Navigation und Service

Bereichsmenu Umgang mit Erfolg und Rückschlägen

Mit Erfolg und Rückschlägen umgehen

Enttäuschte Spieler von Bayern München nach ihrer Niederlage im Champions League-Finale gegen den FC Chelsea. München, Mai 2012 © Imago Images: Ulmer/Cremer

So meistert ihr sportliche Höhen und Tiefen

Zu Saisonbeginn weiß niemand so recht, wo er steht. Die ersten Wochen sind sowohl für Einzelspieler als auch das Team von enormer Bedeutung. In dieser Phase ist es besonders wichtig, auf die Achterbahnfahrt, die eine Saison mit sich bringt, vorbereitet zu sein.

Lasst euch von Misserfolgen nicht zu leicht aus der Bahn werfen

Was passiert, wenn ihr mehrfach hintereinander lange Pässe in den Fuß des Gegners spielt? Seid ihr verunsichert und spielt lieber kurze Pässe? Wie wirkt sich eine anhaltende Torflaute auf euer Selbstvertrauen aus? In jedem Spiel erlebt man Situationen, die die eigene Leistung entscheidend beeinflussen – manchmal bewusst, meistens aber unbewusst. Könnt ihr in einem Spitzenspiel eure beste Leistung zeigen oder blockiert euch die Angst vor einem Fehler oder der Druck eures Trainers? Und ihr könnt dadurch wieder nicht die gute Trainingsleistung bestätigen? Bestimmt habt ihr schon Situationen erlebt, in denen euch bewusst geworden ist, dass es gerade gar nicht gut läuft.

Vielleicht habt ihr den Stammplatz im Team verloren oder seid als Stürmer seit Ewigkeiten ohne Torerfolg. Negative Ereignisse gehören zum Sport dazu, dass wisst ihr. Michael Jordan – einer der erfolgreichsten Basketballer aller Zeiten – hat in seiner Karriere zum Beispiel fast 300 Spiele verloren und bei mehr als 9.000 Mal den Korb nicht getroffen. Es geht also vor allem darum, wie man mit solchen Flauten umgeht. Gerade zu Saisonbeginn wollt ihr euch in den Vordergrund spielen. Ihr wollt einen Stammplatz und einen guten Start in die neue Spielzeit hinlegen. Baut dabei jedoch nur so viel Druck auf, wie ihr auch standhalten könnt.

Sollte der Saisonstart misslingen, oder persönliche Ziele verfehlt werden, richtet euren Blick nach vorne und besinnt euch auf eure Stärken. Ihr dürft gefrustet sein, aber lasst diesen Frust raus und staut ihn nicht in euch auf. Sucht ruhig das Gespräch mit eurem Trainer. Wichtig ist, dass ihr im Kopf klar seid und nicht vergesst, was ihr im Stande seid zu leisten. Meist muss nur „klick“ machen und der Schlüssel dazu ist mentale Stärke.  


Hebt bei Erfolgserlebnissen nicht gleich ab

Mentales Training macht sich aber auch in Phasen, in denen alles zu klappen scheint, bezahlt. Es gibt sie, die Wochen, vielleicht auch Monate, in denen Euch scheinbar alles gelingt. Ihr gewinnt in der Defensive nahezu jeden Zweikampf und seid der Fels in der Brandung. Oder ihr spielt in der Offensive eure Gegner reihenweise schwindelig und trefft, wie ihr wollt. Nutzt eure starke Form auf jeden Fall aus, aber hebt bloß nicht ab. Bleibt demütig, lernwillig und offen für Verbesserungsvorschläge, denn besser werden kann man immer und Konstanz trennt die Spreu vom Weizen.

Seid euch stets bewusst, dass immer wieder ein Tief kommen wird. Es sind schließlich alles nur Momentaufnahmen. Fakt ist aber, ihr könnt eure Topform länger aufrechterhalten, wenn ihr immer fokussiert und engagiert seid. Zudem kommt ihr schneller aus einem möglichen Formtief heraus, wenn ihr euch auf eure Stärken zurückbesinnen könnt und euch nicht so schnell von ein paar schlechten Spielen aus dem Tritt bringen lasst. 


Egal in welcher Situation ihr euch gerade befindet – seid ihr mental stark, werdet ihr die verschiedenen Szenarien eurer Laufbahn besser meistern können. 


Quelle: Gokixx

Foto: Imago Images: Ulmer/Cremer