So gestalten Sie hybride Arbeit gesund und wirksam
VBG-Fachwissen gibt praktische Orientierung
Hamburg, 15. April 2026 Millionen Menschen pendeln täglich zur Arbeit, viele von ihnen mit dem Auto. Dabei werden nicht nur die hohen Spritpreise zunehmend als Belastung wahrgenommen: Auch der Faktor Zeit spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Vor diesem Hintergrund rückt das Thema „hybride Arbeit“ in vielen Unternehmen wieder in den Fokus. Zurecht – denn die eigene Arbeitsgestaltung systematisch zu prüfen, lohnt sich. Die VBG unterstützt Unternehmen dabei mit dem kostenlosen VBG-Fachwissen „Gestaltung hybrider Arbeitsformen“.
„Unternehmen haben bereits viele praktikable Lösungen gefunden. Gleichzeitig ist es sinnvoll, innezuhalten und zu reflektieren: Was läuft schon gut – und wo können wir noch besser werden?“, sagt Dr. Monika Keller, Arbeitspsychologin bei der VBG und Mitautorin des VBG-Fachwissens.
Wichtig ist ein systematischer Blick auf mehr als den Arbeitsort. Hybride Arbeit betrifft unter anderem Unternehmenskultur, Arbeitsorganisation, Führung, Teamzusammenarbeit, Erreichbarkeit und den Einsatz technischer Arbeitsmittel. Eine gute Gestaltung braucht klare Leitplanken, Vertrauen und die Beteiligung der Beschäftigten.
Es gibt nicht die eine Lösung für alle
Unternehmen, die sich dem Thema strukturiert nähern wollen, sollten zunächst den Status quo analysieren: Welche Aufgaben eignen sich für welche Arbeitsorte? Wo hakt die Zusammenarbeit? Welche Vereinbarungen zu Präsenz, Kommunikation und Reaktionszeiten fehlen? „Es gibt keine Blaupause für alle. Die Gestaltung der Hybridarbeit muss zum Geschäftsmodell, zu den Arbeitsaufgaben, zu den Beschäftigten und zur Unternehmenskultur passen“, so Keller.
Zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren zählen ein passender Mix aus Präsenz und mobiler Arbeit, klare Rahmenbedingungen und Teamabsprachen, Orientierung bei Entscheidungs- und Handlungsspielräumen sowie gute technische Ausstattung. Auch persönliche Begegnungen bleiben für Teamzusammenhalt, Onboarding und informellen Austausch wichtig.
Hybridarbeit betrifft das ganze Unternehmen
Hybride Arbeit berührt dabei nicht nur Beschäftigte, die mobil arbeiten: „Selbst wer jeden Tag ins Büro kommt, ist von den Veränderungen im Team betroffen“, sagt Keller. „Deshalb ist es gut, wenn Betriebe das Thema gemeinsam betrachten und unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen.“
Vermeiden sollten Unternehmen starre, nicht passende Vorgaben und Lösungen „von oben“, die Beschäftigte nicht einbeziehen. „Untersuchungen zeigen: Wenn Unternehmen etwas vorgeben, das für die Beschäftigten ganz und gar nicht passt, schlägt das ungünstig auf die Motivation. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite sollten idealerweise gemeinsame Lösungen finden“, sagt Keller.
Das VBG-Fachwissen „Gestaltung hybrider Arbeitsformen“ bündelt wissenschaftliche Erkenntnisse und betriebliche Erfahrungen und gibt Unternehmen Anregungen für eine gesundheitsgerechte, produktive und praxistaugliche Gestaltung hybrider Arbeit. Es ist ein Ergebnis der VBG-Initiative Mitdenken 4.0, welche sowohl die Arbeitgeber- als auch die Arbeitnehmerperspektive mit aktueller Forschung zusammenbringt. Das VBG-Fachwissen steht kostenfrei zum Download bereit.
Über die VBG
Von A wie Architekturbüro bis Z wie Zeitarbeitsunternehmen – rund 1,8 Millionen Unternehmen aus mehr als 100 Branchen sind Mitglied der gesetzlichen Unfallversicherung VBG. VBG ist die Kurzbezeichnung für die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft. Sie ist eine der neun auf Branchen ausgerichteten gewerblichen Berufsgenossenschaften in Deutschland. Die VBG steht ihren Mitgliedern in zwei wesentlichen Bereichen zur Seite: bei der Prävention von Arbeitsunfällen, Wegeunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren sowie bei der Unterstützung im Schadensfall. Im Jahr 2024 wurden rund 420.000 Unfälle und Berufskrankheiten registriert. Die VBG kümmert sich darum, dass Versicherte bestmöglich wieder zurück in den Beruf und ihr soziales Leben finden. Über 2.500 Vollbeschäftigte an elf Standorten arbeiten an dieser Aufgabe mit. Darüber hinaus finden in den sechs Akademien die VBG-Seminare für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit statt. Neben Präsenz-Seminaren bietet die VBG auch verstärkt Online-Seminare für eine ortsunabhängige Weiterbildung an.
Weitere Informationen: www.vbg.de
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