Ihre VBG. Ihr Beitrag.

Als Mitglied der VBG sichern Sie Ihre Beschäftigten ab.

Ihr Mitgliedsbeitrag 

Wir als VBG finanzieren uns durch die Beiträge unserer Mitgliedsunternehmen. Dabei ist uns wichtig, dass Sie nur so viel wie nötig bezahlen. Wir setzen daher auf eine gerechte Verteilung der Beiträge und auf ein hohes Maß an Transparenz. Informieren Sie sich hier darüber, wie die Beiträge berechnet werden, wann Zahlungen fällig sind und wie Sie Ihre Angaben an uns übermitteln können.

Unser Gefahrtarif

Gefährdungsrisiken sind für jede Branche unterschiedlich. Unternehmen mit ähnlichen Risiken fassen wir zu Gefahrengemeinschaften zusammen. Der Gefahrtarif spielt eine Schlüsselrolle bei der gerechten Zuteilung Ihrer Beiträge.

FAQ - Ihre Fragen zum Beitrag

  • Was ist ein Mindestbeitrag?

    Der Mindestbeitrag wird für die uns angehörenden Unternehmen und für die freiwillig nach § 6 Abs. 1 und Nr. 2 SGB VII Versicherten erhoben (§ 161 SGB VII). Dieser ist auch dann zu zahlen, wenn die Versicherung nicht das ganze Jahr über bestand.

  • Wann ist der Beitrag fällig?

    Beiträge zur Unfallversicherung werden am 15. des Monats fällig, der dem Monat folgt, in dem der Beitragsbescheid dem Zahlungspflichtigen bekannt gegeben worden ist. Fällt das Ende einer Frist auf einen Sonntag, einen gesetzlichen Feiertag oder einen Sonnabend, endet die Frist mit dem Ablauf des nächstfolgenden Werktages. Für das Beitragsjahr 2018 bedeutet dies: Der Beitragsbescheid 2018 wird im April 2019 versandt und geht Ihnen auch im April zu. Der Beitrag ist somit am 15.05.2019 fällig.

     
  • Was ist eine Abfindung?

    Haben Sie Ihr Unternehmen im laufenden Kalenderjahr eingestellt, berechnen wir unverzüglich den Beitrag, sobald Sie uns die Entgelte gemeldet haben. Haben Sie eine freiwillige Versicherung bei uns abgeschlossen, legen wir zur Beitragsberechnung die anteilige Versicherungssumme zugrunde. Zur Berechnung des Beitrages ziehen wir den Beitragsfuß der letzten Umlage sowie die aktuelle Gefahrklasse heran. Sie erhalten dann von uns einen Abfindungsbescheid.

     
  • Gibt es die Möglichkeit der Ratenzahlung oder Stundung?

    Sofern ein Unternehmen aus wirtschaftlichen Gründen den Beitrag nicht in einer Summe zur Fälligkeit begleichen kann, besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Ratenzahlung oder Stundung zu stellen.

    Bei einer Ratenzahlung zahlen Sie den Beitrag in einzelnen Raten zu individuell vereinbarten Fälligeiten. Bei einer Stundung zahlen Sie den Gesamtbeitrag zu einer individuell vereinbarten Fälligkeit.

    Im Interesse der anderen Beitragszahlerinnen und Beitragszahler dürfen wir gemäß § 76 Abs. 2 Nr. 1 SGB IV einem Antrag auf Ratenzahlung oder Stundung nur stattgeben, wenn eine erhebliche Härte vorliegt. Eine erhebliche Härte liegt vor, wenn sie aufgrund ungünstiger wirtschaftlicher Verhältnisse, die nicht von Ihnen zu vertreten sind, vorübergehend in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind oder im Fall der sofortigen Einziehung in diese geraten würden. Es ist ein begründeter Stundungs- oder Ratenzahlungsvorschlag zu unterbreiten, der die besondere wirtschaftliche Situation des Unternehmens schlüssig darlegt. Zudem sind Unterlagen beizufügen, die die wirtschaftliche Situation des Unternehmens widerspiegeln wie z.B.

    • die aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung/Gewinn- und Verlustrechnung
    • Bestätigung der Hausbank, dass der Kreditrahmen voll ausgeschöpft ist

    Aufzunehmen ist auch, inwieweit Stundungsvereinbarungen mit anderen Sozialversicherungsträgern (z.B. Krankenkassen) oder dem Finanzamt bestehen.

    Grundsätzlich sind wir verpflichtet, die Beiträge rechtzeitig und vollständig zu erheben. Der Vorschlag zur Laufzeit sollte deshalb auf einen überschaubaren Zeitraum beschränkt sein.

    Eine Stundung oder Ratenzahlung ohne Sicherheitsleistung ist nur im Ausnahmefall möglich.

    Folgende Sicherheitsleistungen kommen in Betracht:

    • Bankbürgschaft
    • selbstschuldnerische Bürgschaft einer solventen Bürgin oder eines solventen Bürgen (dass die Bürgin oder der Bürge solvent ist, ist zu belegen)
    • notarielles Schuldanerkenntnis
    • bei Zeitarbeitsunternehmen: Liste der Entleiherinnen oder Entleiher mit Name, Anschrift und Entleiherzeitraum

    Auf die Stundungs- oder Ratenzahlungsbeträge sind Zinsen zu erheben (§ 76 Abs. 1 SGB IV). Der Zinssatz liegt jeweils 2 % über dem geltenden Basiszinssatz, der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wird (§ 247 Bürgerliches Gesetzbuch).

  • Warum wird ein Säumniszuschlag geltend gemacht?

    Für bereits fällige, noch nicht beglichene Forderungen erheben wir Säumniszuschläge (§ 24 Absatz 1 SGB IV). Für jeden angefangenen Monat der Säumnis ist ein Säumniszuschlag von einem Prozent des rückständigen Betrages zu zahlen.

     
  • Was ist der Anteil an der Lastenverteilung?

    Grundsätzlich werden die Rentenlasten von allen Berufsgenossenschaften gemeinsam getragen (§ 178 SGB VII). Davon trägt jede Berufsgenossenschaft nur das Rentenvolumen, das - nach versicherungsmathematischen Prinzipien ermittelt - der aktuellen Struktur der jeweiligen Berufsgenossenschaft entspräche (die sogenannte Strukturlast).

    Da diese geringer ist, wird das darüber hinausgehende Volumen (die sogenannte Überlast) anhand von zwei Verteilungsschlüsseln auf die Berufsgenossenschaften verteilt. Diese zwei Verteilungsschlüssel sind der Neurentenwert mit 30 v. H. und das Entgeltvolumen mit 70 v. H. Damit fließen wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (Entgelte) und Risikostruktur eines Wirtschaftszweiges (Neurenten) in die Lastenverteilung ein.

    Der von einer Berufsgenossenschaft nach der Lastenverteilung zu tragende Anteil am Gesamtrentenbestand ergibt sich aus der Addition der Strukturlast, des neurentenbezogenen Anteils und des entgeltbezogenen Anteils. Das entspricht dem Rentenvolumen, das von jeder Berufsgenossenschaft zu tragen ist. Wirtschaftszweige mit einer relativ geringen Rentenlast unterstützen auf diesem Wege solche mit einer hohen Rentenlast. Die Differenz aus den bereits gezahlten Renten und dem zu tragenden Rentenvolumen ergibt den Zahl- oder Erstattungsbetrag einer Berufsgenossenschaft.

    Bei der Berechnung des entgeltbezogenen Anteils an der Lastenverteilung bleibt für das Umlagejahr 2018 ein Freibetrag von insgesamt 219.500 Euro je Unternehmen unberücksichtigt, nicht jedoch für den neurentenbezogenen Anteil.

  • Was ist der Beitragsfuß?

    Der Beitragsfuß ist eine Komponente der Beitragsberechnung.

    Für die Beitragsberechnung der gesetzlichen Unfallversicherung gilt das Prinzip der nachträglichen Bedarfsdeckung. Das heißt, der Bedarf (Umlagesoll = Ausgaben abzüglich Einnahmen) des abgelaufenen Kalenderjahres wird ermittelt und auf die beitragspflichtigen Unternehmen umgelegt. Daraus wird dann der - für alle Unternehmen gleiche - Beitragsfuß errechnet. Der Beitragsfuß wird wie folgt ermittelt: Umlagesoll x 1000/Summe der Beitragseinheiten aller Mitgliedsunternehmen. Die Beitragseinheiten sind das Produkt aus Gesamtentgelt und Gefahrklasse.

  • Wann verjähren Beitragsansprüche?

    Ansprüche auf Beiträge verjähren in vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie fällig waren. Da die Beiträge zur VBG nachträglich erhoben werden, wird beispielsweise der Beitrag 2018 im Jahr 2019 fällig und verjährt demzufolge nicht vor dem 31.12.2023. Durch Zustellung des Beitragsbescheides vor Eintritt der Verjährung ist diese unterbrochen.

     

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