Joshua Kimmich vom FC Bayern München beim Aufwärmen mit dem Ball vor einem  Champions League-Spiel. 8.11.2023

Warum aufwärmen den Unterschied macht

Das Spiel beginnt nicht erst mit dem Anpfiff – sondern bereits beim Aufwärmen. Wer das Warm-up vernachlässigt, riskiert nicht nur Verletzungen, sondern verschenkt auch Leistung. Im ersten Artikel unserer Serie zum Thema Training & Aufwärmen erklären wir, warum richtiges Aufwärmen im Fußball wichtig ist – und was ihr vielleicht besser machen könnt.

Muskelverletzungen passieren häufig beim Sprint 

Verletzungen entstehen nicht nur im Zweikampf bei direktem Körperkontakt. Häufig sind auch schnelle Aktionen wie Sprints, Richtungswechsel oder Schüsse die Ursache. Der Grund: eure Muskeln, Sehnen und Gelenke sind ohne Vorbereitung weniger belastbar – und das neuromuskuläre System ist noch nicht optimal „eingeschaltet“.

Ohne Aufwärmen reagieren eure Muskeln langsamer und können plötzliche Belastungen schlechter abfangen. Gerade im Fußball, wo Tempo und Intensität ständig wechseln und Ermüdung im Spielverlauf eine Rolle spielt, steigt dadurch das Risiko für muskuläre Probleme.

Wie aufwärmen eure Leistung steigert

Ein gutes Aufwärmen bringt euren Körper Schritt für Schritt auf Betriebstemperatur. Die Durchblutung steigt, eure Gelenke werden beweglicher und eure Muskeln reagieren schneller. Zudem werden auch eure kognitiven Fertigkeiten für das Spiel vorbereitet. Orientierung im Raum, Wahrnehmung, Spiel- und Ballgefühl sind entscheidend um Situationen entsprechend wahrzunehmen und einzuschätzen.

Das senkt nicht nur das Risiko für Zerrungen oder Muskelfaserrisse und Verletzungen im Allgemeinen, sondern macht euch auch leistungsfähiger: Ihr sprintet explosiver, seid koordinativ sicherer und kommt schneller ins Spiel. Kurz gesagt: Wer sich vor dem Spiel gut aufwärmt, ist nicht nur gesünder – sondern auch schneller, wacher und fokussierter.

Typische Aufwärm-Fehler

Viele Nachwuchsspieler machen beim Aufwärmen immer wieder die gleichen Fehler: Dazu gehören ein zu kurzes oder unstrukturiertes Aufwärmen, direktes Vollsprinten ohne Vorbereitung oder statisches Dehnen ohne Bewegung.

Auch häufig zu sehen: Aufwärmen wird nicht ernst genommen, sondern als Pflichtprogramm abgehakt. Dabei kann genau diese Phase entscheiden, wie gut ihr ins Spiel kommt – körperlich und mental.

Aufwärmen ist kein Bonus, sondern bildet die Basis für jedes Training und jedes Spiel. Es schützt euch vor Verletzungen, steigert eure Leistung und hilft euch, von der ersten Aktion an voll da zu sein. Wer sich richtig aufwärmt, verschafft sich einen echten Vorteil – noch bevor der Ball rollt.

 

Quelle: Gokixx

Foto:  imago images/imagebroker/Michael Weber

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