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Bereichsmenu Arbeitsstätten gestalten

2.6 Lärm/Akustik

Check für Bauherren Lärm/Akustik

Schalldämmungsmaßnehmen im Büro Arbeitsstätten planen –Lärm/Akustik © VBG

Nutzen:

Durch Lärm bei der Arbeit können Konzentration und Sprachverständigung beeinträchtigt werden. Lärm kann zu psychischen Fehlbeanspruchungen sowie zur Zunahme der Fehlerhäufigkeit führen. Deswegen sollten bei der Gestaltung der Räume die Lärmeinwirkungen bei der Arbeit berücksichtigt werden.

Bereich: Arbeitsplätze in Gebäuden

Es wird untersucht, welche möglichen Lärmbelastungen auftreten und welche Maßnahmen zu treffen sind, damit keine Gesundheitsgefahren durch Lärmeinwirkungen entstehen. Sie können auch Planungsalternativen wählen, die die Gefährdungen vermeiden helfen.

Im Folgenden finden Sie einige Hinweise zur Gestaltung, die sich bewährt haben.

Hinweise zur Gestaltung:

  • Arbeitsräume sind so gestaltet, dass die Schallausbreitung nach den in der Praxis bewährten Regeln der Lärmminderungstechnik vermindert wird. Beeinträchtigungen werden vor allem durch den Arbeitsbetrieb und/oder durch äußere Einwirkungen erzeugt. Bei der Planung und Sanierung können auch bauliche Schutzmaßnahmen sinnvoll sein wie:

    • Schalldämmung von Fenstern
    • Luftschalldämmung - zum Beispiel durch schallabsorbierend ausgeführte Decken, Wände und Türen, Anschlüsse der flankierende Bauteile
    • Schwingungsisolierende Befestigung von Armaturen, Rohrleitungen und Bauteilen - zum Beispiel Auflager von Treppen
    • Trittschallschutz
    • Lärmarme Anlagen - zum Beispiel lärmarme Brenner/Kessel-Kombinationen, geräuscharme Bürotechnik
    • Möbel mit schallabsorbierenden Oberflächen und Bauteilen
    • Spezielle Schallabsorptionskörper

      Spezielle Schallschutzmaßnahmen - Beispiele

      Schallabsorptionskörper im Büro Arbeitsstätten planen – Lärm/Akustik Schallabsorptionskörper © VBG

      Schallabsorbierende Wand im Büro Arbeitsstätten planen – Lärm/Akustik Schallabsorbierend ausgeführte Wand © VBG

  • In Arbeitsstätten wird der Lärmexpositionspegel so niedrig gehalten, wie es nach Art des Betriebes möglich ist. Die folgenden Werte für den Lärmexpositionspegel haben sich bei unterschiedlichen Tätigkeiten bewährt:

    • Bei überwiegend geistigen Tätigkeiten 55 dB(A)
    • Bei einfachen oder überwiegend mechanisierten Bürotätigkeiten und vergleichbaren Tätigkeiten 70 dB(A)
    • In Pausen-, Bereitschafts-, Liege- und Sanitätsräumen 55 dB(A)
  • Für Arbeitsräume empfiehlt sich eine angemessene Nachhallzeit (0,6 bis 0,8 Sekunden). Dies ist zum Beispiel durch die Auswahl der Baustoffe und die Art der Oberflächen zu erreichen. Diese Empfehlung gilt vor allem für Arbeitsräume, in denen viel kommuniziert wird, wie Call Center oder Seminar-/Schulungssräume.

    Empfehlung für Nachhallzeit

    Lautstärke-Diagramm mit Lärmquellen wie Sprache und Musik Arbeitsstätten planen – Lärm/Akustik nach: DIN 18 041

  • Wenn in Arbeitsräumen Lärmbereiche vorhanden sind - Lärmexpositionspegel ? 85 dB (A) - sind besondere Anforderungen an die Lärmdämpfung durch Türen, Wände und Fenster zu anderen Räumen zu berücksichtigen - zum Beispiel schalldämmende Türen.

Weiterführende Informationen:

Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV
BGI 773 " Call Center - Hilfen für Planung und Einrichtung"
DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau"
DIN 18 041 "Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen"
Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm - TA Lärm

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