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Was macht den FC Arsenal aktuell so stark?

Arsenals Coach Mikel Arteta feiert mit Flügelspieler Bukayo Saka den Sieg gegen Tottenham Hotspur. London, Januar 2023 © Imago Images: MB Media Solutions

Darum ist der Club aus London derzeit Englands Spitzenreiter

Der FC Arsenal ist aktuell das dominanteste Team der europäischen Top 5-Ligen. Die Gunners führen die Premier League derzeit mit 5 Punkten Vorsprung und einem Spiel in der Hinterhand an. Dabei lag der Verein noch vor rund 3 Jahren am Boden: die Champions League wurde verpasst und der Trainer entlassen. Wie sich der Londoner Club an die Spitze zurück kämpfte und wie sein Erfolgsrezept lautet, lest ihr hier.

Wir schreiben den 29. November 2019: Der FC Arsenal gibt die Entlassung von Cheftrainer Unai Emery bekannt. Der Spanier hatte zwei Jahre lang die Leitung der Gunners übernommen und den Club nach einer Berg- und Talfahrt angeschlagen hinterlassen. In der Europa League war man gegen Eintracht Frankfurt ausgeschieden, in der Premier League betrug der Rückstand auf den Tabellenführer Liverpool ganze 19 Punkte. Die glorreichen Zeiten des FC Arsenal, in denen man in der europäischen Spitze ein ernstzunehmender Gegner war, schienen vorüber. 


Mit Spielwitz und Effizienz zurück

Die Lösung schien schnell gefunden: Der spanische Ex-Arsenal-Profi Mikel Arteta, ehemaliger Co-Trainer und Partner von Pep Guardiola bei Manchester City, sollte den Verein wieder nach oben führen. Sein Start bei den Gunners verlief jedoch alles andere als optimal: Die Saison 2019/2020 beendete man auf dem 8. Platz, die Folgesaison 24 Punkte hinter Meister City auf Rang 5. Dennoch näherte sich die Elf Artetas langsam, aber sicher immer weiter der Spitze der Premier League. Dabei setzte Arteta auf überwiegend junge Spieler – insbesondere in der Offensive. Das Quartett rund um Martin Ödegaard, Bukayo Saka, Gabriel Martinelli und Eddie Nketiah glänzte nicht durch Erfahrung, sondern durch seine Spielfreude, das Tempo und seine technisch überragenden Ballaktionen. 


Dominanz in der besten Liga der Welt

Sprung in die Gegenwart: In der laufenden Saison ist der FC Arsenal an der Spitze des europäischen Fußballs angekommen. Mit nur einer Niederlage aus 19 Ligaspielen führt er die Premier League mit fünf Punkten Vorsprung vor City an – und das mit einer Partie in der Hinterhand. Während bei Manchester City alle Augen auf Erling Haaland gerichtet sind, der einen Rekord nach dem anderen bricht, gilt die Aufmerksamkeit bei den Gunners der gesamten Mannschaft. Beim grandiosen 3:2-Erfolg über Manchester United trafen der 21-jährige Bukayo Saka und der 23-jährige Eddie Nketiah sogar doppelt. Mit einem Durchschnittsalter von nur 24 Jahren spiegelt Arsenals Startelf das Erfolgsrezept des Trainers wider.


Junge Spieler, dynamische Außenverteidiger

Mikel Arteta setzt bei seinem Spielkonzept besonders auf junge Spieler. Abgesehen vom Leader Granit Xhaka sind die Leistungsträger der Mannschaft allesamt jünger als 26 Jahre – die Offensive um Ödegaard, Saka, Martinelli und Nketiah sogar 24 Jahre oder jünger. Ihre Unbekümmertheit, ihr Elan und Spaß am Spiel zeigen sich an jedem Wochenende erneut: die Gegner von Arsenal werden förmlich überrannt.

Die dynamische Offensive der Gunners wird durch das Angriffsspiel der Außenverteidiger unterstützt, welches Mikel Arteta neu in die Mannschaft integriert hat. Ben White und Oleksandr Zinchenko übernehmen in der Rückwärtsbewegung die Rolle der Außenverteidiger – im Spiel nach vorn agieren sie jedoch wie zwei Spielmacher, die von außen in die Mitte ziehen und so das Mittelfeld in der Vorwärtsbewegung zusätzlich unterstützen und anschieben. Dies macht die Offensive der Gunners noch dynamischer und schwerer zu verteidigen.


Nach zweijähriger Anlaufzeit hat sich die Spielidee von Mikel Arteta bewährt: Arsenal spielt nicht nur äußerst erfolgreichen, sondern auch attraktiven und schnellen Fußball. Die jungen Akteure rund um Ödegaard, Saka und Nketiah werden im Kampf um den Meistertitel sicher noch einige Ausrufezeichen setzen.


Quelle: Gokixx

Foto: Imago Images/MB Media Solutions