Navigation und Service

VBG - Ihre gesetzliche Unfallversicherung (Link zur Startseite)

Bereichsmenu Arbeitsstätten gestalten

Treppen

Faltblatt

Treppen

Faltblatt

Einzelstufen und Rampen

Treppenhaus Barrierefreie Arbeitsstätten – Treppen

Nutzen:

Gut gestaltete Treppen ermöglichen eine sichere und barrierefreie Nutzung und reduzieren Unfälle sowie Störungen.

Bereich: Bewegung in Gebäuden

Es wird untersucht, welche möglichen Gefährdungen und Belastungen auf und an Treppen auftreten und welche Maßnahmen zu treffen sind, damit diese sicher und barrierefrei benutzt werden können. Sie können alle Planungsalternativen wählen, die die Gefährdungen vermeiden helfen. Im Folgenden finden Sie einige Hinweise zur barrierefreien Gestaltung, die sich bewährt haben.

Hinweise zu allgemeinen Aspekten der sicheren Gestaltung finden sich im gleichen Gliederungspunkt der VBG-Onlineseite "Arbeitsstätten sicher planen und gestalten".

Hinweise zur barrierefreien Gestaltung:

  • Treppen sind nicht die einzige vertikale Verbindung. Sie sind zum Beispiel durch Aufzüge ergänzt – siehe Kapitel Aufzüge.
  • Treppen besitzen eine lichte Breite zwischen den Handläufen von 1 m.
  • Für Treppen sind Steigungsmaße sinnvoll, die sich dem physiologisch günstigen Steigungsverhältnis von 15/33 bis 17/29 (Steigung /Auftritt) annähern.
  • Treppen haben gerade Läufe, gewendelte Treppen sind nicht zu empfehlen. Nach höchstens zwölf Steigungen sind Podeste zu empfehlen.
  • Treppen haben Setzstufen. Trittstufen kragen nicht über die Setzstufen vor. Schräge Setzstufen unterschneiden nicht mehr als 0,02 m.
  • Stufen mit sich verändernden Auftritten oder Steigungen sind nicht geeignet.
  • Bei bis zu drei Einzelstufen und Treppen, die frei im Raum beginnen oder enden, besitzt jede Stufe eine Markierung.
    Bild: Treppen haben Setzstufen. Die einzelnen Stufen sind nicht unterschnitten.
  • Die Erkennbarkeit der Treppen ist durch Stufenmarkierung sichergestellt:

    • auf Trittstufen an den Vorderkanten 0,04 m bis 0,05 m breit;
    • auf Setzstufen an der Oberkante und mindestens 0,01 m, vorzugsweise 0,02 m, breit.
  • Die Stufenmarkierungen verfügen über guten Kontrast sowohl gegenüber Tritt- und Setzstufe, als auch gegenüber den jeweils anschließenden Podesten.
  • Tritt- und Setzstufen besitzen die gleiche Leuchtdichte. Setzstufen sollten nicht durchsichtig sein.
  • Treppenan- und -austritt sind durch Aufmerksamkeitsfelder gekennzeichnet – Beginn Antritt: direkt vor der untersten Setzstufe; Beginn Austritt: hinter der obersten Trittstufe.
  • Die Bewegungsfläche vor Treppenaufgängen und -abgängen beträgt mindestens 1,50 m x 1,50 m.
  • Gegenüber von Aufzugtüren sind keine abwärts führenden Treppen angeordnet. Sind sie unvermeidbar, beträgt ihr Abstand mindestens 3,00 m.

Treppen Treppen

Handläufe

  • Die Treppen sind beidseitig mit Handläufen versehen.
  • Die Handläufe an beiden Seiten der Treppen besitzen einen Durchmesser von 0,03 m - 0,045 m. Die Handläufe sind 0,85 m hoch – bezogen auf die Stufenvorderkante. Bei Geländern mit 0,90 m Höhe können die Handläufe auf dem Geländer angebracht werden.
    Bild: Die Handläufe an beiden Seiten der Treppen besitzen einen Durchmesser von 0,03 m - 0,045 m. Die Handläufe sind 0,85 m hoch - bezogen auf die Stufenvorderkante. Bei Geländern mit 0,90 m Höhe können die Handläufe auf dem Geländer angebracht werden.
  • Der innere Handlauf der Treppe ist nicht unterbrochen.
  • Die Handläufe ragen in 0,85 m Höhe waagerecht 0,30 m über den Anfang und das Ende der Treppe hinaus.
  • Der Handlauf besitzt einen lichten seitlichen Abstand von mindestens 0,05 m zur Wand oder zu benachbarten Bauteilen.
  • Die Enden von Handläufen sind so gestaltet, dass man nicht an ihnen hängen bleibt – zum Beispiel gekröpft.

Treppenhaus Barrierefreie Arbeitsstätten – Treppen


Treppenhaus Barrierefreie Arbeitsstätten – Treppen

Weiterführende Informationen:

Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV
BGI 561 "Treppen"
DIN 18065 "Gebäudetreppen - Definitionen, Meßregeln, Hauptmaße"
DIN 18040-1 "Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen - Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude"
Fachinfoblatt "Treppen"
Fachinfoblatt "Einzelstufen und Rampen"

Diese Seite

RSS