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Instandhaltung von
Eisenbahnfahrzeugen und - anlagen

Mitarbeiter reinigt eine Fahrzeugscheibe.

Broschüre

warnkreuz SPEZIAL Nr. 1 -
Arbeiten im Bereich von Gleisen

Der Betrieb von Eisenbahn ist insbesondere geprägt durch die großen und schweren, bewegten Massen in Form von Lokomotiven und Waggons. Direkt damit zusammen hängt der lange Anhalteweg dieser Fahrzeuge, der oft unterschätzt wird.

Grundsätzliche Arbeitsschutzanforderungen an Lokomotiven sind in der DGUV Information 214-085 „Anforderungen des Arbeitsschutzes an Lokomotiven“ formuliert. Diese berücksichtigen den Einsatz der Fahrzeuge im Betrieb als auch den Instandhaltungsfall.

Die arbeitssichere Gestaltung von Güterwagen ist in der DGUV Information 214-062 „Anforderungen des Arbeitsschutzes Güterwagen“ (bisher BGI/GUV-I 8640 ) beschrieben.

Zur Instandhaltung von Lokomotiven zählt auch der Vorbereitungs- und Abschlussdienst. Diesen Tätigkeiten ist in der DGUV Information 214-085 ein Kapitel gewidmet. Die Gestaltung der Lokomotiven und Waggons muss es ermöglichen die hier anfallenden Arbeiten auszuführen. Es ist auf jeden Fall dafür zu sorgen, dass Fahrzeuge, die abgestellt sind oder an denen gearbeitet wird, sich nicht unkontrolliert in Bewegung setzen und über das Gleisende hinaus abrollen. Geeignete Gleisabschlüsse oder das Festbremsen beim Abstellen verhindern dies.

Wenn Arbeiten am Motor der Lokomotive erfolgen, muss eine Sicherung gegen Absturz vorhanden sein wenn die entsprechende Gefährdung vorliegt. Diese kann aus dem Geländer direkt am Lokumlauf bestehen oder ein separates davor gestelltes Gerüst sein.

Der Auspuff einer Lok befindet sich im Allgemeinen auf dem Dach. Durch eine direkte Absaugung mit schwenkbaren Absaugrohren und definierten Abstellplätzen ist es möglich die Belastung der Versicherten durch Dieselmotoremissionen (DME) in der Werkstatt erheblich zu vermindern. Einer erhöhten Belastung der Beschäftigten durch DME beim Einfahren der Lokomotiven kann durch beidseitiges Öffnen der Hallentore und eine allgemeine Hallenlüftung entgegen gewirkt werden.

Sollten Lokomotiven mit elektrischen Antrieb mit Oberleitung (15 kV) verwendet werden, besteht bei der Instandhaltung eine erhöhte Gefährdung durch den elektrischen Strom.

Bei der Instandsetzung von Eisenbahnfahrzeugen werden häufig Bauteile aus- und nach der Reparatur wieder eingebaut oder ersetzt. Diese Teile haben konstruktionsbedingt oft ein hohes Gewicht. Bei der manuellen Handhabung solcher Bauteile besteht eine Gefährdung durch schweres Heben und Tragen. Hebe- und Tragehilfen sind hier eine geeignete technische Maßnahme.

Arbeiten in und an der Infrastruktur

Arbeiten in und an der Infrastruktur bzw. im Gleisnetz werden im Allgemeinen durch externe Gleisbauunternehmen durchgeführt. Kleinere Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie Inspektionen erfolgen aber durch betriebseigenes Personal. Hierzu zählen zum Beispieldie Wartung und Instandsetzung von Weichen und Weichenantrieben, Austausch von kleineren Schienenstücken, Reparatur von Schienenbrüchen und Schienenverschleiß sowie Streckenkontrollen.

Wenn das betroffene Gleis für die Arbeiten nicht gesperrt wird oder gesperrt werden kann, besteht die größte Gefährdung durch die dort fahrenden Schienenfahrzeuge. Schwere Verletzungen oder Tod können die Folge sein. Die Sicherung der Beschäftigten erfolgt je nach Umfang der Arbeiten mit Sicherungsposten oder mit Kleingruppen in Eigensicherung.

Eine weitere Gefährdung besteht in der schweren körperlichen Arbeit. Schweres Heben und Tragen, zum Beispiel von Schienen und Schwellen, auch Vibrationen beim Stopfen sind mechanische Einwirkungen, die das Muskel- und Skelettsystem der Betroffenen belasten. Hier kann mit Handlingshilfen, geeigneten Arbeitsanweisungen und Unterweisungen sowie mit organisatorischen Maßnahmen die Belastung und die daraus resultierende Beanspruchung reduziert werden.

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