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Überlastung erhöht das Verletzungsrisiko im Sport

Borussia Dortmunds Mahmoud Dahoud im Ligaspiel gegen den FC Bayern München. (© Simon Hofmann für DFL)

Broschüre

VBG-Sportreport 2019

VBG-Sportreport 2019: Längsschnittbetrachtung drei aufeinanderfolgender Saisons

Anders als in den Ausgaben von 2016, 2017 und 2018 wird im vierten VBG-Sportreport nicht die zurückliegende Saison betrachtet, sondern die drei aufeinanderfolgenden Spielzeiten 2014/15, 2015/16 und 2016/17 ausgewertet. Das Ergebnis ist eine Längsschnittbetrachtung mit relevanten Informationen zur Verteilung von Sportverletzungen sowie zur Ableitung geeigneter, zielführender Präventionsmaßnahmen.

Auswertung von knapp 22.300 Verletzungen

Die Betrachtung von drei Saisons ermöglicht es, auf knapp 22.300 Verletzungen aus den beiden höchsten deutschen Männerligen im Basketball, Eishockey, Fußball und Handball zurückzugreifen. Weltweit gibt es im Profi-Sport nur wenige Studien, die auf größere Fallzahlen zurückgreifen können. Dementsprechend groß ist die Aussagekraft der dargestellten Auswertungen hinsichtlich des Verletzungsgeschehens und der Vorbeugung von Sportverletzungen.

Die zentralen Ergebnisse des VBG-Sportreport 2019 sind:

  • Im Basketball treten die wenigsten Verletzungen pro Spieler und Saison auf (1,92 Verletzungen), im Fußball hingegen mit durchschnittlich 2,66 Verletzungen die meisten.

  • Die durchschnittliche Ausfallzeit pro Verletzung ist mit 11 Tagen im Fußball am niedrigsten und im Handball (27 Tage) am höchsten.

  • Im Laufe einer Saison steht jeder Spieler verletzungsbedingt durchschnittlich mehr als 2 Wochen im Basketball, rund 3 Wochen im Eishockey und knapp einen Monat im Fußball sowie Handball nicht zur Verfügung.

  • Die Belastung hinsichtlich der Gesamtausfalltage (AU-Tage) ist mit durchschnittlich etwa 8.200 Tagen pro Saison im Basketball am geringsten und mit circa 25.900 AU-Tagen im Fußball fast dreimal höher.

  • Überbelastung ist einer der Hauptrisikofaktoren für Verletzungen in allen vier Sportarten. Aus präventiver Sicht ist es daher von übergeordneter Bedeutung, Trainings- und Regenerationsmaßnahmen adäquat abzustimmen.


Grafik zu den Verletzungen durch strukturelle Überlastung in den Sportarten Basketball, Eishockey, Fußball und Handball. VBG



Wie hängen Überlastung, Regenerationsmangel und Verletzungen zusammen?

Der Vergleich einzelner Teams innerhalb derselben Ligen weist über alle Sportarten hinweg eklatante Unterschiede auf. Das lässt die Schlussfolgerung zu, dass eine Reduktion der Verletzungsraten, Ausfalltage und Kosten – auch unter den strapazierenden Rahmenbedingungen des Profisports – möglich ist. Offenbar verfolgen einige Mannschaften bessere Konzepte zur Gesunderhaltung der Spieler als andere.

Die Auswertungen des VBG-Sportreport 2019 legen den Verdacht nahe, dass die individuelle Belastungssteuerung einen wesentlichen Einflussfaktor bei Verletzungen darstellt. Deshalb ist diese Schwerpunktthema der Ausgabe 2019. Der neue Sportreport belegt inwiefern Überlastung beziehungsweise mangelnde Regeneration Risikofaktoren für Verletzungen darstellen können. Zudem zeigt er auf wie die VBG Sportmannschaften bei der Erhebung individueller Beanspruchungszustände und der darauf aufbauenden Belastungssteuerung unterstützt.

Durch innovative Präventions- und Rehabilitationsangebote, möchte die VBG zur Gesunderhaltung der Sportlerinnen und Sportler in Sportunternehmen beitragen. Der VBG-Sportreport hilft sportartspezifische Verletzungsschwerpunkte und Ansätze für zielgerichtete Präventionsmaßnahmen zu identifizieren. Die aktuelle Ausgabe ist ab sofort als PDF und zeitnah auch als Printmedium kostenfrei verfügbar.

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