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FAQs: Häufig gestellte Fragen zum Ehrenamt in Kirchengemeinden

Zwei ehrenamtliche Helfer in der Kirche heben eine Erntekrone an

Der VBG werden immer wieder Fragen rund ums Ehrenamt in Kirchengemeinden gestellt. Deshalb haben wir hier die häufigsten Fragen zusammengefasst. Die Antworten auf diese Fragen können Sie hier online nachlesen.

Ehrenamt in Zeiten von „Corona“

  • Darf ich im Chor singen?
    • Aufgrund der aktuellen Infektionslage (Stand: November 2020) in den meisten Bundesländern zurzeit nicht, außer im Freien.
      Bis Oktober 2020 war Chorgesang in Räumen in vielen Bundesländern mit entsprechendem Abstand möglich, wenn Ihre Religionsgemeinschaft es ebenfalls erlaubt hat. Es sind die jeweils aktuellen Regelungen der Bundesländer zu beachten. Diese ändern sich mit der Infektionslage. Die Handlungshilfen der VBG unterstützen Sie bei der Gefährdungsbeurteilung, beispielsweise für die Sternsinger oder für ähnliche Aktionen.

Versicherungsschutz im Ehrenamt

  • Bin ich als Ehrenamtliche/Ehrenamtlicher immer versichert?
    • Nein! Versicherungsschutz besteht dann, wenn eine versicherte Person eine versicherte Tätigkeit ausübt. Versichert sind Personen, die für öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaften (zum Beispiel Evangelische Kirche in Deutschland oder römisch-katholische Kirche) und deren Einrichtungen oder für privatrechtliche Organisationen im Auftrag oder mit ausdrücklicher Einwilligung, in besonderen Fällen mit schriftlicher Genehmigung von öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaften, ehrenamtlich tätig sind. Diese Personen sind bei der VBG, der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) oder der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) pflichtversichert. Üben diese Personen eine eigenwirtschaftliche Tätigkeit aus, sind sie nicht versichert.

  • Gibt es Leistungsunterschiede zwischen der VBG, BGW und der SVLFG?
    • Nein! Der Anspruch auf Leistungen und dessen Umfang ist für alle Unfallversicherungsträger einheitlich im Sozialgesetzbuch (SGB) VII geregelt.

  • Wann beginnt und wann endet der Versicherungsschutz?
    • Der Weg von Ihrem Haus zur Kirche und zurück ist wie Ihre ehrenamtliche Tätigkeit versichert, wenn es der kürzeste Weg ist und es keine längeren Unterbrechungen gibt. Der Versicherungsschutz beginnt mit dem Verlassen Ihres Hauses und endet mit Betreten Ihres Hauses. Um- und Abwege sind nicht versichert; Umwege, um Fahrgemeinschaften mit anderen ehrenamtlich Tätigen zu bilden, sind versichert.

Aufgaben der Kirche

  • Müssen ehrenamtlich Tätige unterwiesen werden?
    • Ja! Vor Beginn jeder Tätigkeit müssen die Verantwortlichen, die den ehrenamtlich Tätigen die Aufgabe zuweisen, sie über mögliche Gefährdungen informieren und sie anweisen, wie sie sich zu verhalten haben, damit diese Gefährdungen nicht zu einem Unfall führen (Unterweisung). Dafür beurteilt der/die Verantwortliche die Bedingungen der Tätigkeit und legt dann die notwendigen Maßnahmen fest. Dabei berücksichtigt er/sie auch die Kenntnisse und Erfahrungen der ehrenamtlich Tätigen (Gefährdungsbeurteilung).

  • Wie führe ich als Verantwortliche/Verantwortlicher eine Gefährdungsbeurteilung durch?
    • Als Verantwortliche/Verantwortlicher betrachten Sie die Tätigkeit in jedem Einzelschritt genau, finden die Gefährdungen und legen anschließend die Maßnahmen fest, die für ein sicheres Arbeiten notwendig sind. Diese Beurteilung führen Sie am besten gemeinsam mit dem/der ehrenamtlich Tätigen durch. Damit Räume und Geräte, die für verschiedenen Tätigkeiten genutzt werden, nicht jedes Mal neu betrachtet werden müssen, empfehlen wir, für die Räume die zulässigen Nutzungen vorab festzulegen und ebenso mit den Geräten zu verfahren. Weitere Erläuterungen hierzu gibt die Schrift „Gefährdungsbeurteilung in Kirchen“.

  • Was ist Persönliche Schutzausrüstung (PSA) und wer stellt sie zur Verfügung?
    • Wenn es nicht möglich ist, alle Gefährdungen zu verhindern, dann ist den ehrenamtlich Tätigen eine persönlich zugewiesene Schutzausrüstung von der Kirche kostenfrei zur Verfügung zu stellen. So ist es zum Beispiel beim Tragen von Kirchenbänken oder anderen schweren Gegenständen nicht zu verhindern, dass diese aus der Hand rutschen und auf den Fuß fallen und dann auf Grund ihres Gewichts zu einem Bruch der Zehen führen könnten. Daher sind für einen solchen Transport allen beteiligten ehrenamtlich Tätigen Sicherheitsschuhe von der Kirche kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

  • Müssen privat mitgebrachte elektrische Geräte geprüft sein?
    • Ja! Alle elektrischen Geräte, die für Arbeiten für die Kirche eingesetzt werden, müssen geprüft sein. Dabei kann die Kirche auch zulassen, dass private Geräte genutzt werden, wenn diese für den Einsatz vom Hersteller zugelassen sind und sie vor dem Einsatz überprüft wurden. Die Prüfung erfolgt durch eine für die Prüfung befähigte Person. Es empfiehlt sich für die praktische Umsetzung, mit einem örtlich ansässigen Elektrounternehmen einen Rahmenvertrag abzuschließen, so dass die ehrenamtlich Tätigen ihre Geräte dort prüfen lassen können. Die Kosten der Prüfung trägt die Kirche.

Aufgaben der ehrenamtlich Tätigen

  • Was darf ich als ehrenamtlich Tätiger/Tätige machen?
    • Alle Tätigkeiten, die mir von einem/einer Verantwortlichen aufgetragen wurden und die ich sicher bewältigen kann. Dazu wurde ich über die Gefährdungen der Tätigkeit informiert und kann die Maßnahmen zu meinem Schutz umsetzen. Selbstverständlich verfüge ich über Kenntnisse und Fähigkeiten, die Tätigkeit auch fach- und sachgerecht zu erledigen. Alle anderen Tätigkeiten darf ich nicht durchführen.

  • Worauf habe ich bei meiner Tätigkeit zu achten?
    • Den Anweisungen des/der Verantwortlichen habe ich zu folgen. Dies betrifft vor allem Anweisungen zu meiner Sicherheit. Muss für die Tätigkeit Persönliche Schutzausrüstung getragen werden, nutze ich diese, auch wenn es belastend für mich ist. Anweisungen, die meine Sicherheit oder die anderer ehrenamtlich Tätiger gefährden, darf ich unter keinen Umständen befolgen.

  • Was mache ich, wenn etwas nicht klappt oder kaputt geht?
    • Schäden an Geräten, Gebäuden oder Werkzeugen repariere ich nicht selber, sondern melde diese dem/der Verantwortlichen und bespreche mit ihm/ihr das weitere Vorgehen.
      Wenn der Arbeitsablauf unklar ist oder nicht durchgeführt werden kann und geändert werden muss, bespreche ich dies im Vorfeld mit dem/der Verantwortlichen. Wenn zum Beispiel ein Leuchtmittel von der Leiter aus gewechselt werden soll, die Leiter aber nicht sicher aufgestellt werden kann, weil dort Gegenstände dies verhindern, so ist es Aufgabe des/der Verantwortlichen zu entscheiden, welches sichere Arbeitsverfahren gewählt wird.