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Hinweise und Empfehlungen zur Organisation

Tierpflegerin spielt mit einem Hund

Wie Sie Ihren Tierheimbetrieb umsichtig organisieren

Die Verantwortung des Vorstands und der Tierheimleitung

Die Rolle der Unternehmerinnen und Unternehmer nimmt im Tierheim der Vereinsvorstand ein. Dieser trifft Personalentscheidungen, regelt die Finanzen und vertritt das Tierheim gerichtlich und außergerichtlich. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für einen sicheren und gesundheitsgerechten Betrieb des Tierheims. Er hat die Möglichkeit, seine Aufgaben zu delegieren – zum Beispiel durch Übertragung des operativen Geschäfts an die Tierheimleitung oder/und durch eine Pflichtenübertragung im Arbeitsschutz an Beschäftigte. Die grundlegende Verantwortung für das Tierheim trägt der Vereinsvorstand jedoch selbst. Seinen Aufgaben und Pflichten umfassen:

  • die Verantwortung für Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige
  • die fachgerechte Unterbringung, Pflege und Versorgung von Tieren
  • die Gewährleistung angemessener und guter Arbeitsbedingungen
  • die Organisation der Arbeiten
  • die Information und Kommunikation
  • die Zustandskontrolle der Arbeitsplätze, Räume, Anlagen und Gehege
  • die Vergabe von Aufträgen
  • die Notfallvorsorge.

Als Vereinsvorstand oder Tierheimleitung gehört es ebenfalls zu Ihren Pflichten, die gesetzlich vorgeschriebene sicherheitstechnische und betriebsärztliche Betreuung Ihrer Einrichtung sicherzustellen.


Plakat, Aushang, Aufkleber

Tierpflege in Tierheimen und Tierpensionen

Beschäftigte und Hilfskräfte richtig einsetzen

Wer in seinem Tierheim beziehungsweise seiner Tierpension sichere Arbeitsbedingungen und eine fachgerechte Tierpflege und -versorgung sicherstellen möchte, der muss für klare Vorgaben und Zielsetzungen sorgen. Machen Sie sicheres und gesundes Arbeiten und fürsorglichen Umgang mit Tieren zu den Zielen Ihres Tierheims, indem Sie diese Aspekte in der Tierheimordnung festhalten. Verdeutlichen Sie diese Ziele in Gesprächen und Besprechungen mit Ihrem Team. Informieren Sie alle Beschäftigten darüber, welche rechtlichen Bestimmungen in Ihrer Einrichtung gelten. Dazu zählen:

  •  Gesetze und Verordnungen,
  • Technische Regeln zum Arbeitsschutz,
  • Berufsgenossenschaftliche Vorschriften und Regeln.

Um die Aufgaben und Pflichten Ihrer Beschäftigten in punkto Arbeitsschutz klar zu regeln, halten Sie diese stets schriftlich in Arbeitsverträgen und -beschreibungen fest. Diese betreffen auch alle Personen, die unentgeltlich arbeiten und arbeitnehmerähnlich tätig sind. Lassen Sie alle notwendigen Betriebsanweisungen (Muster dazu siehe rechts) erstellen und machen Sie diese Ihrem Team bekannt.

Führen Sie eine Beurteilung der Arbeitsbedingungen durch, mittels der Sie mögliche Gefährdungen und Belastungen ermitteln. Legen Sie anschließend Maßnahmen zu deren Minderung fest und welche Beschäftigten diese durchführen sollen.

Bei der Personaleinsatzplanung sind stets die Aspekte des Gesundheitsschutzes und der Sicherheitstechnik zu berücksichtigen. Beachten Sie insbesondere:

  • Beschäftigte sollten nie alleine Umgang mit problematischen Tieren haben.
  • Auch müssen sie grundsätzlich über die entsprechenden Qualifikationen für die ihnen übertragenen Tätigkeiten verfügen: Beispielsweise im Besitz eines Führerscheins oder eines Gabelstaplerscheins sein.

Gehege dürfen ausschließlich befugten und beauftragten Personen zugänglich sein. Dies trifft auch auf die Quarantänestation zu. Die Anzahl der Beschäftigten in der Quarantänestation ist möglichst gering zu halten (entsprechend dem Ergebnis der Beurteilung der Arbeitsbedingungen). Achten Sie darauf, nur Beschäftigte mit dem Führen von Kraftfahrzeugen zu beauftragen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, körperlich und geistig dafür geeignet sind und ihre Befähigung im Führen von Fahrzeugen nachgewiesen haben.

Sollten Sie Jugendliche oder werdende beziehungsweise stillende Mütter beschäftigen, halten Sie die besonderen Beschäftigungsbeschränkungen ein. So dürfen Flüssigkeitsstrahler von Jugendlichen ab 16 Jahren und nur unter Aufsicht eines Fachkundigen verwendet werden. Werdende und stillende Mütter dürfen weder regelmäßig Lasten von mehr als 5 Kilogramm tragen, noch mit giftigen oder gesundheitsschädlichen Stoffen sowie Krankheitserregern arbeiten.

Setzen Sie temporäre Hilfskräfte gemäß ihren Kompetenzen und Fähigkeiten ein und klären Sie deren Versicherungsschutz. Gassigeher müssen vor dem Antritt ihrer Aufgabe unterwiesen werden.



Geeignete Arbeitsmittel nutzen und Arbeit gesundheitsgerecht gestalten

Wer bei der Beschaffung von Arbeitsmitteln sichergehen möchte, der sollte nur technisch einwandfreie und gekennzeichnete Anlagen, Maschinen und Geräte erwerben. Ein Qualitätsmerkmal dafür sind GS-Kennzeichen sowie DGUV Test-Zeichen.

Stellen Sie Ihren Beschäftigten Persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung:

  • Schutzhandschuhe
  • Schutzschuhe
  • Gummistiefel mit rutschhemmender Sohle
  • Nässeschutzkleidung für Reinigungsarbeiten
  • Wetterschutzkleidung für Arbeiten im Freien

Nutzen Sie zum Einfangen von Tieren nur spezielle und dafür geeignete Arbeitsmittel wie Netze oder Lebendfallen. Stellen Sie außerdem zum Wohl Ihrer Beschäftigten ausreichende Hautschutzmittel bereit.

Tierheim: Hygieneplan

Tierheim: Hygiene im Tierheim

Ein effizienter Hygieneplan trägt entscheidend dazu bei, dass sich unter den Beschäftigten und Tieren in Ihrer Einrichtung Infektionskrankheiten nicht ausbreiten können. Erstellen Sie diesen mittels unseres Musters (siehe rechts) und informieren Sie Ihr Team über dessen Inhalte. Überdies empfehlen wir zur Vermeidung von Infektionskrankheiten, Ihr Personal gegen Wundstarrkrampf (Tetanus), gegebenenfalls Tollwut und durch Zecken übertragbare Erkrankungen (siehe dazu Fachinfoblatt) zu impfen. Dies kann zum Beispiel im Rahmen einer arbeitsmedizinischen Vorsorge geschehen. Eine weitere bewährte Maßnahme zum Schutz Ihrer Angestellten ist die Erstellung und Bekanntmachung eines Hautschutzplans.

Bei der Verbesserung des Arbeitsschutzes in Ihrem Tierheim beziehungsweise in Ihrer Tierpension empfiehlt es sich von den Erfahrungen der Beschäftigten zu profitieren. Denn sie kennen alle Probleme, Schwachstellen, unnötigen Belastungen und Störfälle.

 




Arbeitsmittel und Anlagen prüfen und für Notfälle gerüstet sein

Wenn Sie nachhaltig wirtschaften und kostspielige Reparaturen vermeiden möchten, sollten Sie Maschinen, Anlagen und andere Arbeitsmittel von Fachleuten regelmäßig prüfen und warten lassen. Auch technische Einrichtungen der Räume für Tierhaltung müssen in bestimmten Abständen kontrolliert und instandgehalten werden. Legen Sie die dafür notwendigen Fristen in der Beurteilung der Arbeitsbedingungen fest.

Seien Sie auf Notfälle in Ihrem Tierheim stets vorbereitet, indem Sie die erforderlichen Mittel für Erste Hilfe und Brandschutz bereitstellen. Dazu zählen unter anderem:

  • Erste-Hilfe-Material
  • Sanitätseinrichtungen
  • Feuerlöscher
  • Rettungspläne

Gern stellt Ihnen die VBG zu diesem Zweck Aushänge wie zum Beispiel Verhalten im Brandfall oder Erste Hilfe sowie Infoblätter wie Bissverletzungen durch Säugetiere zur Verfügung (siehe unten).

Bilden Sie eine ausreichende Anzahl von Ersthelfern aus und sorgen Sie für deren Weiterbildung.Auch kleine Wunden müssen sofort fachgerecht versorgt werden, um möglichen Entzündungen vorzubeugen. Stellen Sie die entsprechenden Mittel zur Wundversorgung bereit. Sorgen Sie durch die Erstellung von Evakuierungsplänen für Menschen und Tiere für Notfälle wie beispielsweise Brände oder Hochwasser vor.

Bei der Planung von Veranstaltungen (Tag der offenen Tür, Projektwoche, Sommerfest) in Ihrem Tierheim gilt es, die Sicherheitsbestimmungen für die anstehenden Aktivitäten zu beachten. Umfassende Informationen und Praxishilfen finden Sie auf der VBG-Branchenseite Bühnen und Studios.


Plakat, Aushang, Aufkleber

Erste Hilfe – Plakat – DIN A2

Plakat, Aushang, Aufkleber

Alarmplan – Verhalten im Brandfall – Aushang

Faltblatt

Tierheim: Bissverletzungen durch Säugetiere

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