Sichere Reinigungsarbeiten an der Schneidanlage

Xella Deutschland GmbH, Werk Malsch

Best Practice Präventionspreis 2026

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Ausgangslage und Ziel

Die Xella Deutschland GmbH stellt mit 839 Beschäftigten Baustoffe und Systemlösungen her. Im Werk in Malsch fertigen zirka 46 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Porenbeton.

Die Schneidanlage des Unternehmens schneidet Porenbeton-Rohblöcke in gewünschte Steinformate. Anschließend härten Autoklaven („Steinhärtekessel“) die Rohsteine unter hohem Druck aus.

Die Schneidanlage ist täglich mit einem Hochdruckreiniger zu säubern, damit keine Rohmasse am Boden anhaftet, die die Produktqualität beeinträchtigt. Der Boden der Schneidanlage besteht aus Lamellen. Sie sind erforderlich, damit die Schneiddrähte ungehindert durch den Block schneiden und exakte Steinmaße erzeugen können. 

Ziel des Unternehmens war es, die Unfallgefahr beim Reinigen der Schneideanlage zu beseitigen. Beim Laufen auf den Metalllamellen bestand große Rutsch- und Stolpergefahr, die durch die Nässe verstärkt wurde. Zusätzlich bestand Absturzgefahr, da die Tischhöhe ca. 1,5 Meter oberhalb der Materialrücktransportrinne liegt.

Aktivitäten

Die Fachkraft für Arbeitssicherheit von Xella und das Team der Instandsetzung des Werkes in Malsch strebten ein Podest an, von dem aus der Lamellenboden gereinigt wird. Am Markt gab es allerdings keine Arbeitsbühne oder andere Lösungen, die sicher und wirksam hätten eingesetzt werden können. Herausforderungen waren hierbei der geringe Platz neben der Schneidanlage und deren Träger.

Das Team der Instandsetzung konstruierte deshalb in Eigenregie eine maßgeschneiderte Lösung. Gemeinsam mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit werden alle Anforderungen des Arbeitsschutzes umgesetzt.

Das Team baute ein auf schmale Schienen gesetztes in der Anlage verfahrbares Podest. Der Aufgang zur Arbeitsplattform und das Arbeiten darauf sind sicher. Die Beschäftigten können das Podest exakt, leicht und sicher vorwärts- und rückwärts bewegen.

Wenn die Reinigungsarbeiten der Lamellen anstehen, heben die Beschäftigten das Fahrpodest mit einem Brückenkran unkompliziert und zügig auf den Schienen der Schneidanlage ab. Eine Sicherungssteuerung schließt aus, dass die Schneidanlage, während der Reinigungsarbeiten im Betrieb ist.

Ergebnisse

Mit dem Arbeiten auf dem Podest ist die Stolper-, Rutsch- und Absturzgefahr beseitigt. Die Beschäftigten werden beim Einsatz des Hochdruckreinigers deutlich weniger nass. Das Arbeiten ist erheblich funktioneller, da nicht mehr auf die genannten Unfallgefahren zu achten ist. Dies ermöglicht eine sehr gründliche Reinigung der Anlage, die deren Leistung und Lebensdauer erhöht.

Besonderheit

Die Idee für das Fahrpodest ist sehr kreativ. Die Realisierung erfolgte vollständig in Eigenregie durch die Instandsetzung in enger Zusammenarbeit mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Zusatzinfo

Auf den Branchenseiten Glas und Keramik erhalten Sie zu wichtigen Themen für sichere und gesunde Arbeit (beispielsweise zur Gefährdungsbeurteilung, zu Betriebsanweisungen und der persönlichen Schutzausrüstung) wichtige Informationen und praktische Handlungshilfen.

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