Pflichtversicherung für Ihre Beschäftigten

Unternehmerhaftplicht abgeben und Beschäftigte schützen – zwei gute Gründe für die Pflichtversicherung. 

Eine Pflicht für alle. Zum Glück. 

Jedes Unternehmen ist gesetzlich dazu verpflichtet, sich beim zuständigen Unfallversicherungsträger anzumelden – auch Ihr Unternehmen. Solch eine Pflichtversicherung bringt allerdings zahlreiche Vorteile mit sich. Denn damit sichern Sie nicht nur die Gesundheit und Rehabilitation Ihrer Beschäftigten, sondern auch Ihre Existenz als Unternehmen. Ein Glücksfall also für Ihre Mitarbeitenden. Und auch für Sie. 

Sicherheit und Schutz vor Schadensansprüchen

Als Unternehmerin oder Unternehmer tragen Sie eine große Verantwortung für Ihre Beschäftigten. Nach Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten Ihrer Mitarbeitenden könnte solch eine Verantwortung schnell zur wirtschaftlichen Belastungsprobe werden. Die Mitgliedschaft bei der VBG entlastet Sie von dieser Haftung. Mit Ihrer Mitgliedschaft sind Sie und Ihr Unternehmen effektiv vor Schadenersatzansprüchen nach Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten durch Ihre Beschäftigten abgesichert

Umfassende Entschädigung und wirtschaftliche Sicherheit

Ihre Beiträge an die VBG ermöglichen eine umfassende Entschädigung bei Körperschäden Ihrer Mitarbeitenden. Damit schützen Sie sich vor den finanziellen Folgen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit. So leistet die Pflichtversicherung der VBG einen wesentlichen Beitrag zur Existenzsicherung Ihres Unternehmens und hilft, den Betriebsfrieden zu wahren. 

Jetzt anmelden und Unternehmensnummer erhalten

Handeln Sie rechtzeitig und melden Sie Ihr Unternehmen umgehend bei der VBG an. Denn Ihre Anmeldung müssen Sie innerhalb einer Woche nach der Eröffnung Ihres Unternehmens oder dem Beginn vorbereitender Tätigkeiten für Ihr Unternehmen erledigen. Diese Pflicht gilt auch als erfüllt, wenn eine Anzeige nach den §§ 14, 55c der Gewerbeordnung binnen einer Woche nach Beginn des Unternehmens gegenüber der zuständigen Stelle erstattet wurde.

Die VBG: Doppelter Schutz

Die VBG ist als gesetzliche Unfallversicherung ein wichtiger Bestandteil der Sozialversicherung in Deutschland. Mit unserer Pflichtversicherung bieten wir Ihnen dabei gleich doppelt Sicherheit – nämlich Ihrem Unternehmen als auch Ihren Mitarbeitenden.

Wichtig: Freiwillige Unternehmerversicherung für Ihre persönliche Absicherung

Für Sie ist wichtig zu wissen: Mit der Pflichtversicherung bei der VBG sind Ihre Beschäftigten abgesichert – Sie als Unternehmerin oder Unternehmer in persona jedoch nicht. Für Ihre eigene Sicherheit bietet Ihnen die VBG daher die Freiwillige Unternehmerversicherung an.

Versicherungsschutz für Beschäftigte

Der Versicherungsschutz für Beschäftigte ist ein wesentlicher Bestandteil der sozialen Absicherung. Wir informieren Sie, wer unter diesen Schutz fällt.

Umfassender Schutz für verschiedene Beschäftigungsarten

Der Versicherungsschutz gilt für eine breite Palette von Beschäftigten, unabhängig von Einkommen, Alter oder Nationalität:

Voll- und Teilzeitbeschäftigte

  • Ob Sie Vollzeit oder Teilzeit arbeiten, Sie sind versichert

Auszubildende

  • Auch während der Ausbildung besteht Versicherungsschutz

Aushilfen und Minijobber

  • Selbst bei geringfügiger Beschäftigung sind Sie abgesichert

Praktikanten

  • Während eines Praktikums besteht ebenfalls Versicherungsschutz.

Der Versicherungsschutz erstreckt sich auch auf beruflich bedingte, zeitlich im Voraus befristete Aufenthalte im Ausland. 

Bezahlte Sportlerinnen und Sportler

  • Bezahlte Sportlerinnen und Sportler

    Geänderte Kriterien für die Feststellung des Unfallversicherungsschutzes ab dem 1. Juli 2024 ab der Spielsaison 2024/2025

    Der Prüfbetrag wird von 12,00 Euro auf 12,82 Euro angehoben.

    Zum Saisonstart 2024/2025 ist der aktuelle Status der bezahlten Sportlerinnen und Sportler festzustellen. Hierfür verschickt die VBG im August die Unterlagen für das planmäßige Statusfeststellungsverfahren. Der Rücksendetermin ist der September.

    Kriterien für die Feststellung des Unfallversicherungsschutzes

    Im Sport erfolgt die Abgrenzung einer unfallversicherten und damit beitragspflichtigen Beschäftigung vom unversicherten Freizeitsport im Rahmen einer Gesamtbetrachtung der für die Sportausübung maßgebenden Umstände. Bei dieser Gesamtschau kommt es für das Vorliegen eines Beschäftigungsverhältnisses darauf an, dass der Sport zu Erwerbszwecken und nicht nur als Freizeithobby betrieben wird. Ein Kriterium hierfür ist das Überschreiten der 250-Euro-Grenze. Ein weiteres Kriterium für die Bejahung des Erwerbszwecks ist, dass die Zahlungen an die Sportlerinnen und Sportler auch einen angemessenen Gegenwert für den zeitlichen Einsatz darstellen, um damit wesentlich zur Sicherung des Lebensunterhaltes beitragen zu können. Dieses Kriterium ist erfüllt, wenn bei einer Betrachtung allein des Zeitaufwands für den Kernbereich der sportlichen Betätigung (Training und Wettkampf) pro Stunde der ab dem 01.07.2024 als angemessen angenommene Entgeltbetrag von 12,82 Euro brutto erreicht wird.

    Der Unfallversicherungsschutz für die Sportausübung außerhalb einer Hauptbeschäftigung setzt ab dem 01.07.2024 voraus, dass Sportlerinnen und Sportler Geld- oder Sachleistungen erhalten, die

    1. individuell („Lohnsteuerkarte“) oder pauschal („Minijob“) der Einkommensteuer und den Sozialversicherungsbeiträgen unterworfen werden und in jedem Monat der Vertragslaufzeit die Grenze von 250 Euro netto überschreiten (netto = ausgezahlte Geldbeträge und erbrachte Sachleistungen)
      und
    2. einen angemessenen Gegenwert für den zeitlichen Einsatz ihrer sportlichen Betätigung darstellen. Hierfür darf der Betrag von 12,82 Euro Brutto je Stunde für den Kernbereich der sportlichen Betätigung (Training und Wettkampf) nicht unterschritten werden. Zu dieser Feststellung wird der monatliche Nettobetrag zuzüglich der ggf. vom Sportler / von der Sportlerin getragenen Einkommensteuer und / oder Sozialversicherungsbeiträge ins Verhältnis zum regelmäßigen monatlichen Zeitaufwand für Training und Wettkampf gesetzt. Hierbei sind jeweils die regulären Spieldauern vom Anpfiff bis zum Abpfiff (inkl. der zum Spiel gehörenden Pausen und Unterbrechungen) sowie die regulären reinen (Mannschafts-) Trainingsdauern (vom Trainingsbeginn bis zum Trainingsende, d.h. Umkleidezeiten, Reisezeiten bei Auswärtsspielen, Besprechungen etc. bleiben unberücksichtigt) zu addieren und der Berechnung zugrunde zu legen. Diese Betrachtung erfolgt grundsätzlich für alle Spieler / Spielerinnen einer Mannschaft einheitlich bezogen auf einen Zeitraum mitten in der laufenden Spielsaison und unabhängig davon, ob der einzelne Sportler / die einzelne Sportlerin tatsächlich teilgenommen hat. Ausnahmsweise, d.h. wenn einzelne Sportlerinnen / Sportler vereinbarungsgemäß vom Rest der Mannschaft abweichende Trainingspflichten haben, ist diese Betrachtung personenindividuell vorzunehmen.

      Der monatliche Zeitaufwand wird mit folgender Formel berechnet:

      Regelmäßiger wöchentlicher Zeitaufwand x 13
      -------------------------------------------------------------------
                                                       3
      Der so ermittelte monatliche Zeitaufwand gilt für die gesamte Saison.

    Für den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz müssen beide unter Ziffer (1) und (2) genannten Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein. Dies gilt für bezahlte Sportlerinnen und Sportler ab 16 Jahren. Bezahlte Sportlerinnen und Sportler unter 16 Jahren sind nicht versichert. *

    Bei den Prüfungen, ob die Grenze von 250 Euro netto im Monat überschritten und die Zahlungen in Höhe von 12,82 Euro brutto je Zeitstunde für die sportliche Betätigung im Kernbereich nicht unterschritten ist, bleiben folgende Leistungen unberücksichtigt:

    • Unregelmäßige Geld- oder Sachleistungen
      z. B. Sieg-, Auflauf-, Leistungs-, Punkt- oder Bleibeprämien, einmalige Zuwendungen

      Achtung! Unregelmäßige Geld- oder Sachleistungen, auch wenn diese der Einkommensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen unterworfen wurden, bleiben nur bei der Klärung der Frage, ob überhaupt Unfallversicherungsschutz besteht, unberücksichtigt (250-Euro-Grenze). Besteht Unfallversicherungsschutz (weil die unter (1) und (2) genannten Voraussetzungen erfüllt sind), müssen unregelmäßige Geld- oder Sachleistungen zusätzlich zu den regelmäßigen Geld- oder Sachleistungen im Entgeltnachweis angegeben werden.
    • Erstattungen von durch Belege nachgewiesenen tatsächlichen Auslagen für das Sportunternehmen/den Sportverein
      z. B. für Fahrkarten, Sportgeräte, Reinigung der vom Sportunternehmen/-verein zur Verfügung gestellten Sportbekleidung.
    • Alle Geld- oder Sachleistungen, die kein beitrags- und nachweispflichtiges Arbeitsentgelt in der gesetzlichen Unfallversicherung sind, selbst wenn sie regelmäßig gezahlt werden z. B. Fahrtkostenzuschüsse, Mahlzeiten, Getränke.

    Sie finden eine Auflistung der beitrags- und nachweispflichtigen Entgelte in der gesetzlichen Unfallversicherung im Arbeitsentgeltkatalog der DGUV.

    Bei Amateur- und Vertragssportlern/-innen, die die unter (1) und (2) genannten Voraussetzungen nicht erfüllen, stellt die Sportausübung eine unversicherte Freizeitbetätigung dar.

    Mehrfachbeschäftigung von bezahlten Sportlerinnen und Sportlern in einem anderen Mitgliedstaat der EU, EWR-Staat (Island, Liechtenstein, Norwegen) sowie der Schweiz

    Sofern Sportlerinnen und Sportler gewöhnlich in mehreren Mitgliedstaaten erwerbstätig (beschäftigt und/oder selbstständig) sind, gelten für diese einheitlich die Rechtsvorschriften nur eines Mitgliedstaates. Welche Rechtsvorschriften dies sind, bestimmt sich anhand der Regelungen des Artikels 13 der Verordnung (EG) 883/2004.

    Für die Feststellung der anwendbaren Rechtsvorschriften ist jeweils der Mitgliedstaat zuständig, in dem die Sportlerinnen und Sportler ihren Wohnsitz haben. Die Sportlerinnen und Sportler müssen hierüber den zuständigen Träger ihres Wohnstaats informieren. Dieser wird dann die Festlegung der anwendbaren Rechtsvorschriften über soziale Sicherheit vornehmen, die für alle Zweige der Sozialversicherung gilt.

    Sollten für Sie solche Sportlerinnen und Sportler tätig sein, die in mehreren Mitgliedstaaten erwerbstätig sind, müssen Sie in Bezug auf die Meldepflichten (§ 28a SGB IV) und den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz unbedingt klären, ob das deutsche Sozialversicherungsrecht Anwendung findet. Bitte teilen Sie uns die Entscheidung der zuständigen Stelle mit.

    Für Sportlerinnen und Sportler mit Wohnsitz in Deutschland, die eine weitere Erwerbstätigkeit in einem anderen Mitgliedstaat ausüben, ist die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland – DVKA – die zuständige Stelle.

    Beispiel:
    Sportler A hat seinen Wohnsitz in Frankreich, übt dort seine Hauptbeschäftigung als Ingenieur aus. Daneben spielt er noch Fußball für den Verein X in Deutschland gegen Entgelt. In diesem Fall findet das französische Sozialversicherungsrecht Anwendung. Der Verein hat für den Sportler in Frankreich Sozialversicherungsbeiträge abzuführen. Im Versicherungsfall besteht bei der VBG kein Versicherungsschutz.

    * Für Sportlerinnen und Sportler unter 16 Jahren stellt die Sportausübung stets eine unversicherte Freizeitbetätigung dar, da eine Beschäftigung im Sport aus Gründen des Jugendarbeitsschutzes nicht in Betracht kommt.

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