
So schützt ihr euch vor Oberschenkelverletzungen
Der Sportreport 2025 belegt: im Alltagsgeschäft Fußball sind besonders die unteren Extremitäten und vor allem der Oberschenkel von Verletzungen betroffen. Mit diesem Wissen liegt es noch näher, dass ihr euch präventiv davor schützt. Im dritten Artikel unserer Sportreport-Serie zeigen wir euch, worauf ihr dabei achten solltet.
Der Oberschenkel als Schlüssel im Fußball
So gut wie alle Bewegungen während des Fußballspielens werden aus dem Bein heraus angetrieben. Besonders im Fokus steht dabei der Oberschenkel und dessen Muskeln: Denn der VGB-Sportreport 2025 belegt in den beiden analysierten Spielzeiten jeweils einen Anteil von etwas mehr als 20 Prozent aller Verletzungen. Der besondere Input zur Muskel-Thematik liefert interessante Einblicke. Da eure Oberschenkel besonders häufig gefordert sind, sind sie umso anfälliger für Verletzungen. Am häufigsten ist im deutschen Profifußball die rückseitige Oberschenkelmuskulatur betroffen, auch Ischis genannt, und insbesondere der Musculus biceps femoris.
Ein Großteil der verletzungsverursachenden Aktionen sind Spielzüge ohne gegnerischen Kontakt: häufige Ursachen für Oberschenkelverletzungen sind Sprints oder abrupte Stopps und schnelle Richtungswechsel. Aber auch beim Schuss ist vor allem der Oberschenkel gefordert.
Prävention schützt euch
Um auf die hohen Anforderungen im Spiel vorbereitet zu sein, kommt es auf die richtige Trainingspraxis an. Das gilt nicht nur für die Oberschenkelmuskulatur, sondern grundsätzlich für alle Muskelgruppen, die im Fußball durch hohe Intensitäten belastet werden. Mit den folgenden Maßnahmen könnt ihr Verletzungen effektiv vorbeugen:
- Strukturiertes Warm-up: Ein modernes Aufwärmprogramm sollte gezielt auf die Inhalte des anstehenden Trainings oder Spiels abgestimmt sein. Es umfasst Mobilisationsübungen, eine schrittweise körperliche Erwärmung, dynamische Bewegungen sowie erste Belastungsspitzen, die an die späteren Anforderungen anknüpfen.
- Gezieltes Krafttraining: Damit stärkt ihr die betroffenen Muskeln – so seid Ihr höheren Belastungen gewachsen. Insbesondere solltet ihr die rückseitige Muskulatur (Hamstrings) adressieren, da diese im Fußball überproportional verletzungsanfällig ist. Eine ausgewogene Entwicklung von Vorder- und Rückseite trägt entscheidend zu eurer Belastbarkeit und Stabilität bei.
- Belastungssteuerung: Während die Trainingsinhalte in erster Linie durch den Trainer vorgegeben werden, liegt die Verantwortung für eine adäquate Regeneration häufig bei euch selbst. Je nach Schwerpunkt der Trainingseinheiten gilt es, die beanspruchten Muskelgruppen gezielt zu regenerieren – sei es durch aktive Erholung, Mobilisation oder ergänzende Maßnahmen. Nur könnt ihr das Risiko einer Überlastung wirksam reduzieren
Die Oberschenkel sind der Motor vieler Bewegungen im Fußball und treiben euch nicht nur in spielentscheidenden Situationen an. Die richtige Vorbereitung und ein gezieltes Regenerationsmanagement sind geeignete Maßnahmen, um eure Oberschenkel langfristig zu schützen.
Quelle: Gokixx
Foto: imago images/Maximilian Koch









