčinović der schwierigen Saison dennoch Positives abgewinnen. Trotz des Abstiegs seiner Mannschaft erzielte der Mittelstürmer acht Treffer in der Bundesliga und unterstrich damit einmal mehr seine Torgefahr. Nach dem Abstieg stand für ihn damit zurecht die Frage nach seiner Zukunft im Mittelpunkt. Die Antwort lautet nun: VfB Stuttgart.
Der 21-Jährige wird in der neuen Saison für die Schwaben auf Torejagd gehen und unterschrieb beim VfB einen Vertrag bis 2031. In Stuttgart bekommt er die Möglichkeit, wieder auf der großen Bundesliga-Bühne anzugreifen – und sich gleichzeitig erstmals auf internationaler Ebene in der Champions League zu beweisen. Sein Wechsel ist mehr als nur ein Vereinswechsel. Nach einer Phase, in der Verletzungen und der tägliche Abstiegskampf mit seinem bitteren Ausgang den Alltag des Angreifers bestimmten, bietet sich Pejčinović in Stuttgart nun die Chance auf einen Neustart.
Ein Stürmer mit Tor-Garantie
Mit Pejčinović hat sich Stuttgart die Dienste eines Vollblutstürmers gesichert. Seine Qualitäten vor dem Tor hat der 21-Jährige bereits auf verschiedenen Ebenen unter Beweis gestellt. Für die deutschen Nachwuchsnationalmannschaften erzielte er in 49 Spielen 41 Tore und zehn Vorlagen und wurde 2024 mit der Fritz-Walter-Medaille in Silber ausgezeichnet.
Auch auf Bundesliga-Ebene sorgte Pejčinović bereits für Aufsehen: Seine ersten drei Bundesliga-Tore erzielte der Mittelstürmer gleich in einem Spiel – per Hattrick gegen den SC Freiburg. Der VfB Stuttgart darf sich also über einen Stürmer freuen, der seine Torgefahr bereits auf Bundesliganiveau bewiesen hat und nun den nächsten großen Schritt in seiner Entwicklung gehen kann.
Nach Verletzungen, langer Ausfallzeit und dem bitteren Abstieg in die 2. Bundesliga, steht für Dženan Pejčinović nun der nächste Entwicklungsschritt seiner Karriere an. Seine Geschichte zeigt, dass Rückschläge eine Entwicklung zwar bremsen können – sie aber nicht zwangsläufig aufhalten müssen.
Quelle: Gokixx
Foto: imago images/Pressefoto Rudel/Robin Rudel









