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Lüften in Bildungseinrichtungen während der SARS-CoV-2-Epidemie

Darauf sollten Verantwortliche achten

Neben den AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske – Mund-Nasen-Bedeckung) kommt der Innenraumlufthygiene während der SARS-CoV-2-Epidemie eine große Bedeutung zu. Durch eine ausreichende Frischluftzufuhr von außen soll die Konzentration möglicherweise vorhandener Viren in der Luft verdünnt beziehungsweise eliminiert werden. Die Viren müssen so schnell wie möglich nach außen abgeführt werden können. Ziel ist die Vermeidung einer Ansteckung beziehungsweise Verringerung der Ansteckungsgefahr. Die AHA-Regeln werden auf AHA-L erweitert: Wirksamer Infektionsschutz besteht aus Abstand, Hygiene, Alltagsmasken und Lüften.

Wie ist vorzugehen?

Zunächst sind alle Räume einer Bildungseinrichtung dahingehend zu prüfen, durch welche Lüftungsvariante sie gelüftet werden können.

Anschließend wäre zu prüfen, ob die vorhandene Lüftungsvariante ausreichend ist. Besonders kritisch sind dabei die Räume zu betrachten, in denen der Luftaustausch mit der Außenluft nicht sichergestellt werden kann,  zum Beispiel bei reinem Umluftbetrieb von Klimaanlagen oder wenn sich Fenster nicht vollständig öffnen lassen. Lediglich das Stoßlüften beziehungsweise ein hoher Außenluftanteil führen zu einem effizienten Luftaustausch.

Als Maß zur Bewertung eines ausreichenden Lüftens in Innenräumen kann die CO2-Konzentration herangezogen werden. Eine CO2-Konzentration bis zu 1.000 ppm ist nach ASR A3.6 (Technische Regel für Arbeitsstätten „Lüftung“) unter Normalbedingungen akzeptabel. In Zeiten der Epidemie sollte allerdings deutlich häufiger und intensiver gelüftet werden und die CO2-Konzentration von 1.000 ppm deutlich unterschritten werden. Die CO2-Konzentration kann mit einer CO2-Ampel messtechnisch ermittelt werden. Insbesondere für Klassen- und Seminarräume hat sich die Bestimmung des Lüftungsintervalls mit CO2-Ampeln auch unabhängig von der SARS-CoV-2-Epidemie bewährt. Neben der messtechnischen Bestimmung kann die CO2-Konzentration und damit das erforderlichen Lüftungsintervall näherungsweise auch berechnet werden, zum Beispiel mit dem Lüftungsrechner der BGN. Weitere Informationen dazu sowie Nomogramme zur Ermittlung der notwendigen Lüftungsintervalle enthält die Fachbereich AKTUELL FBHM-114 „Möglichkeiten zur Bewertung der Lüftung anhand der CO2-Konzentration“.

Ist es mit den vorhandenen Lüftungsvarianten nicht möglich, in Zeiten der Epidemie ausreichend und regelmäßig zu lüften, so sollen weitergehende Maßnahmen ergriffen werden. Dazu zählen unter anderem die Erhöhung des Lüftungsintervalls, die Erhöhung des Außenluftanteils – oder noch besser der ausschließliche Betrieb von RLT-Anlagen mit Außenluft als Zuluft. Detaillierte Informationen dazu enthalten die

Fachbereich AKTUELL FBVW-502 „SARS-CoV-2: Empfehlungen zum Lüftungsverhalten an Innenraumarbeitsplätzen“ der DGUV sowie die Veröffentlichung „Infektionsschutzgerechte Lüftung von Arbeitsbereichen“ der BGN.

Mobile Raumluftruftreiniger mit HEPA-Filtern sind in Innenräumen nur als ergänzende Maßnahme sinnvoll, um das Risiko einer Infektion mit SARS-CoV-2 zu verringern. Sie können die Fensterlüftung oder Lüftung über raumlufttechnische Anlagen zur Sicherstellung der Frischluftzufuhr nicht ersetzen.

Weiterführende Informationen zum Einsatz von mobilen Raumluftreinigern enthalten der

Fachbeitrag der DGUV zu mobilen Raumluftreinigern zum Schutz vor SARS-CoV-2,
die Hinweise zum Einsatz von Luftreinigern der BGHM sowie
die Stellungnahme des Umweltbundesamtes „Einsatz mobiler Luftreiniger als lüftungsunterstützende Maßnahme in Schulen während der SARS-CoV-2-Epidemie“.

Weitere Informationen zum Thema infektionsschutzgerechtes Lüften erhalten Sie in folgenden Publikitaionen:

Empfehlung der Bundesregierung „Infektionsschutzgerechten Lüften“,
baua: Fokus „Infektionsschutzgerechtes Lüften – Hinweise und Maßnahmen in Zeiten der SARS-CoV-2-Epidemie“,
Empfehlungen des Umweltbundesamtes zum Lüften in Schulen.



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