Praxishilfen

Holzbearbeitungsmaschinen

Tisch- und Formatkreissägemaschinen

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1 Anwendungsbereich
2 Werkzeuge
3 Schutzmaßnahmen vor Inbetriebnahme
4 Betrieb
5 Weitere Informationen


1 Anwendungsbereich

Tisch- und Formatkreissägemaschine

Tisch- und Formatkreissägen dienen dazu, Holzteile mit einem Kreissägeblatt zuzuschneiden. Typische Arbeitsverfahren sind das Längsschneiden, Querschneiden und Schneiden von Nuten, das so genannte "verdeckt schneiden".


2 Werkzeuge

Es dürfen nur für die jeweilige Maschine zugelassene Werkzeuge verwendet werden. Das Herstellerunternehmen legt dies in der Bedienungsanleitung fest.

Die bedienende Personen muss folgendes beachten:

  • Für Material und Arbeitsgang geeignetes Kreissägeblatt verwenden.

Verschiedene Arten von Kreissägeblättern:

Kreissägeblatt

Für Rohzuschnitt in Faserrichtung ein Sägeblatt mit kleiner Zähnezahl und Flachzahn

Kreissägeblatt

Zum Sägen von Massivholz in und quer zur Faserrichtung ein Sägeblatt mit mittlerer Zähnezahl und Wechselzahn

Kreissägeblatt

Zum Sägen von furnierten Platten und Massivholz quer zur Faserrichtung ein Sägeblatt mit großer Zähnezahl und Wechselzahn

Kreissägeblatt

Zum Sägen von furnierten Platten und Massivholz quer zur Faserrichtung ein Sägeblatt mit großer Zähnezahl und Wechselzahn


  • Nur scharfe und unbeschädigte Kreissägeblätter aufspannen.
  • Nur die vom Herstellerunternehmen freigegebenen Sägeblätter verwenden.
  • Höchstzulässige Drehzahl des Kreissägeblattes nicht überschreiten.

Kreissägeblatt

Drehzahlangabe auf Sägeblatt


  • Das Kreissägeblatt wegen möglicher Beschädigung der Schneiden nie direkt auf dem Maschinentisch, sondern immer auf weichen Unterlagen, z. B: Holz, Pappe, ablegen.
  • Verharzungen am Sägeblatt in einem Reinigungsbad entfernen (Reinigungszeit nach Gebrauchsanleitung beachten).
  • Beschädigte Kreissägeblätter, z. B: mit ausgebrochenen Zähnen, Rissen, der Benutzung entziehen.

3 Schutzmaßnahmen vor Inbetriebnahme

Spaltkeilabstand vom Kreissägeblatt

  • Der Spaltkeilabstand vom Kreissägeblatt darf seitlich maximal 8 mm betragen. Die Spitze des Spaltkeils ist ca. 2 mm unter der höchsten Sägezahnspitze einzustellen.
  • Die Dicke des Spaltkeils muss der Dicke des Kreissägeblattes angepasst sein. Der Spaltkeil darf nicht dicker als die Schnittfugenbreite und nicht dünner als der Sägeblattgrundkörper sein.
  • Vor dem Beginn der Arbeiten immer die Befestigung des Spaltkeils prüfen.

Befestigung des Spaltkeils

  • Die Schutzhaube auf Werkstückdicke einstellen.

Einstellung der Schutzhaube auf Werkstückdicke

  • Beim Einsetzschneiden (das bedeutet, dass der Schnitt mitten im Werkstück einsetzt), muss der Queranschlag oder Niederhalter als Rückschlagsicherung verwendet werden. Nach dem Einsetzschneiden müssen Spaltkeil und Schutzhaube wieder angebracht werden.
  • Den Parallelanschlag innerhalb des Gefahrbereiches (=120 mm seitlich vom Sägeblatt) nur bei Werkzeugstillstand zum Kreissägeblatt hin verstellen.

4 Betrieb

Mitarbeiter an Holzverarbeitungsmaschine

  • Arbeitsposition außerhalb des Gefahrbereiches einnehmen.
  • Immer die Schutzvorrichtungen verwenden, auch wenn nur ein Werkstück bearbeitet wird.
  • Beim Werkstückvorschub Hände mit geschlossenen Fingern flach auf das Werkstück legen.

Absaugung

  • Im Gefahrbereich nahe am Kreissägeblatt (120 mm seitlich) Schiebestock (Schiebeholz) verwenden.
  • Beim Herstellen von schmalen Werkstücken (Breite: 30 mm oder weniger) ist ein Schiebeholz mit Wechselhandgriff zu verwenden.
  • Liegen Werkstückteile im Gefahrenbereich, dürfen sie auf keinen Fall mit den Händen entfernt werden. Hierfür gibt es Hilfsmittel wie beispielsweise einen Schiebestock.
  • Splitter, Späne und Abfälle nicht mit der Hand entfernen.
  • Maschine nur mit eingeschalteter Absaugung betreiben.

5 Weitere Informationen

Absaugung


























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