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Leadership und Mentalitätsmonster

Real Madrids Kapitän Sergio Ramos im Champions League-Spiel gegen Atalanta Bergamo. Madrid, März 2021 © Imago Images: Gribaudi/ImagePhoto

Diese Eigenschaften braucht ihr als Führungsspieler

Im Fußball spricht man bei gewissen Spielertypen von Mentalitätsmonstern. Nur gute und konstante Leistungen reichen da nicht aus, es handelt sich um ganz spezielle Spielertypen. Zu wem dies passt oder wie man im Allgemeinen an seiner Mentalität arbeiten kann, um auf dieses Level zu kommen, erklären wir euch in diesem Artikel.

Wann spricht man von Mentalitätsmonstern?

Einen genauen Zeitpunkt, ab wann ein Spieler unter diese Kategorie fällt, gibt es nicht. Jeder Spieler benötigt mentale Stärke, um im Profibereich bestehen zu können. Doch ein paar fallen durch ihre Spielweise oder Ausstrahlung auf dem Platz besonders auf. Beispiele aus der Bundesliga sind aktuell Joshua Kimmich oder Sebastian Rode. Beide versuchen in jedem Spiel nicht nur läuferisch, sondern auch kämpferisch immer das Maximum herauszuholen – und haben dabei immer den Sieg vor Augen.

Man spricht bei diesem Typ Spieler im Fußballjargon von Mentalitätsspielern, weil sie vorangehen und ihre gesamte Mannschaft pushen können. Vor allem, wenn es mal nicht gut läuft, schreiten sie voran, verlieren keinen Gedanken an eine Niederlage und versuchen ihr Team mitzureißen. Doch mentale Stärke ist auch abseits des Fußballfeldes essenziell. Marco Reus hat oft genug bewiesen, wie stark er mental ist. Viele Verletzungen haben ihn zurückgeworfen, oft zu den ungünstigsten Zeitpunkten. Trotzdem kam er stets voll motiviert zurück und konnte an vergangene Leistungen anknüpfen oder diese sogar übertreffen.


An der eigenen Mentalität arbeiten

Auch wenn nicht jeder Spieler eine solche Rolle einnehmen muss und kann, ist mentale Stärke eine Grundvoraussetzung im Profibereich. Mit welchen Aufgaben ihr euch wohlfühlt und mit welchen nicht, ist oft abhängig vom Spielertyp. Wichtig ist, dass ihr euch ein positives Mindset aneignet. Sei es auf dem Platz bei Gegentoren und nicht geglückten Aktionen oder auch abseits  davon zum Beispiel bei Verletzungen oder anderen Rückschlägen. Dabei könnt ihr euch oft gute Tipps bei Mitarbeitern in eurem Verein holen. Wichtig ist auch positiv zu bleiben in der Kommunikation und Gestik. Es fällt auf, wer wie reagiert, wenn einem Mitspieler etwas nicht gelingt. Da können positive Worte oft helfen. Auf der einen Seite ist es wichtig, kritikfähig zu sein, aber auf der anderen Kritik auch selbst zu äußern. Dabei ist die Art und Weise entscheidend. Einen Mitspieler bei einem Fehlpass anzuschreien ist nie die richtige Wahl! Mit aufbauenden Worten und Gesten zeigt ihr, dass ihr ein Führungsspieler seid, bei dem der Teamerfolg an erster Stelle steht.


Wie sieht Leadership aus?

Spieler, die diese Tipps und Strategien beherzigen und selbstkritisch immer an sich zu arbeiten, können echte Leader in einer Mannschaft werden. Viele fordern beispielsweise Kimmich als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, weil er auf Vereinsebene zeigt, was für Leadership-Qualitäten er hat: Im Rückstand jubelt er nicht lange über ein selbst erzieltes Tor, sondern läuft direkt zurück auf seine Position. Ein klares Signal an die Mannschaft, dass das Ziel noch lange nicht erreicht ist. Hinzu kommt, dass egal wo er eingesetzt wird, er seine Rolle annimmt. Erwartet man von ihm nicht als Sechser, sondern als Rechtsverteidiger aufzulaufen, nimmt er das sofort an und versucht das maximale herauszuholen. Außerdem ist er laut auf dem Platz, kommuniziert viel und gibt klare Kommandos.


Nicht jeder Spieler ist ein geborener Leader. Manche erarbeiten sich diese Rolle, andere wollen sie erst gar nicht einnehmen. Doch im Punkt Mentalität sind sie gleich. Sie arbeiten immer weiter daran, nicht nur fußballerisch, sondern auch mental stärker und besser zu werden. Denn diese Einstellung kann sowohl auf als auch neben dem Platz entscheidend sein, um mit schwierigen Situationen besser umgehen zu können.


Quelle: Gokixx

Foto: Imago Images/Gribaudi/ImagePhoto