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17.12.2020

Sportunfälle sind kein Schicksal - VBG-Sportreport 2020

Verletzungsaufkommen kann bis zu 75 Prozent reduziert werden

Hamburg. Die gesetzliche Unfallversicherung VBG veröffentlicht zum fünften Mal den VBG-Sportreport. Analysiert werden dafür jährlich rund 7.000 Verletzungen sowie circa 500 Videos von Verletzungsszenen. So entsteht einer der umfangreichsten und umfassendsten Verletzungsberichte aus dem Profisport weltweit.

Fußballer haben pro Saison die meisten Verletzungen

Durchschnittlich erleidet ein Fußballspieler 2,7 Verletzungen innerhalb einer Saison, ein Basketballer hingegen fast eine Verletzung pro Saison weniger (1,8 Verletzungen). Eishockey- und Handballspieler verletzen sich durchschnittlich 2,2-mal. Die Folge: Pro erlittener Verletzung stehen die Spieler ihren Clubs je nach Sportart durchschnittlich zwischen 10 Tage (Basketball) und 17 Tage (Eishockey) nicht zur Verfügung. Im Laufe der Saison bedeutet das für einen Basketballer durchschnittlich knapp 2,5 Wochen Ausfall, jeder Handballer fehlt knapp 4 Wochen und jeder Fußball- und Eishockeyspieler fast 5 Wochen. Beim Vergleich der einzelnen Clubs innerhalb der untersuchten Ligen fällt jedoch auf, dass einige Mannschaften mit erheblich weniger verletzungsbedingten Ausfalltagen durch eine Saison kommen als andere. Was bedeutet das? Die Prävention von Verletzungen ist möglich und spielt eine entscheidende Rolle. Dabei sollten die ergriffenen Präventivmaßnahmen an den individuellen Rahmenbedingungen und Defiziten der einzelnen Clubs ausgerichtet sein. So kann es gelingen, das Verletzungsaufkommen um bis zu 75 Prozent zu reduzieren und Ausgaben für Heilbehandlungskosten sowie Lohnfortzahlungen erheblich zu senken.

 „Die Vermeidung zahlreicher Verletzungen in den höchsten Männerligen der vier großen Mannschaftssportarten ist durch präventive Maßnahmen machbar und birgt ein großes finanzielles Einsparpotenzial“, sagt VBG-Präventionsexperte Sport Christian Klein, der die Auswertung geleitet hat.

Zentrale Ergebnisse des Sportreports im Überblick:

- Im Basketball treten die wenigsten Verletzungen pro Spieler und Saison auf (1,8 Verletzungen), im Fußball hingegen mit durchschnittlich 2,7 Verletzungen die meisten.

- Die durchschnittliche Ausfallzeit pro Verletzung ist mit 10 Tagen im Basketball am niedrigsten und im Eishockey (17 Tage) am höchsten.

- Durchschnittlich gab es in den Saisons 2014/15 – 2016/17 rund 73.100 Ausfalltage pro Saison. Im jetzigen Beobachtungszeitraum sind es circa 12.000 Ausfalltage mehr.

- Die am häufigsten verletzte Körperregion ist im Eishockey der Kopf, beim Fußball der Oberschenkel und im Handball und Basketball das Sprunggelenk.

- Für alle vier Sportarten wurden wiederkehrende Verletzungsmuster identifiziert und beschrieben.

Auf der Webseite www.vbg.de/sport bietet die gesetzliche Unfallversicherung VBG Sportunternehmen umfangreiche Präventionsangebote. Interessierte finden den VBG-Sportreport 2020 online unter www.vbg.de/sportreport.

 

Verwendungsbedingungen der Grafik: Kostenfreie Nutzung für die redaktionelle Berichterstattung im Zusammenhang mit den von der VBG veröffentlichten Themen und unter Angabe der Quelle „Grafik: VBG/Sportreport 2020“.

 

Über die VBG: Die VBG ist eine gesetzliche Unfallversicherung und versichert bundesweit über 1,2 Millionen Unternehmen aus mehr als 100 Branchen – vom Architekturbüro bis zum Zeitarbeitsunternehmen. Der Auftrag der VBG teilt sich in zwei Kernaufgaben: Die erste ist die Prävention von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Die zweite Aufgabe ist das schnelle und kompetente Handeln im Schadensfall, um die Genesung der Versicherten optimal zu unterstützen. Knapp 470.000 Unfälle und Berufskrankheiten registriert die VBG pro Jahr und betreut die Versicherten mit dem Ziel, dass die Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft wieder möglich ist. 2.400 VBG-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter kümmern sich an elf Standorten in Deutschland um die Anliegen ihrer Kundinnen und Kunden. Hinzu kommen sieben Akademien, in denen die VBG-Seminare für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz stattfinden.

Weitere Informationen: www.vbg.de. Belegexemplare sind stets erwünscht.

Ihre Ansprechpartnerin

Daniela Dalhoff

Öffentlichkeitsarbeit

040 5146-2525

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