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Umgang mit Muskelverletzungen

Kingsley Coman wird aufgrund einer Muskelverletzung im Oberschenkel während des Heimspiels gegen Hertha BSC ausgewechselt. München, Februar 2019

Darum solltet ihr sie nicht unterschätzen

Sie treten immer wieder auf und jeder Sportler hat mit ihnen zu kämpfen: Muskelverletzungen. Doch was oft als harmlos und schnell heilbar erscheint, ist nicht zu unterschätzen und kann euch für lange Zeit außer Gefecht setzen. Wir erklären wie ihr Muskelverletzungen behandeln lassen solltet.

Ursachen können stark variieren

Die Ursache für eine Muskelverletzung kann viele Gründe haben: Alte Verletzungen, statische Probleme oder das falsche Aufwärmen vor dem Spiel können Muskelzerrungen oder -verhärtungen hervorrufen. Oftmals kann man sich jedoch vor leichtfertigen Verletzungen wappnen: Denn auch eine müde Muskulatur oder die falsche Schuhwahl können ein Grund für derartige Verletzungen sein. Ihr solltet also ehrlich zu euch selbst sein, wenn ihr eine Pause braucht und es eurem Trainer mitteilen. Nur so tut ihr euch und eurem Team einen Gefallen und verhindert mögliche Verletzungspausen. Auch das Schuhwerk sollte im stets mit Bedacht ausgewählt und organisiert werden.


Früh aufhören statt Schmerz aushalten

Es gibt viele unterschiedliche Formen von Muskelproblemen im Sport: Am häufigsten handelt es sich um Muskelverhärtungen, -zerrungen, -faserrisse oder sogar -bündelrisse. Auf die Frage, ob sich eine dieser Verletzungen ankündigt, gibt es eine klare Antwort: Nein. In den meisten Fällen sind direkte Krafteinwirkungen oder das Nachgeben des Muskels die Ursache. Sie treten ausschließlich bei zu starker Belastung auf. Trotzdem versuchen – beispielsweise bei einer Verhärtung oder der klassischen Zerrung – viele Spieler den Schmerz auszuhalten oder „rauszulaufen". Doch davon raten zahlreiche Fachärzte dringend ab. 

„Je länger der Muskel belastet wird, desto ausgeprägter wird die Symptomatik", bestätigt Dr. Dr. med. Lutz Aderhold, Experte für Sport- und speziell Muskelverletzungen. Solltet ihr dennoch weiterspielen, kann schnell ein Faserriss oder sogar Schlimmeres die Folge sein. Seid also vernünftig und achtet auf eure Gesundheit. Je früher ihr ein Zwicken bemerkt, desto kürzer wird das Auskurieren dauern.


Richtig auskurieren, um Rückfälle zu minimieren 

Bei leichteren Varianten variiert die Therapie im Profibereich zwischen wenigen Tagen und maximal zwei Wochen. Durch regelmäßiges Massieren und die richtige Behandlung von Physiotherapeuten kann die Behandlung im Vergleich zum Amateursport deutlich beschleunigt werden. Bereits nach wenigen Tagen kann mit einem lockeren Lauftraining oder Radfahren begonnen werden. Allerdings sollte hier auf eine regelmäßige Behandlung nicht verzichtet werden. Schnelle, explosive Bewegungen sollten unbedingt vermieden werden, um den Heilprozess nicht zu unterbrechen. Bei schwerwiegenderen Verletzungen wie Muskelfaser- oder -bündelrissen dauert die Regeneration deutlich länger und sollte mehrere Wochen ausheilen.


Allgemein gilt aber vor allem eins: Lasst euch bei eurem Comeback lieber einen Tag zu viel Zeit, als zu früh wieder auf dem Platz zu stehen. Damit tut ihr nicht nur euch selbst, sondern auch dem gesamten Team einen Gefallen. 


Quelle: Gokixx

Foto: Imago Images/MIS