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Bereichsmenu Arbeitsstätten gestalten

5.3 Baulicher Brandschutz

Nutzen:

Das Gebäude ist so gestaltet, dass die Brandentstehung und die Ausbreitung von Bränden durch technische und bauliche Maßnahmen verhindert werden kann.

Bereich: Allgemeine bauliche Aspekte

Es wird untersucht, welche möglichen Gefährdungen durch Brand auftreten und welche baulichen Maßnahmen zu treffen sind, damit diese vermieden werden können. Sie können auch Planungsalternativen wählen, die die Gefährdungen vermeiden helfen.

Im Folgenden finden Sie einige Hinweise zur Gestaltung, die sich bewährt haben.

Hinweise zur Gestaltung:

Der bauliche Brandschutz entspricht den Vorgaben des Landesbaurechtes und gegebenenfalls den Vorgaben der Sachversicherungen.

Baulich-technische Brandschutzmaßnahmen - Beispiele

Illustration zu baulichem Brandschutz Arbeitsstätten planen – Baulicher Brandschutz

 Überschrift
FWände, Decken, Gebäudestützen und –unterzüge, Treppen
TTüren und Klappen
GBrandschutzverglasung oder Fensterelement
LLüftungskanal und –leitungen
EElektroinstallationskanal oder Installationsleitungen mit zugelassenem Normtragsystem z.B. Elektroleitung auf Kabelpritsche (Brandbeanspruchung von Außen nach Innen, mit zwingendem Funktionserhalt
IElektroinstallationskanal für Installationsleitungen (Brandbeanspruchung von Innen nach Außen, kein zwingender Funktionserhalt
KAbsperrvorrichtungen in Lüftungsleitungen
RRohrabschottung, Rohrdurchführung
SSchott, Kabelbrandschott
WNichttragende Außenwände

  • Bauliche und technische Brandschutzmaßnahmen im Gebäude sind umgesetzt:

    • Baulicher Brandschutz - zum Beispiel durch Auswahl der Baustoffe, Unterteilung größerer baulicher Anlagen in Brandabschnitte (feuerbeständige Wände, Brandwände,... )
    • Technischer Brandschutz - zum Beispiel durch Sicherstellung von Rauch- und Wärmeabzug, Installierung ortsfester Feuerlöschanlagen, Bereithalten von Fluchtwegen und Notausgängen
  • Rettungswege und Notausgänge sind geplant.
    siehe Kapitel 1.7 "Fluchtwege - Notausgänge"
  • Geeignete technische Maßnahmen zur Alarmierung von Personen sind z. B.:

    • Brandmeldeanlagen mit Sprachalarmanlagen (SAA) oder akustische Signalgeber (z. B. Hupen, Sirenen),
    • Hausalarmanlagen,
    • Elektroakustische Notfallwarnsysteme (ENS),
    • Optische Alarmierungsmittel,
    • Telefonanlagen.
  • Bei Gebäuden mit einer Grundfläche > als 400 m² können bis zu einem Drittel der erforderlichen Löschmitteleinheiten durch Wandhydranten ersetzt werden. Hierbei werden einem Wandhydranten 27 Löschmitteleinheiten zugeordnet.
  • Unvermeidbare Öffnungen in Brandabschnittswänden - zum Beispiel Türöffnungen - sind mit selbstschließenden Feuerschutztüren, Lüftungskanäle mit automatisch schließenden Feuerschutzklappen versehen.
  • Rohr- und Kabeldurchführungen sind mit zugelassenen Materialien fachgerecht verschlossen.

Weiterführende Informationen:

ASR A2.2 "Maßnahmen gegen Brände"
BGI 560 "Arbeitssicherheit durch vorbeugenden Brandschutz"
DIN 18 230-1 "Baulicher Brandschutz im Industriebau"
DIN 4102 1-9 "Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen"
DIN EN 13501 1-2 "Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten"
VdS-Richtlinien

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