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Patientensicherheit erhöhen

Hand einer Krankenpflegerin stützt die Hand einer älteren Person.

Zielgerichtete Prävention: Sturzgefahren erkennen und umgehen

International hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den 17. September als „Welttag der Patientensicherheit“ (World Patient Safety Day) ausgerufen. Dieser Aktionstag wurde erstmals 2019 festgelegt und findet jedes Jahr unter einem anderen Motto statt. Die WHO engagiert sich 2022 anlässlich dieses Tages unter dem Motto „Medication without harm“ für Medikationssicherheit.

Dieser besondere Tag ist ein guter Anlass, um Rehabilitanden- und Patientenunfälle näher zu beleuchten: Wussten Sie in diesem Zusammenhang eigentlich, dass die VBG der zuständige Unfallversicherungsträger für Patienten- und Rehabilitandenunfälle ist und sich in einem eigenen Themenfeld der systematischen Prävention dieser Unfälle widmet?

Einen beträchtlichen Teil dieser Patienten- beziehungsweise Rehabilitandenunfälle stellen Sturz- und Absturz-Unfälle dar. Der Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege definiert einen Sturz als „ein Ereignis, bei dem der Betroffene unbeabsichtigt auf dem Boden oder auf einer anderen tieferen Ebene aufkommt.“ (DNQP 2013)

In einem Krankenhaus oder einer Reha-Einrichtung können viele Faktoren die Wahrscheinlichkeit zu stürzen deutlich erhöhen. Man befindet sich in einer ungewohnten Umgebung und ist vielleicht durch eine Operation körperlich beeinträchtigt. Ein Sturz passiert schnell und ist immer ein multifaktorielles Geschehen und ein Zusammenspiel von personenbezogenen, medikamentenbezogenen und umgebungsbezogenen Risikofaktoren.

Stürze stellen für alle am Behandlungsprozess beteiligten Personen eine außerordentliche Belastung dar. Sie sind gerade bei älteren Patientinnen und Patienten häufig folgenschwere Vorfälle und können Auslöser für erhöhte Pflegebedürftigkeit oder sogar den frühzeitigen Tod sein. Zusätzlich haben Menschen, die schon einmal gestürzt sind, langfristig eine erhöhte Neigung zur Entwicklung einer Sturz- bzw. Fallangst, die wiederum große Auswirkungen auf die Lebensqualität hat.

Aber wie können Stürze in diesem Kontext verhindert werden? Nur wenn Gefahren bekannt sind, können sie aktiv gemieden und multifaktorielle Interventionsmaßnahmen clever eingesetzt werden. Für eine systematische Prävention von Patientenunfällen muss bei allen beteiligten Berufsgruppen, Pflegeempfängern und deren Angehörigen ein Risikobewusstsein geschaffen werden.

Im Sinne des Patienten-Empowerments setzt sich die VBG unter anderem deshalb dafür ein, die Gesundheits-kompetenz der Versicherten zu erhöhen. Deshalb hat die VBG Handlungshilfen mit nützlichen und übersichtlichen Informationen für Patientinnen und Patienten zur Prävention von Stürzen entwickelt. Diese finden Sie hier.

Darin erhalten Sie erste Anhaltspunkte für die Einschätzung des persönlichen Sturzrisikos und finden Tipps, wie durch einfache Maßnahmen das Sturzrisiko sinkt und die Sicherheit erhöht werden kann.



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