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Informationen für Unternehmen zu Coronavirus SARS-CoV-2

Frau in Business Kleidung und FFP2 Maske am Arbeitsplatz

Das sollten Unternehmen wissen und beachten

Es handelt sich bei der SARS-CoV-2-Pandemie weltweit und in Deutschland um eine ernstzunehmende und dynamische Situation. Insgesamt nimmt die Anzahl der Fälle weltweit ab, die Fallzahlen entwickeln sich aber von Staat zu Staat unterschiedlich. In vielen Staaten wurde um die Jahreswende mit der Impfung der Bevölkerung begonnen. Es bleiben auch bei niedrigen Fallzahlen die betrieblichen infektionshygienischen Schutzmaßnahmen weiterhin von herausragender Bedeutung.

Die Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 erfordert nach wie vor wirksame Maßnahmen zur Vermeidung von Personenkontakten und zur Sicherstellung eines wirksamen Infektionsschutzes auch in der Arbeitswelt. Die Bundesregierung hat zusätzlich zu den bereits bestehenden Regelungen eine SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung erlassen und erneut zum 1.7.2021 aktualisiert, die entsprechende Maßnahmen für die Arbeitswelt laufend ergänzt und präzisiert.

Aktuelle Meldungen:

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Unverändert sind personenbezogene Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen, Abstandhalten, Nutzung von Masken und Hygienemaßnahmen von zentraler Bedeutung. Infektionen sollen in Deutschland weiterhin so früh wie möglich erkannt und die weitere Ausbreitung des Virus verhindert werden. Eine Unterstützung ist hierbei die Corona Warn-App. Die Notwendigkeit der Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im beruflichen, privaten und öffentlichen Bereich hat besondere Auswirkungen auf die Arbeitswelt. 

Organisatorische oder individuelle Schutzmaßnahmen in Unternehmen ergeben sich aus den Vorgaben und Regelungen der unten aufgeführten Institutionen.

Die derzeit gültige SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung gibt unter anderem die Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung des betrieblichen Hygieneplans und das Gebot, mindestens medizinischen Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung zu stellen, wenn technische und organisatorische Schutzmaßnahmen nicht ausreichen. Weiter werden Angebote an Beschäftigte von 2 wöchentlichen Tests auf einen direkten Erregernachweis des SARS-CoV-2-Virus festgelegt.

Die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel konkretisiert die Anforderungen an die Unternehmen. Ziel ist es, das Infektionsrisiko für Beschäftigte zu senken und auf einem niedrigen Niveau zu halten. Sie bildet den aktuellen Stand der Technik, Hygiene und Arbeitsmedizin ab und stellt differenzierte Umsetzungsmaßnahmen für die Betriebe vor. Neben Arbeitgebern werden die Akteure des betrieblichen Arbeitsschutzes wie Betriebsärztinnen und -ärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit angesprochen. Die Instrumente des Arbeitsschutzes, wie zum Beispiel die arbeitsmedizinische Vorsorge, erhalten in der Pandemiesituation einen besonderen Stellenwert.

Die Arbeitsschutzregel zeigt auf, wie die Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich des notwendigen Infektionsschutzes ergänzt werden kann. Die zentralen Schutzmaßnahmen für zum Beispiel Arbeitsplatzgestaltung, Sanitärräume, Kantinen und Pausenräume, Lüftung und Homeoffice sowie Dienstreisen und Besprechungen werden darin konkretisiert. 

Gemäß § 28b Abs. 10 Infektionsschutzgesetz e n d e t die folgende Regelung nach § 28b Abs. 7 zum 30.06.2021: „Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten haben dieses Angebot anzunehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen“. Dennoch kann auf freiwilliger Basis von Arbeitgeber und Beschäftigten weiter im Sinne des § 28b Abs. 7 einvernehmlich verfahren werden, im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten diese in der Wohnung ausführen zu lassen.

Die Coronavirus-Impfverordnung ermöglicht seit dem 7. Juni 2021 COVID-19-Impfungen durch  alle Fachärztinnen und -ärzte für Arbeitsmedizin und Ärztinnen und -ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Betriebsmedizin“ (Betriebsärzte) sowie überbetrieblichen Diensten. Die arbeitsmedizinische Empfehlung (AME) „Umgang mit aufgrund der SARS-CoV-2 Epidemie besonders schutzbedürftigen Beschäftigten“ enthält detaillierte Informationen zum Umgang im betrieblichen Kontext mit Risikogruppen.

Bei der Risikobewertung sowie Planung und Durchführung von Maßnahmen sollten Betriebsärztinnen und Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit beteiligt werden.

Folgende Informationen und Quellen sind für Unternehmen sinnvoll:

Die VBG liefert aktuelle Informationen auf vbg.de/coronavirus rund um Prävention und Versicherungsschutz. Sie bietet branchenspezifische Tipps für sicheres und gesundes Arbeiten.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat zu dem Thema berufsbedingter Kontakte und Schutzmaß- nahmen Informationen zusammengefasst (Link 1) und gibt Hinweise für betriebliche Pandemiepläne (Link 2) dguv.de/de/praevention/corona/index
dguv.de/de/praevention/themen-a-z/biologisch/pandemieplanung/index

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat Hygieneregeln bereitgestellt infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat den SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard (Link 1) veröffentlicht und mit der SARS-CoV2 Arbeitsschutzregel konkretisiert (Link 2). Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutz- verordnung präzisiert Regelungen zur hygienischen Gestaltung der Arbeit und das Tragen von medizinischen Mund-Nasen-Schutz (Link 3). Weiter hat das BMAS eine arbeitsmedizinische Empfehlung (AME) zum „Umgang mit aufgrund der SARS-CoV-2 Epidemie besonders schutzbedürftigen Beschäftigten“ herausgegeben (Link 4)

SARS-CoV-2 ArbSchStandard
SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel
SARS-CoV-2_Arbeitsschutzverordnung
AME-Umgang mit aufgrund der SARS-CoV-2-Epidemie besonders schutzbedürftigen Beschäftigten

Das Robert Koch-Institut (RKI) stellt laufend aktualisierte Daten zum Coronavirus SARS-CoV-2 und dem Erkrankungsbild COVID-19 vor und gibt detailliert Hinweise zu Infektionsprävention und Umgang mit möglicherweise infizierten Personen, Infizierten und Erkrankten rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie gelten Kontaktreduzierung und die Einhaltung der AHA+L-Regeln abgesehen von der Impfung immer noch als wirksamste Maßnahme zur Verhinderung einer Ansteckung und sollten daher vorrangig erfolgen. Der Atemschutz hat hier eine besondere Bedeutung. 

Eine Übersicht zu den Eigenschaften von Schutzmasken, Mund-Nasen-Schutz (MNS) und Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB) finden Sie beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken´ 

Um die Einordnung zu erleichtern, hat das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) eine Übersichtsgrafik erstellt, die Unterschiede einfach erklärt (Plakat der DGUV). Ein FFP2-Masken-Check der DGUV ist abrufbar unter IFA Covid-19: Check auf geeignete FFP2-Atemschutzmasken und als Kurzinformation dargestellt IFA Maske Plakat

Arbeits- und arbeitsschutzrechtliche Fragen zum Corona Virus in Unternehmen werden ausführlich durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) dargestellt bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/informationen-corona 

Aktuelle Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes (AA) zu internationalen Reisen finden sich unter auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/covid-19


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