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Lernen von den Präventionsbesten

Oldenburgs Rickey Paulding beim Dunking im Ligaspiel gegen die Telekom Baskets Bonn. (© Ulf Duda für BBL)

Broschüre

VBG-Sportreport 2020

Summe der Ausfalltage kann im Mannschaftssport um bis zu 75 Prozent reduziert werden

In der Saison 2018/19 wurden in den höchsten beiden Basketball-, Eishockey-, Fußball- und Handball-Männerliegen insgesamt 3070 Spieler eingesetzt. Durchschnittlich erlitt jeder von ihnen laut Analysen im aktuellen VBG-Sportreport 2,3 Verletzungen. Das Resultat dieses hohen Verletzungsaufkommens: Heilbehandlungskosten und Entgeltersatzleistungen von über 9,3 Millionen Euro.

Insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie, durch die viele deutsche Bundesligisten unter hohen finanziellen Einbußen leiden, verdeutlicht diese Zahl das enorme Präventions- und damit auch Einsparpotenzial in den betroffenen Männerligen. Besonders klar macht dies ein direkter Vergleich der Präventionsbesten mit den Mannschafften, die die meisten Ausfälle in der jeweiligen Liga vorweisen. Das belegen die folgenden Beispiele:

  • In der easyCredit Basketball Bundesliga verzeichnet das Team mit den wenigsten Ausfällen lediglich 0,6 Ausfalltage pro Spiel. Beim Klub mit den meisten Ausfalltagen dieser Liga liegt der Wert hingegen bei 12,5 und ist damit 20,8 Mal so hoch.

  • Die Deutsche Eishockey Liga weist eine geringere Kluft zwischen dem Präventionsbesten und dem Team mit der höchsten Verletzungsrate auf: Hier lautet der Bestwert 3,4 Ausfalltage pro Pflichtspiel, während der schlechteste Durchschnitt mit 22,8 fast sieben Mal so hoch ist.

  • Eine deutliche Diskrepanz zwischen dem Ligaprimus und dem Letztplatzierten der Statistik ist auch in der
    1. Fußball-Bundesliga zu beobachten: Mit einer Spannweite zwischen durchschnittlich 3,1 und 40,7 Ausfalltagen hat der schlechteste Verein im Ranking 13,1 Mal so viele Ausfälle zu beklagen wie der beste.

  • Vergleichbar mit dem Wert im Basketball ist der Unterschied zwischen dem ersten und letzten Klub der DEK Handball-Bundesliga. Während die Nummer 1 im Mittel nur 1,9 Ausfalltage pro Pflichtspiel aufweist, sind es beim 18. der Auswertung mit 36,3 Tagen mehr als 19 Mal so viel.

Die großen Differenzen innerhalb vergleichbarer Rahmenbedingungen zeigen, dass die Anzahl verletzungsbedingter Ausfalltage im professionellen Mannschaftssport erheblich reduziert werden kann. Gemessen an den jeweiligen Ligabestwerten wäre über alle vier Sportarten hinweg eine Reduktion um bis zu 75 Prozent möglich.


Mit systematischer Datenerhebung und -auswertung Verletzungsursachen bekämpfen 

Verletzungsprävention macht sich aber nicht nur wirtschaftlich für die Vereine bezahlt, sondern erhöht zweifelsohne auch das Erfolgspotenzial einer Mannschaft im Wettbewerb. Denn je mehr gesunde Spieler während einer Saison zur Verfügung stehen, desto besser kann sich das Trainerteam auf Belastungen durch Liga- sowie nationale und internationale Pokalspiele einstellen. Wie Vereine ein systematisches Verletzungs-Monitoring als Basis der Ableitung verbeugender Maßnahmen nutzen können, erfahren Sie im Kapitel zum diesjährigen Schwerpunktthema:

Eine bequeme Möglichkeit bietet das neue Modul des Prevention-Management-Tools (PMT) der VBG. Darin können Spieler auftretende Schmerzen anhand eines Körpermodells lokalisieren und dem Trainer- und Betreuerteam übermitteln. In einer Schnellübersicht können sich die Verantwortlichen dann einen Komplettüberblick zum Verletzungsgeschehen verschaffen und die Spielerverfügbarkeit innerhalb ihres Kaders feststellen.

Zu den Features des Verletzungs-Monitoring-Moduls zählen unter anderem:

  • ein Dashbord mit sämtlichen Verletzungsparametern,
  • eine Komplettübersicht des Kaders mit Angaben zum aktuellen Gesundheitszustand der Spieler,
  • Profilansichten aller Athleten sowie
  • Grafiken zur Visualisierung der Verletzungsursachen.

Ausführliche Informationen zum neuen PMT-Modul, eine detaillierte Auswertung der Saison 2018/19 sowie nützliche Hinweise zur Vorbeugung von Sportverletzungen finden Sie im VBG-Sportreport 2020. Die neue Ausgabe ist jetzt als PDF und ab Januar 2021 als Printmedium kostenfrei verfügbar.

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