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Fleischkonsum und Sport

Fleisch enthält wichtige Nährstoffe wie Omega 3-Fettsäuren, Eisen, Zink, Vitamin B1, B2, B3, B6, B12 und Selen. © Imago Images:  The Picture Pantry

Das solltet ihr über den Verzehr wissen

In diesem Artikel wollen wir uns mit dem Thema Fleisch beschäftigen. Dabei erörtern wir die folgenden Fragen: Ist Fleisch gesund oder ungesund? Wie häufig darf Fleisch auf unseren Teller kommen? Oder solltet ihr möglicherweise ganz darauf verzichten? Wir klären euch auf.

Bei Fleisch gilt: weniger ist mehr

Kein Lebensmittel wird derzeit kontroverser diskutiert als Fleisch. Für die einen ist es aus dem Tagesplan kaum wegzudenken, andere wiederum verzichten, meist aus ethischen Gründen, komplett darauf. Aber was ist nun richtig? Im Grunde gibt es bei dieser Frage kein Richtig oder Falsch, denn Fleisch liefert wichtige Nährstoffe wie Omega 3-Fettsäuren, Eisen, Zink, Vitamin B1, B2, B3, B6, B12, Selen und Alpha-Liponsäure. Wer also ganz darauf verzichtet, muss entsprechende Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Auf der anderen Seite wird der übermäßige Verzehr mit Krankheiten, wie zum Beispiel Gicht, Rheuma und bestimmten Krebsarten in Verbindung gebracht. Wer Fleisch isst, sollte also auf die Menge und Sorte achten.


Die Vor- und Nachteile für Athleten

Ausdauersportler konsumieren im Vergleich zu deutschen Durchschnittsbevölkerung weniger Fleisch. Der Grund dafür ist ihre fettarme und kohlenhydratbetonte Ernährung. Fleisch dagegen besteht ausschließlich aus Eiweiß und Fett.

Je nach Fleischart variiert der Fettgehalt von nahezu fettfrei bis zu 60 Prozent. Als Mahlzeit vor dem Sport ist Fleisch ungeeignet, da es lange im Magen verweilt, ein Völlegefühl verursacht und zur Einschränkung der Atmungstiefe und zu Müdigkeit führt. Dafür eignet es sich besonders gut als Eiweißquelle nach dem Sport: Das liegt am hohen Eiweißgehalt und der hohen Eiweißwertigkeit. Diese besagt, wie sehr das Eiweiß dem menschlichen Muskeleiweiß ähnelt und kann durch eine Kombination aus tierischen und pflanzlichen Eiweißen sogar gesteigert werden. 


Wie viel Fleisch wird empfohlen?

Der durchschnittliche Deutsche isst circa 60 Kilogramm Fleisch im Jahr. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt dagegen maximal 600 Gramm pro Woche, was einem Jahresverzehr von rund 31 Kilogramm entspricht. Fleisch sollte ein bis zweimal pro Woche verzehrt werden, dabei kommt es auf die Wertigkeit des Fleischs an. Helles Fleisch wie Hähnchen oder Pute ist bekömmlicher, kalorienarmer und fettarmer als rotes Fleisch. Der Fettgehalt im Flaisch hängt von der Ernährung der Tiere ab. Wild, das sich von Pflanzen ernährt, hat einen geringeren Fettgehalt. Masttiere, die spezielles, nicht typisches Futter bekommen, haben mehr Fett im Körper. Dies solltet ihr bei der Wahl des Fleisches berücksichtigen. 


Fleisch ist nicht pauschal als schlecht zu bewerten, wichtig ist die Menge und welche Sorte ihr zu euch nehmt. Dabei spielen die Herkunft, Herstellung und Haltung der Tiere eine wichtige Rolle. Auf Wurstwaren sollten Sportler allerdings ganz verzichten, da diese bis zu 80 Prozent Fett enthalten können.


Quelle: Gokixx

Foto: Imago Images: The Picture Pantry