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Sonstige Anforderungen an bauliche Einrichtungen

Zoo-Mitarbeiter bei Reinigungsarbeiten

Wildtierhaltung: Futterküchen

So richten Sie Verkehrswege, Lager und andere Bereiche präventiv ein

Veterinär- und Quarantänebereiche

Die Oberflächen in Veterinär- und Quarantänebereichen sollten leicht zu reinigen und desinfizieren und dementsprechend beständig gegen Reinigungs- und Desinfektionsmittel sein. Dies gilt beispielsweise für:

  • Fußböden
  • Arbeitsflächen
  • Oberflächen von Türen und Arbeitsmitteln
  • Oberflächen des Untersuchungstisches

Fußböden sind mit einem rutschhemmenden Bodenbelag zu versehen und stationäre Röntgengeräte müssen in einem allseitig umschlossenen Raum betrieben werden. Verwenden Sie höhenverstellbare Untersuchungstische, um die Untersuchung der Tiere zu erleichtern.

Fußböden und Abläufe

Achten Sie auf rutschhemmende und widerstandsfähige Bodenbeläge, die sicher begehbar und leicht zu reinigen sind. Stolperstellen von mehr als 4 Millimetern – wie etwa Fugen, Kanten, Löcher und Stufen sind zu vermeiden. Ausgleichsstufen müssen für Besucherinnen und Besucher dauerhaft gekennzeichnet werden. Möglichkeiten hierfür sind farbliche Markierung der Trittflächen (schwarz-gelbe Streifen) oder Trittleuchten in der Stufe. Ein leichtes Gefälle des Fußbodens gegen Ablauföffnungen und -rinnen ermöglicht die schnelle Beseitigung von Flüssigkeiten.

Gestalten Sie Ablauföffnungen, Rinnen und ähnliche Vertiefun­gen in Verkehrsbereichen tritt- und kipp­sicher sowie ausreichend belastbar. Stellen Sie zudem sicher, dass diese bodengleich abgedeckt sind. Ablaufrinnen sollten sich möglichst farblich vom übrigen Boden absetzen.

Türen, Tore, Verkehrs- und Fluchtwege

Türen und Tore sollten eine lichte Höhe von mindestens 1,95 Metern, bei neuen Arbeitsstätten von 2,05 Metern haben. Die Breite hängt sowohl von der Anzahl der Personen, die sie nutzen, als auch der Nutzung des Raumes ab. Während bei Türen, die bis zu 20 Personen benutzen, eine Breite von einem Meter genügt, müssen Türen von Räumen mit einem Fassungsvermögen von 400 Personen 2,40 Meter breit sein.

Um Unfälle zu vermeiden, sollten Wege für den Gehverkehr und befahrbare Wege strikt und deutlich sichtbar voneinander getrennt sein. Kennzeichnen Sie alle Fluchtwege mit lang nachleuchten­den oder selbstleuchtenden Hinweisschildern und versichern Sie sich, dass Notausgänge allesamt in Fluchtrichtung aufschlagen.

Lagerbereiche

Verwenden Sie in Lagereinrichtungen nur Regale, die die Last des Lagerguts sicher aufnehmen können. Gefahrstoffe sind stets in speziellen, gekennzeichneten Bereichen und unter den dafür vorgeschriebenen Bedingungen zu lagern. (siehe § 8 der Gefahrstoffverordnung)

Giftige Stoffe und Zubereitungen müssen unter Verschluss und dürfen nicht zusammen mit entzündlichen, selbst-, hoch- und leichtentzündlichen sowie brandfördernden Produkten gelagert werden. Stellen Sie sicher, dass ausschließlich befugte Personen zu ihnen Zugang haben.

Für Futtermittel gelten ebenfalls besondere Lagerbedingungen. Sie dürfen nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt und sollten gut belüftet werden. Bringen Sie zum Schutz des Tierfutters vor Ungeziefer und Schädlingen an allen Lüftungsöffnungen Fliegengitter an und achten Sie darauf, dassKrankheitsüberträger – zum Beispiel Mäuse und Ratten – nicht eindringen können.

Elektrische Anlagen

In feuchten und nassen Räumen wie Bedienungsgängen, Futterküchen, Kühlräumen und Gehe­gen, die den Gehegen vorgelagert sind, muss die Schutzart der elektrischen Anlagen der Norm IP X4 entsprechen. Elektrischen Anlagen dürfen niemals im Einwirkungsbereich der Tiere liegen. Eine Ausnahme bilden Elektrozäune, diese sind hingegen außer Reichweite der Besucherinnen und Besucher zu installieren.

Küchen und Kühlräume

Halten Sie zwischen Arbeitstischen, Maschinen und Geräten den vorgeschriebenen Mindestabstand (Durchgang von mindestens einem Meter Breite) ein. Arbeitsplätze sollten so angeordnet sein, dass sich das Küchenpersonal bei der Arbeit nicht gegenseitig behindert. Als Richtwert gelten mindestens 1,5 m² pro Arbeitsplatz. Zudem sollten in Küchen ausreichend Ablauföffnungen und -rinnen verfügbar sein.

Begehbare Kühlräume mit einer Grundfläche von mehr als 10 m² müssen jederzeit verlassen werden können, auch wenn die Türen von außen abgeschlos­sen sind. Deswegen muss sich mindestens eine Tür des Raumes jederzeit von innen öffnen lassen. Ferner ist zu gewährleisten, dass die Ausgänge der Kühlräume bei abgeschalteter Hauptbeleuchtung aufgefunden werden können. Geben Sie auf der Innenseite der Kühlraumtür gut er­kennbar und leicht verständlich an, wie diese entriegelt wird. 

Fest angebrachte Haken, die sich in einer Höhe von weniger als 2 Metern befinden,  sind durch Abdeckleisten oder ähnliches zu sichern.  In begehbaren Kühlräumen mit Temperaturen unter - 10 °C und einer Grundfläche über 20 m² sollte eine vom allgemeinen Stromnetz unabhängige Notrufeinrichtung vorhanden sein, deren Notruf während der Betriebszeit besetzt ist.

Sozialbereiche

Planen Sie Umkleide-, Wasch- und Pausenräu­me in ausreichender Zahl. Ermöglichen Sie Ihren Beschäftigten, Straßenkleidung getrennt von Arbeitskleidung und der Persönlichen Schutzausrüstung aufzubewahren. Die Wasch- und Umkleideräume sollten aneinandergrenzen und direkt miteinander verbunden sein. Denken Sie daran, für weibliche und männliche Angestellte separate Sanitär- und Umkleideräume bereitzustellen.

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