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Bereichsmenu Tierheime

Fachkundiger Umgang und sicherer Transport

Katzenjunges wird mit einer Milchflasche gefüttert

Tierheim: Reinigungsplan

Mit Tieren verantwortungsvoll arbeiten - so geht's!

So schaffen Sie sichere und gesunde Arbeitsbedingungen

Ein wichtiger Aspekt für gesundes Arbeiten in Tierheimen und Tierpensionen ist die Hygiene. Informieren Sie deshalb Ihr Personal über den fachgerechten Umgang mit Straßen- und Arbeitskleidung und andere notwendige Hygienemaßnahmen (Hygieneplan und Reinigungsplan siehe gelber Kasten). Schaffen Sie geeignete Behältnisse zum Sammeln und Transportieren von spitzen, scharfen und zerbrechlichen Arbeitsmitteln – zum Beispiel Kanülen – an. Diese müssen sowohl bruch- und stichsicher, als auch flüssigkeitsdicht und verschließbar sein. Achten Sie zudem darauf, Behälter für tote Körper stets getrennt von Futtergefäßen aufzubewahren.

Lassen Sie den Gesundheitszustand der Tiere von einer sachkundigen Person regelmäßig kontrollieren. Besteht der Verdacht einer Erkrankung, ist er unverzüglich einer beziehungsweise einem Verantwortlichen zu melden. Ferner muss das betroffene Tier von einer Tierärztin oder einem Tierarzt untersucht werden. Um die Ausbreitung von Krankheitserregern zu vermeiden, reinigen Sie Arbeitsbereiche möglichst täglich, beispielsweise mit einem Flüssigkeitsstrahler.


Faltblatt

Tierheim: Umgang mit Hunden

Faltblatt

Tierheim: Umgang mit Katzen

Tiere fürsorglich behandeln und pflegen

Wer mit Tieren fachkundig umgeht und sie artgerecht pflegt, mindert erheblich das Risiko angegriffen oder verletzt zu werden. Denn Haustiere, die sich in ihrer Umgebung wohl fühlen, stellen für Menschen meist keine Gefahr dar. Deshalb ist es wichtig, dass Tierpflegerinnen und -pfleger sowie all diejenigen, die bei ihrer Tätigkeit direkten Kontakt zu Tieren haben, über Erfahrung im Umgang mit diesen verfügen. Um dies zu gewährleisten, informieren Sie Ihr Personal über die Gefahren bei der Arbeit mit Tieren und weisen Sie sie entsprechend ein. Dazu können Sie die Praxishilfen Umgang mit Hunden und Umgang mit Katzen (siehe rechts) verwenden.

Auch beim Umsetzen und Fixieren von Tieren für Untersuchungen sowie zum Verabreichen von Arzneimitteln, gibt es einiges zu beachten. Machen Sie Ihre Beschäftigten mit den möglichen Gefahren vertraut und unterrichten Sie diese zu fachkundigem Verhalten. Neu aufgenommene Tiere müssen zunächst von einer sachkundigen Person hinsichtlich ihres Gesundheitszustands und Verhaltens beurteilt werden. Tafeln, auf denen die wichtigsten Infos über das jeweilige Tier zu finden sind, haben sich in der Praxis als äußerst nützlich erwiesen. Bringen Sie solche Infotafeln an Zugängen zu Räumen oder Einrichtungen zur Tierhaltung an.

 

Worauf Sie bei der Gruppenhaltung von Hunden achten sollten

Laut Tierschutz-Hundeverordnung ist die Gruppenhaltung von Hunden auch in Tierheimen vorgeschrieben, eine Ausnahme bilden kranke und unverträgliche Hunde. Diese Art der Tierhaltung bringt für Tiere und Menschen einige Vorteile mit, sie

  • normalisiert das Sozialverhalten der Hunde untereinander und gegenüber dem Menschen,
  • senkt den Lärmpegel im Tierheim, da die Tiere nicht bei jedem Geräusch anschlagen,
  • reduziert bei Hunden die Anfälligkeit für Erkrankungen,
  • hat besser sozialisierte Tiere zur Folge, die leichter vermittelt werden können.

Hauptvoraussetzung für die Gruppenhaltung sind räumlich dafür geeignete Anlagen. Zudem muss das Tierheim beziehungsweise die Tierpension mindestens zwei Pflegerinnen oder Pfleger in Vollzeit beschäftigen, die über fundierte Erfahrungen und Kenntnisse des Gruppenverhaltens verfügen. Ein häufiger Personalwechsel ist zu vermeiden.

Doch birgt diese Art der Tierhaltung auch ein paar Gefahren: Tierpflegerinnen und -pfleger sollten sich bewusst darüber sein, dass ranghohe Hunde aufgrund ihrer Dominanz ihnen gegenüber aggressiv werden können. Berücksichtigen Sie bei der Arbeit in einer Hundegruppe stets die Gefahr eines Angriffs. Diese ist für Pfleger beziehungsweise Pflegerinnen am größten, wenn es zwischen Hunden zu Auseinandersetzungen kommt und das Personal eingreifen muss.


Faltblatt

Tierheim: Einfangen und Bergen von Tieren

Tiere sicher und fachgerecht transportieren 

Um bei einem Transport Tier und Mensch nicht zu gefährden, wurden spezielle Schutzmaßnahmen entwickelt. Beschäftigte von Tierheimen haben bei dieser Tätigkeit, die folgenden Regeln zu beachten:

  • Transportieren Sie Tiere nur in Fahrzeugen, bei denen der Fahrgastbereich vom Transportraum – beispielsweise durch ein Drahtgitter – getrennt ist.
  • Während dessen dürfen sich im Laderaum keine scharfen Kanten oder vorstehenden Gegenstände befinden.
  • Tiertransporte im Kofferraum von Pkw sind nicht zulässig.
  • In Fahrzeugen ohne entsprechende Laderäume empfehlen wir die Verwendung von Transportboxen mit einer Rückhalteeinrichtung (Zurrmittel). Diese müssen so beschaffen sein, dass Tiere weder entweichen noch Körperteile durch die Gitter stecken können.
  • Für einen gelegentlichen Transport bekannter Hunde können Sie eine Hundeschutz-Abtrennung verwenden (flexible, reißfeste Bänder in einem Rahmen verspannt). Die Abtrennung wird zwischen Dach und Boden verspannt und mit den vorhandenen Sicherheitsgurten verankert. Außerdem werden auf dem Rücksitz Haltegurte eingebaut, die die Abtrennung zusätzlich absichern. Für bekannte Hunde können auch Hundeanschnallgurte verwendet werden.

Weitere nützliche Infos zum Thema finden Sie im Fachinfoblatt Einfangen und Bergen von Tieren (siehe oben).

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