Staubexplosion

1. Gefährdungen

Ein Staub-Luft-Gemisch kann explodieren, wenn der Staub aus brennbarem Material besteht.

Brennbare Stäube sind organische Materialien z. B.

  • Kohle,
  • Mehl,
  • Holz,
  • Kakao,
  • Kaffee,
  • Stärke oder Cellulose

oder Metallpulver wie

  • Aluminiumpulver
  • Magnesiumpulver.

Dabei kann es je nach Stoff genügen, 20 bis 50 Gramm Staub je Kubikmeter Luft aufzuwirbeln, um ein zündfähiges Staub-Luft-Gemisch zu erzeugen.

Arbeiter füllt Pulver in eine Wanne, es entsteht Staub

Zündquellen

Zündquellen können heiße Oberflächen, offene Flammen oder Funken sein. Funken können zum Beispiel entstehen durch das Ziehen eines elektrischen Steckers oder Fehlfunktionen in Elektrogeräten sowie beim Schleifen, Reiben und durch elektrostatische Entladung.

2. Maßnahmen

Das Einsatzbetrieb muss alle Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass ein brand- oder explosionsfähiges Staub-Luft-Gemisch entsteht.

Wenn brennbare Stäube nicht vermieden werden können, sind technische Maßnahmen zum Explosionsschutz umzusetzen. Das können zum Beispiel explosionsgeschützte Entstaubungs- oder Absauganlagen sein. Die Anlagen sind regelmäßig auf den einwandfreien Zustand zu kontrollieren.

Bei der Reinigung ist darauf zu achten, dass kein Staub aufgewirbelt wird. Eine regelmäßige Reinigung verhindert eine kritische Staubablagerung.

Brandbekämpfung

Bei Löscharbeiten muss darauf geachtet werden, dass durch den Wasserstrahl kein Staub aufgewirbelt wird, da sich dieser dann explosionsartig entzünden und zu einer Ausbreitung des Feuers führen kann.