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Lösungsansätze für mögliche Gefahren bei Gehegeanlagen der Sicherheitsstufe III

Schlattafel für Schieber und Gehegetüren

Routine, Ablenkung, mangelhafte Organisation sowie psychische und andere individuelle Belastungen sind häufig die Ursache für Gefahren, die beim Betrieb von Gehegeanlagen der Sicherheitsstufe III auftreten. Potenzielle Gefährdungen resultieren meist aus:

  • dem Fehlverhalten der Beschäftigten
  • Funktionsmängeln der Sicherheitseinrichtungen
  • einer Unübersichtlichkeit der Gehege (Schleusenbereiche)
  • unklarer Arbeitsorganisation
  • ungünstiger baulicher Gestaltung.

In den folgenden Absätzen nennen wir ein paar Beispiele aus der Praxis und schildern Lösungen, wie sich Gefahren verhindern lassen.

Fahrlässigkeit der Beschäftigten

Hin und wieder kommt es vor, dass Gehegetüren (innere Schleusentüren) vom Tierpflegepersonal geöffnet werden, obwohl äußere Schleusentüren nicht verschlossen sind und umgekehrt. Bei dieser Konstellation können gefährliche und besonders gefährliche Tiere aus dem Gehege entweichen. Um das Risiko eines Ausbruchs erheblich zu senken, installieren Sie beispielsweise selbstschließende Schleusentüren und Zwangsverriegelungen. Die letztgenannte Variante eignet sich ebenfalls dazu, Gehegetüren und Schieber gegenseitig zu verriegeln. Auf diese Weise verhindern Sie, dass Schieber versehentlich geöffnet bleiben.

Funktionsmängeln der Sicherheitseinrichtungen

Bei Sicherheitseinrichtungen können funktionelle Mängel auftreten, die die Gefahr eines direkten Kontakts zwischen Mensch und Tier deutlich erhöhen. So zum Beispiel, wenn

  • Bolzen von Schiebesicherungen nicht vollständig einrasten
  • Schließvorrichtungen nicht zuverlässig arbeiten oder
  • Türen nicht richtig schließen.

Deshalb ist ein besonders wichtig, die Funktionalität der Schließeinrichtungen zu überwachen. Eine technische Lösung für dieses Problem sind selbstschließende Gehege- und Schleusentüren.

Unübersichtlichkeit

Ist eine uneingeschränkte Einsicht in den Schleusenbereich nicht gegeben, werden Tiere leicht übersehen. Dementsprechend dürfen solche Bereiche niemals zugestellt werden und ist auf einen geradlinigen Verlauf des Bedienganges zu achten. Verwenden Sie zum besseren Einblick in die Schleusen Gittertüren als äußere Schleusentüren, um sicherzustellen, dass kein besonders gefährliches Tier in die Schleuse entwichen ist. Nicht einsehbare Bereiche müssen per Videoüberwachung kontrolliert werden.

Unklare Organisation

Vermeiden Sie unklare Absprachen zwischen den schließberechtigten Beschäftigten in einem Revier. Es muss stets klar sein, wer welche Aufgabe wann übernimmt. Eine technische Realisierung von Schließberechtigungen sowie persönliche Sicherung der Schiebersicherungen unterstützen die Verantwortlichen dabei.

Bauliche Gestaltung

Achten Sie immer darauf, dass Gehegeeinfriedungen ein Durchgreifen der Tiere nicht zulassen. Eine probate Lösung hierfür ist die Verwendung engmaschiger Gitter.

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