LAK Frühjahrsveranstaltung 2026
Asbest - neue Gefahrstoffverordnung

Dem Thema Asbest mit Blick auf die geänderte Gefahrstoffverordnung befassten sich Handwerker, Unternehmer und Sicherheitsexperten im Rahmen der Frühjahrsveranstaltung des LAK Bremen in der Handwerkskammer Bremen. Mehr als 90 Teilnehmende aus Handwerk, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zeigten, dass der Gefahrstoff für Bremen nach wie vor ein wichtiges Thema ist. In mehreren Fachvorträgen informierten die Referierenden über neue rechtliche, organisatorische Rahmenbedingungen sowie technische Lösungen.
Nach einer kurzen Einführung durch die Moderatorin, Sandra Stridde (DGUV) und den Geschäftsführer des LAK Dr. Joachim Dreyer (VBG) begann der fachliche Austausch mit einem Vortrag von Christoph Eisel (BG BAU) zu den veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Landesgewerbeärztin Bremen, Dr. Heike Kuss ging im Anschluss auf die gesundheitlichen Auswirkungen von Asbest ein und zeigte so die Dringlichkeit des Themas. Für die aufgrund einer beruflichen Exposition erkrankten Personen zeigte Lars-Alexander Hirsch von der Bremer Beratungsstelle zu Berufskrankheiten Möglichkeiten der Beratung auf. Da zwischen Exposition und auftretender Erkrankung wie dargestellt, durchschnittlich 38 Jahre liegen, ist der Dokumentation einer Exposition besonderes Augenmerk zu widmen, darauf ging Dr. Alexander Schneider vom Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) ein.
Nach einer kurzen Pause ging es thematisch weiter mit der praktischen Umsetzung bei der Auftragsvergabe von Sanierungsarbeiten im Gebäudebestand (Yvonne Kranz, Immobilien Bremen), der Überwachung durch die Behörde (Nicole Wagner, Gewerbeaufsicht des Landes Bremen) und Lösungsmöglichkeiten durch qualifizierte Fortbildung und technische Maßnahmen (Torsten Mußdorf, NAV e.V. Norddeutscher Asbest- u. Gefahrstoffsanierungsverband).
In der Abschlussrunde wurde außerdem noch eine technische Lösung für kleinere Sanierungsarbeiten durch die weseernetz Bremen GmbH gezeigt. Viele Diskussionen zeigten die Brisanz des Themas, dass auch vor dem Hintergrund noch ausstehender staatlicher technischer Regeln nicht an Aktualität verlieren wird.