Präventionssymposium Fußball 2026
Rückkehr in die Alte Försterei
Kooperation mit dem Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL)
Rund 100 Teilnehmende machten sich am 11.04.2026 auf den Weg in die Alte Försterei, um am zweiten Präventionssymposium Fußball der VBG im Stadion des 1. FC Union Berlin teilzunehmen. Erstmalig konnte die Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) durchgeführt werden, die die Veranstaltung mit Fortbildungspunkten für lizensierte Fußballtrainer anerkennen.

Lutz Munack, Geschäftsführer Nachwuchs- und Amateurfußball, vertrat bei der Eröffnung der Veranstaltung den 1. FC Union Berlin und blickte gemeinsam mit Hendrik Bloch, Präventionsfeldkoordinator Sport der VBG, auf die letzten 10 Jahre zurück.
Inhaltlich eröffnet wurde das Symposium vom VBG Sportreferenten Dr. Micha Pietzonka, der den Teilnehmenden einen praxisnahen Fahrplan darstellte, wie man von der vereinsspezifischen Analyse zum Präventionskonzept kommt. Daran knüpfte Prof. Dr. Andreas Schlumberger, der u.a. für den FC Bayern München, Borussia Dortmund, und den FC Liverpool tätig war, in seinem Vortrag „Präventive Leistungsdiagnostik – Was macht Sinn?“ an.
Eine Live-Schalte nach London, wo sich der AFC Bournemouth auf sein Auswärtsspiel beim Spitzenreiter der Premier League vorbereitet, brachte Dr. Percy Marshall (Director Medical & Performance beim AFC Bournemouth) auf die Bühne. Sein Vortrag konnte mit Mythen zum Einsatz von Kreatin aufräumen und verdeutlichte viel mehr welche positiven Effekte über die Leistungssteigerung hinaus mit der Supplementierung von Kreatin einhergehen.
Einblicke des gastgebenden Vereins 1. FC Union Berlin

Der gastgebende Verein stellte drei Referent/-innen. Athletiktrainer Martin Krüger, Athletiktrainer gab einen Einblick in die Trainingssteuerung beim 1. FC Union Berlin.
Marcus Urban, Nachwuchskoordinator weiblich, und Elisa Lierhaus, Sportpsychologin beim Unioner Frauenteam brachten ihre Erfahrungen in zwei Praxisworkshops ein. Marcus Urban demonstrierte mit Spielerinnen der U17 Übungen zur spielnahen Trainings- und Wettkampfvorbereitung. Elisa Lierhaus widmete sich in ihrem Return-to-Play-Workshop mentalen Bausteinen für eine sichere und nachhaltige Rückkehr in den Sport.

Wanja Litwinow, Sportwissenschaftler an der Universität Leipzig sowie Athletiktrainer, u.a. bei RB Leipzig und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) gab einen theoretischen Überblick sowie einen Praxis-Workshop zum neurozentrierten Training im Fußball.
Sportpsychologin Chiara Behrens de Luna, u.a. tätig für den Hamburger SV und die DFB U-17-Junioren, stellte Kommunikationsstrategien für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen medizinischem Team und Trainerteam vor.
PD Dr. med. Dr. phil. Sven Fikenzer, Leiter der Sportkardiologie am Universitätsklinikum Leipzig, ging in seinem Vortrag auf kardiologische Aspekte im Fußball ein und verdeutlichte die Notwendigkeit eines raschen Handelns im Notfall.

Eine Podiumsdiskussion mit Anna Aehling, Abwehrspielerin beim 1. FC Union Berlin, sowie den Referenten Martin Krüger und Andreas Schlumberger über Präventionsansätze, Trends im Athletiktraining und Besonderheiten im Nachwuchs- und Frauenfußball, rundete die Veranstaltung ab.
Die Vorträge werden zeitnah auf dem YouTube-Kanal der VBG veröffentlicht.