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3.10 Umkleideraum

Check für Bauherren Umkleideraum

Garderobehaken in einem Umkleideraum Arbeitsstätten planen – Umkleideraum

Nutzen:

Umkleideräume ermöglichen Beschäftigten, Kleidung sicher und hygienisch wechseln und aufbewahren zu können.

Bereich: Funktionsbereiche in Gebäuden

Es wird untersucht, welche möglichen Gefährdungen in Umkleideräumen auftreten und welche Maßnahmen zu treffen sind, damit diese sicher benutzt werden können. Sie können auch Planungsalternativen wählen, die die Gefährdungen vermeiden helfen.

Im Folgenden finden Sie einige Hinweise zur Gestaltung, die sich bewährt haben.

Hinweise zur Gestaltung:

Allgemeine Hinweise zu Umkleideräumen

  • Umkleideräume sind getrennt nach Geschlecht eingerichtet oder die Nutzung ist getrennt möglich - zum Beispiel abschließbare Tür.
  • Bei neu geplanten Arbeitsstätten unterschreitet die lichte Höhe von Umkleideräumen nicht die Höhe von 2,50 m.
  • Bei Spiegelbeleuchtung soll die vertikale Mindestbeleuchtungsstärke 500 lx betragen.
  • Für weibliche und männliche Beschäftigte sind getrennte Sanitärräume eingerichtet.
  • In Betrieben mit bis zu neun Beschäftigten kann auf getrennt eingerichtete Toiletten-, Wasch- und Umkleideräume für weibliche und männliche Beschäftigte verzichtet werden, wenn eine zeitlich getrennte Nutzung sichergestellt ist. Dabei ist ein unmittelbarer Zugang zwischen Wasch- und Umkleideräumen erforderlich.
  • In Betrieben mit bis zu fünf Beschäftigten ist eine Kombination von Toiletten-, Wasch- und Umkleideräumen bei einer zeitlich nach Geschlecht getrennten Nutzung durch weibliche und männliche Beschäftigte möglich, sofern eine wirksame Lüftung gewährleistet ist.
  • Auf Sanitärräume wird deutlich sichtbar hingewiesen.
  • Vorhandene Bodeneinläufe sind mit einem Geruchsverschluss ausgestattet.
  • Vor den Umkleideräumen ist erforderlichenfalls - zum Beispiel bei stark schmutzender Tätigkeit - eine geeignete Einrichtung zur Reinigung des Schuhwerkes - zum Beispiel Gitterroste, Fußmatten, Schuhreinigungsanlagen - vorhanden.
  • Es ist untersucht, welche Anforderungen die Umkleideräume erfüllen müssen. Anzahl und Ausführung ermöglichen den Beschäftigten ein angemessenes Umkleiden - entsprechend der Anzahl gleichzeitiger Benutzer.
  • Nutzen mehrere Beschäftigte die Umkleideräume gleichzeitig, muss für jeden Beschäftigten eine Bewegungsfläche von 0,5 m2 im Raum vorhanden sein. Zusätzlich sind Verkehrswege zu berücksichtigen.
  • Umkleideräume besitzen je vier Beschäftigte mindestens eine Sitzgelegenheit.
  • In Umkleideräumen sind Abfallbehälter, Spiegel und Kleiderablagen bereitgestellt.
  • Die Fenster sind so angeordnet oder beschaffen, dass eine Einsicht von außen in den Raum nicht möglich ist.
  • Werden Schränke bereitgestellt, wird ein Mindestmaß von 0,30 m x 0,50 m x 1,80 m (B x T x H) eingehalten.

    Schränke in Umkleideräumen

    Illustration mit Spinden im Umkleideraum Arbeitsstätten planen – Umkleideraum Getrennte Anordnung von Straßen- und Arbeitskleidung

  • Umkleideräume sind ausreichend belüftet - zum Beispiel Querschnitt der Lüftungsöffnungen pro m2 Grundfläche bei einseitiger Fensterlüftung 0,02 m2 - bei Querlüftung 0,012 m2 pro m2 Grundfläche. Bei technischer Lüftung beträgt der Abluftvolumenstrom mindestens 11 m3/(h m2).
  • Sanitär- und Umkleideräume sind in direktem räumlichen Zusammenhang angelegt und leicht zugänglich.
  • Wenn die Umkleideräume für eine gleichzeitige Benutzung durch mehr als 100 Beschäftigte bestimmt sind, sind die Ein- und Ausgänge getrennt.
  • Die Entfernung zwischen einem Umkleideraum und den Hitzearbeitsplätzen soll nach Möglichkeit 100 m nicht überschreiten.

Weiterführende Informationen:

Arbeitsstätten-Richtlinie - ASR 34/1-5 "Umkleideräume" (zurückgezogen; Stand der Technik)

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