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Sturmhoffnung für die Geißböcke

Jan Thielmann während einer Trainingseinheit des 1. FC Köln am Geißbockheim. Köln, März 2021 © Imago Images: Future Image

Der Kölner Jan Thielmann im Portrait

Er war der erste Spieler des Jahrgangs 2002 in der Bundesliga. Mittlerweile hat Jan Thielmann 35 Spiele für den 1. FC Köln bestritten und jüngst seinen Vertrag vorzeitig bis 2024 verlängert. Ein guter Anlass, um auf die noch junge Karriere des Kölners zu blicken.

Von der Mosel an den Rhein

In der Jugend von Eintracht Trier machte Jan Thielmann erstmals auf sich aufmerksam und brachte Spitzenklubs aus dem In- und Ausland auf seine Spur. Entschieden hat er sich letztlich für den 1. FC Köln und wechselte 2017 in die U17 des Bundesligisten, den er seit seiner Jugend als Lieblingsklub unterstützt. Aus der 2.000 Einwohner Gemeinde Föhren ging es für Jan also ins Fußballer-Internat in der Millionenstadt Köln. Bereits in seiner zweiten Saison wurde er als Stammspieler mit den Kölnern Deutscher B-Jugend-Meister.


Bundesligadebüt mit 17

Jan Thielmann selbst war wohl am meisten überrascht, als Trainer Markus Gisdol dem damals erst 17-Jährigen kurz vor dem Derby gegen Bayer Leverkusen mitteilte, dass er in der Startelf stehen würde. „Wir haben überlegt wann wir es ihm sagen, und waren der Meinung: Je später, desto besser. Er sollte dann auch sein Handy ausmachen, maximal noch seine Eltern informieren.“, berichtet Horst Heldt. So kam es, dass Jan am 14. Dezember 2019 als erster Spieler des Jahrgangs 2002 in der Bundesliga und als zweitjüngster FC-Spieler zu seinem Bundesliga-Debüt kam. Kurz darauf unterschrieb er seinen ersten Profivertrag.


Als Stammkraft in die neue Saison

Auch in der Saison 2020/21 erlebte Thielmann bereits einige Highlights: Als mittlerweile etablierter Profi startete er aufgrund von Stürmermangel auf der für ihn eher ungewohnten Position in der Sturmspitze. Im September 2020 kam Jan, der seit der U15 alle Nachwuchsmannschaften beim DFB durchlief, erstmalig in der Deutschen U19 zum Einsatz. Kurz darauf schoss er gegen den VFL Wolfsburg sein erstes Bundesliga-Tor. „An meinem Torjubel hat man gesehen, dass ich sichtlich erleichtert war. Das gibt dann etwas Schwung und ich hoffe, dass noch weitere folgen werden.“, erklärte er zufrieden.


Abi-Stress im Abstiegskampf

Zuletzt hinderte eine Muskelverletzung Jan daran, seine Mannschaft im Abstiegskampf zu unterstützen. Hinzu kam, dass er sich mitten in seinen Abiturprüfungen befindet. Doppelter Druck in einer noch jungen Karriere. Positive Ablenkung von Beidem sollte die vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2024 geben. Jan Thielmann soll sich weiter in der Bundesliga entwickeln und als Vorbild für andere Nachwuchsspieler beim 1. FC Köln dienen, die danach streben, Profi zu werden.


Jan Thielmann hat das geschafft, wovon jeder Nachwuchskicker träumt. Er ist ein fester Bestandteil der Bundesliga. Wir sind gespannt auf seinen weiteren Weg im Profifußball.


Quelle: Gokixx

Foto: Imago Images/Future Image