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Bereichsmenu Arbeitsstätten gestalten

2.7 Besprechungs- und Seminarräume

Check für Bauherren
Besprechungs-/Seminarräume

Kollegen im Besprechungsraum Arbeitsstätten planen – Besprechungs- und Seminarräume

Nutzen:

Die Besprechungs- und Seminarräume bieten eine funktionelle technische Ausstattung und schaffen eine lernförderliche und kommunikative Atmosphäre.

Bereich: Arbeitsplätze in Gebäuden

Es wird untersucht, welche möglichen Gefährdungen und Belastungen bei der Benutzung von Besprechungs- und Seminarräumen auftreten und welche Maßnahmen zu treffen sind, damit diese sicher benutzt werden können. Sie können auch Planungsalternativen wählen, die die Gefährdungen und Belastungen vermeiden helfen.

Im Folgenden finden Sie einige Hinweise zur Gestaltung, die sich bewährt haben.

Weitere Aspekte der Planung von Besprechungs- und Seminarräumen entnehmen Sie bitte auch den anderen Kapiteln 2.1 "Arbeitsräume" bis 2.6 "Lärm/Akustik" dieses Leitfadens. Im Folgenden sind nur zusätzliche Hinweise zur Gestaltung von Besprechungs- und Seminarräumen aufgeführt.

Hinweise zur Gestaltung:

  • Die Besprechungs- und Seminarräume haben ausreichende Grundflächen und Höhen. Dabei sind unter anderem berücksichtigt

    • die Anzahl der Nutzer im Raum,
    • die Art der Kommunikations- und Bildungsprozesse,
    • die Verkehrswege,
    • die benötigten Lagerflächen und Stauräume,
    • die Arbeitsmittel und anderen Hilfsmittel zur Kommunikation.
  • Besprechungs- und Seminarräume sollten

    • gut klimatisierbar sein - Heizungs- und Lüftungsmöglichkeit,
    • ruhig sein - keine Verkehrs-, Gebläse- oder Maschinengeräusche,
    • ausreichend beleuchtet und dimmbar sein - Beamer,
    • Verdunklungsmöglichkeit besitzen - für Video, Film.
  • In der Nähe von Besprechungs- und Seminarräumen sollen Toiletten vorhanden sein.
  • Für Besprechungs- und Seminarräume sollten Stellflächen und Orte für Kommunikationsmittel wie Flipchart/Tafel, Pinwand, Beamer, PC/Laptop sowie Projektionsflächen eingeplant werden.
  • Die Elektroinstallation ist so geplant, dass alle Teilnehmer der Besprechung/des Seminars und alle Kommunikationsmedien im Raum so mit elektrischem Strom versorgt werden können, dass die Arbeitsabläufe und der Verkehr nicht gestört werden - zum Beispiel Fensterbankkanäle beziehungsweise Unterflurelektroinstallation mit Elektranten.
  • Es sind genügend Anschlüsse für EDV-Netzwerke und Internet vorhanden.

    Seminarraum

    Leerer Sitzungsraum Arbeitsstätten planen – Besprechungs- und Seminarräume Seminarräume für die fachpraktische Ausbildung

  • Seminarräume für die fachpraktische Ausbildung Checkliste "Räume für Fachausbildung"
  • Bei der Konzeption von Räumen für die fachpraktische Aus- und Weiterbildung werden Gefährdungen für die Teilnehmer/Auszubildenden und Ausbilder vermieden - zum Beispiel Anordnung der Ausbildungsplätze, Lärmbereiche getrennt von anderen Bereichen eingerichtet, schützende Abschirmungen, Art der Beleuchtung, Fußböden.
  • Elektrische Anlagen in Räumen für die fachpraktische Ausbildung sind nach den für diesen Bereich geltenden elektrotechnischen Regeln errichtet (DIN VDE 0100-723). Elektrische Anlagen in Räumen, in denen Holzstaub oder Lackstaub anfällt, sind staubgeschützt (Schutzart IP 54) ausgeführt. - siehe BGI 739 "Holzstaub - Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz beim Erfassen, Absaugen und Lagern"; BGI 740 "Lackierräume und -einrichtungen für flüssige Beschichtungsstoffe - Bauliche Einrichtungen, Brand- und Explosionsschutz, Betrieb".
  • Gasversorgungsanlagen in Räumen für die fachpraktische Ausbildung sind nach dem für diesen Bereich geltenden allgemein anerkannten Regeln der Technik errichtet - zum Beispiel BGI 702 "Mechanische Werkstätten", BGI 554 "Gasschweißen", TRGI Technische Regeln für Gasinstallationen - DVGW - Arbeitsblatt G 600.
  • Druckluftanlagen in Räumen für die fachpraktische Ausbildung sind nach dem für diesen Bereich geltenden allgemein anerkannten Regeln der Technik errichtet.
  • Versorgungsleitungen für Gas und Elektrizität an Einrichtungsgegenständen sind gegen Abreißen gesichert - zum Beispiel fest mit dem Boden beziehungsweise der Wand verbunden.
  • Fußböden von Räumen für die fachpraktische Ausbildung, in denen mit Gefahrstoffen umgegangen wird, sind flüssigkeitsundurchlässig, fugendicht und den jeweils anfallenden aggressiven Stoffen gegenüber beständig.
  • Fußböden von Räumen für die fachpraktische Ausbildung, in denen Staub entstehen kann - zum Beispiel Holzstaub, bestehen aus unversiegeltem Industrieparkett (Holzpflaster) oder unversiegelten Estrichen (GUV-V S1 "Schulen").
  • Es ist darauf zu achten, dass bei Überschreitung bestimmter Personenzahlen die Anforderungen aus den Versammlungsstättenverordnungen der jeweiligen Bundesländer zu berücksichtigen sind.

Weiterführende Informationen:

Muster-Versammlungsstättenverordnung – MVStättV
BGI 5038 "Bildungsstätten - sicher, gesund und erfolgreich"
DIN VDE 0100-723 "Unterrichtsräume mit Experimentiereinrichtungen"
GUV-V S1 "Schulen"

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