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Unfallverhütungsvorschrift wird konkretisiert

DGUV Regel 115-002

Broschüre

DGUV Regel 115-002 - Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellung

"Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellung"

Der Arbeitsort von Musikerinnen und Musikern, Schauspielerinnen und Schauspielern sowie Stuntleuten ist im Gegensatz zum Büro-Schreibtisch vieler Menschen oft ungewöhnlich – eine Bühne in einer großen Arena, Open Air in großen Stadien vor tausenden von Menschen oder ein Filmset in der Natur.

Dazu kommt: Die Shows vieler Künstlerinnen und Künstler werden immer gigantischer, die Stunts am Set immer spektakulärer – die Anforderungen an alle Beteiligten immer anspruchsvoller. Aus diesem Grunde wurde die neue DGUV Regel 115-002 "Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellung" zeitgemäßer formuliert.

Diese DGUV Regel konkretisiert die gleichnamige Unfallverhütungsvorschrift (UVV)  "Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellung" (DGUV Vorschrift 17 und 18, bisher BGV C1/GUV-V C1) und wurde vom Fachbereich Verwaltung beschlossen und im Februar 2015 veröffentlicht.

Für wen gilt die Unfallverhütungsvorschrift? 

Die Durchführungsanweisungen der weiter geltenden UVV werden durch die neue Regel ersetzt. Im Abschnitt "Anwendungsbereich" wird der Adressatenkreis, an den sich die Anforderungen der Regel und damit auch die Unfallverhütungsvorschrift richten, umfassend definiert. Die Regel richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer, Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Betreiber von Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellung, Dienstleister der Veranstaltungswirtschaft sowie an Versicherte, Beschäftigte, Selbstständige, Künstlerinnen und Künstler.

Sie gilt im Besonderen auch für alle Tätigkeiten, die im Rahmen von szenischer Darstellung von Schauspielern und Schauspielerinnen, Musikern und Musikerinnen, Tänzern und Tänzerinnen, Artisten und Artistinnen, Stuntleuten, Lernenden, ehrenamtlich Tätigen, Amateurinnen und Amateuren durchgeführt werden.

Was wird geregelt, was ändert sich? 

  • In einem Abschnitt der Regel sind die grundlegenden Maßnahmen zum Schutz vor den besonderen Gefährdungen der typischen Arbeitsumgebung und der Arbeitsmittel entsprechend dem aktuellen Stand der Technik spezifiziert. Hier sind jetzt auch eindeutige Anforderungen zur Sicherung von Personen, die Arbeiten an hochgelegenen Bereichen ausführen, z. B. die Notwendigkeit von Arbeitsbrücken oder Lifeline-Systemen enthalten.
  • Zum Schutz gegen herabfallende Gegenstände ist hier das Prinzip der Eigensicherheit oder der alternativen Einfehlersicherheit festgeschrieben.
  • Die betrieblich erforderlichen Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sind in einem weiteren Abschnitt beschrieben. Selbstverständlich gelten hierbei die Anforderungen aus anderen Arbeitsschutzvorschriften z. B. der DGUV Vorschrift 1 (bisher BGV A1) oder 2 zusätzlich. 
  • Ausführlicher als bisher sind die Anforderungen an die Qualifikation von Personen, zum Beispiel zu Paragraf 15 "Leitung und Aufsicht" und Paragraf 20 "Gefährliche szenische Vorgänge" beschrieben. 
  • Der letzte Abschnitt enthält die Regelungen zur Prüfung von maschinentechnischen Arbeitsmitteln der Veranstaltungstechnik. Im Zusammenhang damit ist auch die erneuerte Betriebssicherheitsverordnung mit ihrem Anhang zur Prüfung von maschinentechnischen Arbeitsmitteln der Veranstaltungstechnik zu beachten.
  • Geändert hat sich die Zuständigkeit für das Verfahren zur Ermächtigung von Sachverständigen, das ab 2015 von der VBG geführt wird.

In einem nächsten Schritt werden die Unfallversicherungsträger die alten Durchführungsanweisungen zurückziehen.

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