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3.11 Garage

Check für Bauherren Garage

Faltblatt

Pkw-Stellplatz-Flächen

Autos in Tiefgarage Arbeitsstätten planen – Garage © VBG

Nutzen:

Die Garage ist so gestaltet, dass ein gefahrloses Abstellen der Fahrzeuge und Benutzen der Verkehrswege möglich ist.

Bereich: Funktionsbereiche in Gebäuden

Es wird untersucht, welche möglichen Gefährdungen an und in der Garage auftreten und welche Maßnahmen zu treffen sind, damit diese sicher benutzt werden kann. Sie können auch Planungsalternativen wählen, die die Gefährdungen vermeiden helfen.

Im Folgenden finden Sie einige Hinweise zur Gestaltung, die sich bewährt haben.

Hinweise zur Gestaltung:

Die spezifischen baurechtlichen Vorgaben für Garagen sind zu beachten.

Die landesspezifischen Regelungen können von den hier aufgelisteten Werten abweichen. Daher muss die jeweilige landesspezifische GarVO zu Rate gezogen werden.

  • Die Anzahl und die Anforderungen an Pkw-Stellplatz-Flächen sind ermittelt. Forderungen aus den örtlichen Bauvorschriften sind berücksichtigt.
  • Zufahrten zu Parkflächen und Tiefgaragen sind beleuchtet.
  • Die Gehwege sind von der Fahrbahn getrennt - zum Beispiel erhöht. Im Bereich von Rampen sind Gehwege für Fußgänger ausreichend breit - zu empfehlen sind mindestens 0,75 m.

    Getrennte Führung von Fußweg und Fahrbahn

    Ausfahrt einer Tiefgarage Arbeitsstätten planen – Garage © VBG

  • Fußböden in der Garage sind rutschhemmend ausgeführt - auch an Zu- und Abfahrtsbereiche denken - ohne Witterungseinfluss Rutschhemmungs-Bewertungsgruppe R 10, mit Witterungseinfluss R 11 oder R 10 V 4.
  • Zwischen der Garage und öffentlichen Verkehrsflächen sind Zu- und Abfahrten entsprechend der örtlichen Bauvorschriften zu planen - zu empfehlen sind Längen von mindestens 5,00 m.
  • Einstellplätze, Verkehrsflächen, Treppenräume und allgemein zugängliche Flächen von der Garage sind so zu kennzeichnen, dass sich jeder Benutzer gefahrlos orientieren kann, auch wenn er mit der Anlage nicht vertraut ist - zum Beispiel Farbsysteme, Leuchtzeichen.
  • In einer Großgarage sind die zu den notwendigen Treppen oder zu den Ausgängen ins Freie führenden Wege auf dem Fußboden durch dauerhafte und leicht erkennbare Markierungen sowie an den Wänden durch beleuchtete oder hinterleuchtete Hinweise gekennzeichnet.
  • Eine Mittel- und Großgarage besitzt in jedem Geschoss mindestens zwei voneinander unabhängige Fluchtwege. Flucht- und Rettungswege sind langnachleuchtend gekennzeichnet.
  • Zwischen der Garage und nicht zur Garage gehörenden Räumen mit erhöhter Brandlast sind Trennwände angeordnet. Eine geschlossene Großgarage ist mindestens durch Wände der Feuerwiderstandsklasse F 30 und aus nichtbrennbaren Baustoffen (F 30-A) in Rauchabschnitte unterteilt.
  • Für das Abfließen von Schmelz- oder Regenwasser sind ausreichend dimensionierte Entwässerungssysteme vorgesehen.
  • In einer Mittel- und Großgarage ist eine Beleuchtung vorhanden - Beleuchtungsstärke während der Betriebszeit mindestens 20 Lux, ansonsten ständig mindestens 1 Lux.
  • In einer geschlossenen Großgarage, ausgenommen einer eingeschossigen Großgarage mit festem Benutzerkreis, ist zur Beleuchtung der Rettungswege eine Sicherheitsbeleuchtung vorhanden.
  • Eine geschlossene Mittel- und Großgarage hat maschinelle Abluftanlagen und so dimensionierte Zuluftöffnungen, dass alle Bereiche der Garage ausreichend belüftet sind. Für eine geschlossene Mittel- und Großgarage mit geringem Zu- und Abgangsverkehr genügt eine natürliche Lüftung durch Lüftungsöffnungen oder über Lüftungsschächte.
  • Eine geschlossene Großgarage mit nicht nur geringem Zu- und Abgangsverkehr hat eine CO-Anlage zur Messung und Warnung (CO-Warnanlagen). Die CO-Warnanlage ist so beschaffen, dass die Garagenbenutzer bei einem CO-Gehalt der Luft von mehr als 250 ppm über Lautsprecher oder durch Blinkzeichen dazu aufgefordert werden, die Motoren abzustellen. Während dieses Zeitraumes sind die Garagenausfahrten ständig offengehalten. Die CO-Warnanlage ist an einen Netz-Ersatzstrom angeschlossen.

    Warnanlage für Vergiftungsgefahr

    Schild in Tiefgarage "Vergiftungsgefahr - Motor abstellen" Arbeitsstätten planen – Garage © VBG

  • Eine Großgarage hat Brandmeldeanlagen. Bei einer offenen Großgarage genügt ein in unmittelbarer Nähe erreichbarer Fernsprechhauptanschluss.
  • Eine unterirdische Mittel- und Großgarage verfügt in allen Geschossen in der Nähe jedes Treppenraumes einer notwendigen Treppe über Wandhydranten an einer nassen Steigleitung.
  • Eine unterirdische Großgarage hat in allen Geschossen selbsttätige Feuerlöschanlagen mit über den Einstellplätzen verteilten Sprühdüsen, wenn das Gebäude nicht allein der Garagennutzung dient.

Weiterführende Informationen:

Verordnung über den Bau und Betrieb von Garagen - Garagenverordnung - GarVO
ASR A1.3 "Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung"
BGR 181 "Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit" Rutschgefahr
DIN V VDE 0108 Teil 100 "Sicherheitsbeleuchtungsanlagen"

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