Navigation und Service

VBG - Ihre gesetzliche Unfallversicherung (Link zur Startseite)

Bereichsmenu Arbeitsstätten gestalten

Arbeitsplätze in Gebäuden

Arbeitsräume

Nutzen:

Fachgerecht gestaltete Arbeitsräume ermöglichen ein sicheres, gesundheitsgerechtes und barrierefreies Arbeiten.

Bereich: Arbeitsplätze in Gebäuden

Es wird untersucht, welche möglichen Gefährdungen und Belastungen bei der baulichen Gestaltung von Arbeitsräumen zu berücksichtigen und welche Maßnahmen zu treffen sind, damit diese sicher und barrierefrei benutzt werden können. Sie können alle Planungsalternativen wählen, die die Gefährdungen vermeiden helfen. Im Folgenden finden Sie einige Hinweise zur barrierefreien Gestaltung, die sich bewährt haben.

Hinweise zu allgemeinen Aspekten der sicheren Gestaltung finden sich im gleichen Gliederungspunkt der VBG-Onlineseite "Arbeitsstätten sicher planen und gestalten".

Hinweise zur barrierefreien Gestaltung:

  • In jedem Arbeitsraum ist eine freie Bewegungsfläche von mindestens 1,50 m × 1,50 m vorhanden.
  • Hinter Arbeitstischen ist eine freie Bewegungsfläche von mindestens 1,20 m Tiefe vorhanden, die volle Unterfahrbarkeit gewährleistet.
  • Die Bewegungsfläche steht als Netto-Fläche zur Verfügung, damit die ungestörte Beweglichkeit möglich ist. Der Raum über dieser Fläche ist nicht durch Einbauten, hervorspringende Möbelteile oder bauliche Hindernisse in seiner Funktion eingeschränkt.
  • Sitzarbeitsplätze an Einbauten, technischen Anlagen und Elementen der Ausstattung halten die Mindestmaße für den Beinfreiraum ein, wobei der Beinfreiraum mindestens 0,90 m breit ist.
  • Verkehrswege im Arbeitsraum und Flächen vor Schränken sind mindestens 0,90 m breit. Die Verkehrswege sind möglichst kurz.
  • Einrichtungen wie Fernsprech- und Notrufeinrichtungen sind seitlich oder frontal anfahrbar beziehungsweise voll unterfahrbar. Seitliche Anfahrbarkeit ist bei einer freizuhaltenden Fläche sichergestellt, wenn deren Tiefe 0,90 m beträgt. Frontale Anfahrbarkeit ist sichergestellt, wenn eine Tiefe von mindestens 1,50 m gegeben ist.
  • Arbeitsräume mit mehreren Arbeitsplätzen berücksichtigen die barrierefreie Gestaltung.
  • Tresen, Serviceschalter und Kartenlesegeräte sind 0,85 m hoch und insgesamt barrierefrei gestaltet.
  • Stellteile von Arbeitsmitteln, Anlagen und Einrichtungen sind barrierefrei ausgeführt – zum Beispiel, Schalter, Steckdose, Türgriffe, Griffoliven.
  • Einrichtungen und Arbeitsmittel im Arbeitsraum berücksichtigen die ergonomisch sinnvollen Griffhöhen und Griffbereiche.

Illustration für rollstuhlgerechte Baumaße Barrierefreie Arbeitsstätten – Arbeitsräume

Bedienelemente

  • Das Achsmaß von Greifhöhen und Bedienhöhen beträgt grundsätzlich 0,85 m über der Oberfläche des Fertigfußbodens.
  • Bedienelemente wie Schalter und Bedieneinrichtungen weisen einen seitlichen Abstand zu Wänden beziehungsweise bauseitigen Einrichtungen von mindestens 0,50 m auf.
  • Die Bedienelemente sind kontrastreich, taktil ausgeführt und möglichst selbsterklärend – zum Beispiel durch eine klare Symbolik.

Weiterführende Informationen:

Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV
BGI 5050 "Büroraumplanung"
DIN 4426 "Einrichtungen zur Instandhaltung baulicher Anlagen - Sicherheitstechnische Anforderungen an Arbeitsplätze und Verkehrswege - Planung und Ausführung"
DIN 18040-1 "Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen - Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude"
Fachinfoblatt "Griffhöhen und -bereiche in Arbeitsräumen"
Fachinfoblatt "Bedienelemente"
Fachinfoblatt "Barrierefreie Gestaltung von Tresen, Serviceschaltern und Kartenlesegeräten"

Diese Seite

RSS