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Beidfüßigkeit – Bald ein Muss?

Manchester Uniteds Paul Pogba macht einen Rabona im FA Cup-Viertelfinalspiel gegen Norwich City. Norwich, Juni 2020 © Imago Images: PA Images

Wie ihr euch gleichermaßen starke Füße antrainieren könnt

Vielen angehenden Fußballern ist nicht bewusst, warum einige ihrer Teamkameraden deutlich größere Probleme beim Erlernen bestimmter Techniken und Spielweisen haben als andere. Oft hängt dies mit der Lateralität – im Fußball ist dies die Füßigkeit des Spielers – zusammen. Hierbei hat sich gezeigt, dass beidfüßige Spieler deutlich besser agieren und zielsicherer spielen als links- oder rechtsfüßige Spieler.

Lateralität

Allgemein bedeutet Lateralität, dass man von zwei Körperteilen der gleichen Art einen lieber benutzt. Im Fußball betrifft das die Beine, die wir unabhängig voneinander nutzen können.

Doch wann entscheiden wir, welcher unser starker Fuß ist? Das hat tatsächlich einen genetischen Ursprung. Bereits im Mutterleib wird eine klare Tendenz gebildet, die wir als Kind dann weiterverfolgen. Es ist aber auch möglich, dass wir uns im Kindesalter umentscheiden und den anderen Fuß als stärker empfinden. Auch kann ein Kind frühzeitig dabei beeinflusst werden, eine bestimmte Seite zu wählen.


Mit Training Beidfüßigkeit fördern

Durch ihren genetischen Ursprung galt Beidfüßigkeit lange Zeit als angeboren und nicht trainierbar. Doch im Laufe der Zeit haben Studien gezeigt, dass es Möglichkeiten gibt, seine Füße auf gleiche Art und Weise zu trainieren.

Bei der Füßigkeit handelt es sich lediglich um die Gewohnheit, einen Fuß häufiger zu benutzen als den anderen. Wird durch ein Training mit beiden Füßen ein identisches Niveau erreicht, stellt sich die beidfüßige Spielweise von selbst ein.

Probiert es einfach mal aus, eine Trainingseinheit ausschließlich mit eurem schwachen Fuß zu absolvieren. Am Anfang ist das wahrscheinlich ungewohnt und es wird euch wenig gelingen. Doch gebt dem Ganzen etwas Zeit und erhöht stetig die Frequenz, bis ihr euch sicher fühlt.


Die zahlreichen Vorteile

Wenn ihr mit beiden Füßen genauso gut umgehen könnt, hat das prinzipiell nur Vorteile: Ihr könnt in sämtlichen Situationen viel flexibler reagieren. Ihr habt automatisch einen viel größeren Handlungsspielraum und seid für die Verteidigung schwieriger einschätzbar. Vor allem, wenn es um den Zweikampf oder das 1 gegen 1 geht, seid ihr eurem Gegenspieler immer einen Schritt voraus. 

Verteidiger stellen sich oft auf typische Bewegungsformen ihrer Gegenspieler ein und verteidigen anhand bisheriger Erfahrungen. Doch wenn ihr mit beiden Füßen gleichermaßen dribbeln könnt, habt ihr doppelt so viele Möglichkeiten, euren Gegner auszuspielen. Dieser muss deutlich mehr Abläufe antizipieren und geht vielleicht sogar etwas zurückhaltender in den Zweikampf.

Ein weiterer Vorteil: Ihr könnt aus allen Lagen abziehen. Egal, ob ihr den Ball auf links oder rechts liegen habt, euer Torschuss ist zu jedem Zeitpunkt gefährlich. Viele Spieler müssen sich den Ball erst auf die starke Seite legen, damit überhaupt ein satter Abschluss gelingen kann.

Beherzigt ihr diese Ansätze und Tipps, könntet ihr schon bald eine viel größere Gefahr für eure Gegner sein. Damit bringt ihr euer Spiel auf ein neues Level.


Quelle: Gokixx

Foto: Imago Images/PA Images