Praxishilfen

Persönliche Schutzausrüstung

Rechte und Pflichten

1 Persönliche Schutzausrüstung
2 Rechte und Pflichten
3 Praxishinweise Zeitarbeit
4 Schwarz-Weiß-Trennung
5 Weitere Informationen


1 Persönliche Schutzausrüstung

Mitarbeiter mit Helm und Schutzbrille

Zur Persönlichen Schutzausrüstung zählen alle Maßnahmen und Ausrüstungsgegenstände, die dazu bestimmt sind,von Beschäftigten benutzt und getragen zu werden, um sich vor schädlichen Einwirkungen und Gefahren am Arbeitsplatz zu schützen. Auch Hautschutzprodukte gelten als Persönliche Schutzausrüstung. Sie verhindern Verletzungen und Gesundheitsschäden.

Bei Fragen zur Auswahl und Eignung von Persönlicher Schutzausrüstung ist die Fachkraft für Arbeitssicherheit und/oder der Betriebsarzt bzw. die Betriebsärztin hinzuzuziehen. Sie beraten über die geeigneten Maßnahmen und Ausrüstungsgegenstände.


2 Rechte und Pflichten

Der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin

  • wählt die geeignete Persönliche Schutzausrüstung anhand der Gefährdungsbeurteilung aus,
  • stellt die Persönliche Schutzausrüstung den Beschäftigten zur Verfügung,
  • unterweist die Beschäftigten vor Arbeitsbeginn über die Gefährdungen am Arbeitsplatz und die dafür erforderliche Persönliche Schutzausrüstung,
  • erklärt die Handhabung, Benutzung, Aufbewahrung und das Erkennen von Schäden an der Persönlichen Schutzausrüstung,
  • erstellt Betriebsanweisungen für das Benutzen der Persönlichen Schutzausrüstung,
  • kontrolliert regelmäßig bei Begehungen am Arbeitsplatz, ob die Persönliche Schutzausrüstung benutzt wird und setzt dies durch.

Bei der Arbeitnehmerüberlassung obliegen die Arbeitgeberpflichten gemäß Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) dem Kundenunternehmen und dem Zeitarbeitsunternehmen im gleichen Maße. In der Praxis erfolgt in den Arbeitsschutzvereinbarungen eine Abstimmung, welche Persönliche Schutzausrüstung von wem gestellt wird.

Beschäftigte

  • müssen die zur Verfügung gestellte Persönliche Schutzausrüstung gemäß der Unterweisung durch den Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin benutzen,
  • müssen bei Mängeln oder bei Verlust ihrer Persönlichen Schutzausrüstung die jeweilige Tätigkeit sofort unterbrechen,
  • müssen die Mängel oder den Verlust ihrer Persönlichen Schutzausrüstung dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin melden, um die Ausstattung wieder zu vervollständigen.

3 Praxishinweise Zeitarbeit

Was ist besonders zu beachten?

  • Personalenscheidungsträger sind Vorbilder und müssen wie alle Beschäftigten die Persönliche Schutzausrüstung bei den Begehungen am Arbeitsplatz tragen.
  • Die Auswahl und Bereitstellung der Persönlichen Schutzausrüstung muss zwischen Zeitarbeitsunternehmen und Kundenunternehmen abgestimmt werden. Die Beschäftigten sind darüber zu informieren, welche Ausrüstung sie ggf. noch im Kundenbetrieb erhalten.

4 Schwarz-Weiß-Trennung

Persönliche Schutzausrüstung und Arbeitskleidung müssen getrennt von der Straßenkleidung aufbewahrt werden, wenn daran Gefahrstoffe, Infektionsträger und Mikroorganismen haften könnten. Dadurch wird verhindert, dass sich diese auf der Straßenkleidung festsetzen und verschleppt werden. Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin muss veranlassen, dass die Persönliche Schutzausrüstung, je nach Einsatzbereich und Verschmutzung, regelmäßig gewechselt oder gereinigt wird.


5 Weitere Informationen

Persönlichen Schutzausrüstung - Anforderungen, Prüfungen, Einsatzbereiche
Sicherheitskennzeichnung




















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