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Weit mehr als ein guter Ersatzmann

Bayer Leverkusens Neuverpflichtung Odilon Kossounou im Ligespiel gegen den FC Bayern. Leverkusen, Oktober 2021 © Imago Images: Nordphoto

Porträt von Leverkusens Neuzugang Odilon Kossounou

Zu Beginn der laufenden Saison verpflichtete Bayer Leverkusen für 23 Millionen Euro den jungen Innenverteidiger Odilon Kossounou. Einigen Fußballfans ist der Ivorer noch kein Begriff. Wir stellen euch Bayers Top-Talent vor.

Von der Elfenbeinküste über Schweden und Belgien nach Deutschland

Seine ersten fußballerischen Schritte machte der in Abidjan geborene Odilon Kossounou bei ASEC Mimosas Abidjan, einem lokalen Verein, welcher zuvor bereits Spieler wie Gervinho oder die Gebrüder Touré aus seinem Nachwuchs hervorgebracht hatte. Kurz nach seinem 18. Geburtstag unterzeichnete Odilon seinen ersten Profivertrag beim schwedischen Erstligisten Hammarby IF. Es dauerte nur neun Spiele und nicht einmal ein halbes Jahr Spielpraxis in der schwedischen Liga, als der FC Brügge auf ihn aufmerksam wurde und ihn für 3,85 Millionen Euro verpflichtete. Nach anfänglichen Schwierigkeiten in Belgien schaffte Kossounou in der Saison 20/21 schließlich seinen Durchbruch und absolvierte 33 von 40 möglichen Spielen. Damit sorgte er international für Aufsehen und so wechselte Kossounou nach Leverkusen, wo er im Juli 2021 einen Fünfjahresvertrag unterschrieb.


Ein moderner und schneller Innenverteidiger 

Warum Kossounous Dienste den Leverkusenern 23 Millionen Euro wert waren, lässt sich schon erahnen, wenn man sein Spiel genauer beobachtet: Er bringt alle Kriterien mit, die heutzutage von einem Innenverteidiger gefordert werden. Denn neben typischen Abwehrspieler-Attributen wie Kopfball- oder Defensivstärke ist er vor allem im Antritt extrem schnell und verfügt über eine überragende Spieleröffnung. Allgemein gilt Kossounou – trotz seiner erst 20 Jahre – als sehr abgeklärt und souverän. Deshalb kann er auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden, wobei Leverkusen ihn wohl in der Viererkette etablieren will.


Arsenal und Inter hatten das Nachsehen

Nach dem Karriereende der Bender-Brüder, dem Verkauf von Aleksandar Dragovic und Tin Jedvaj und der schweren Verletzung von Edmund Tapsoba war Leverkusen gezwungen, in der Innenverteidigung aufzurüsten. Mit der Verpflichtung von Odilon Kossounou gelang dem Werksclub jedoch mehr als eine einfache Ergänzung, denn Topclubs wie Arsenal oder Inter Mailand haben ebenfalls ihre Fühler bereits nach ihm ausgestreckt. Dementsprechend stand Koussounou zum Saisonstart unangefochten in der Startelf. Der junge Ivorer ist sicherlich einer der vielversprechendsten Abwehrspieler der Bundesliga und wird in Zukunft noch für Aufsehen sorgen.

Ohne Zweifel ist Odilon Kossounou von seinen Anlagen her einer der talentiertesten Innenverteidiger im deutschen Oberhaus, wenn nicht sogar in ganz Europa. Ob er sich bei Bayer Leverkusen auch nach der Rückkehr Tapsobas etablieren kann, bleibt abzuwarten. Falls er weiterhin seine Leistungen bringt, blüht ihm jedenfalls eine sehr aussichtsreiche Zukunft.


Quelle: Gokixx

Foto: Imago Images/Nordphoto