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Bereichsmenu FAQs zu Coronavirus SARS-CoV-2:
Gesundheits-, Versicherungsschutz, Arbeitsschutzorganisation und mehr

Gesundheitsschutz

  • Welche Bedeutung haben Corona-Schutzimpfungen im Unternehmen?                                   
    • Die Corona-Pandemie hat auch auf die Betriebe erhebliche Auswirkungen. Homeoffice und Kurzarbeit sind für die Betriebe mit erheblichem finanziellem und organisatorischen Aufwand verbunden. Um möglichst schnell wieder zu einer Arbeitswelt ohne die weitgehenden Corona-Einschränkungen zurück zu kehren, sind flächendeckende Corona-Schutzimpfungen unabdingbar. Dabei geht es sowohl um den Schutz der einzelnen Geimpften als auch um den Schutz anderer Personen. Impfungen gehören zu den wirksamsten Präventionsmaßnahmen gegenüber Infektionskrankheiten überhaupt. Corona-Schutzimpfungen durch Betriebsärztinnen und -ärzte, die ab dem 7.6.2021 möglich sind, schaffen ein niedrigschwelliges Angebot für Mitarbeitende und erhöhen die Impfquote im Betrieb. Sie sind daher für den betrieblichen Arbeitsschutz im Hinblick auf die Verhinderung betrieblicher Corona-Infektionen neben den bekannten Hygienemaßnahmen von überragender Bedeutung.

      In der EU sind derzeit vier COVID-19-Impfstoffe zugelassen (Vaxzevria von AstraZeneca, Covid19 Vaccine von Johnson&Johnson, COVID-19 Vaccine von Moderna und Comirnaty von BioNTech/Pfizer). Sie haben alle eine gute Wirksamkeit gegenüber Covid 19. Dennoch können einzelne Geimpfte nach entsprechender Exposition, in der Regel relativ leicht, erkranken oder auch ohne Symptome infiziert sein und möglicherweise das SARS-CoV-2-Virus übertragen. Alle Impfstoffe scheinen auch gegen die bisher bekannten, in Deutschland auftretenden Virusmutationen wirksam zu sein. Wie lange der Impfschutz anhält, ist derzeit noch in der Diskussion.

      Weitere Informationen zu dem Thema betriebliche Covid-19 Impfungen finden sich auf der Website der DGUV (www.dguv.de) und des VDBW (www.vdbw.de).

  • Wie sind Corona-Schutzimpfungen und eine durchgemachte COVID-19-Erkrankung zu bewerten?
    • Die Verordnung zur Regelung von Erleichterungen und Ausnahmen von Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 (COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung - SchAusnahmV) vom 8.05.2021 bezieht sich auf Personen, die vollständig geimpft sind und seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sind. Ferner werden unter bestimmten Voraussetzungen Genesene und solche Personen von der Verordnung erfasst, die einen höchstens 24 Stunden zurückliegenden Testnachweis hinsichtlich des Nichtvorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen können.

      Die in der Verordnung vorgesehenen Erleichterungen und Ausnahmen gelten nicht für Personen, die typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 aufweisen oder bei denen eine aktuelle Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen ist. Nach wie vor gelten unabhängig von dieser COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung die für den Corona-Arbeitsschutz relevanten Rechtsetzungen: z. B. Corona-Arbeitsschutzverordnung oder Corona-Arbeitsschutzregel. Auch die zum Arbeiten aus dem Homeoffice nach § 28b Absatz 7 Infektionsschutzgesetz getroffenen Regelungen bleiben unberührt und gelten weiter.

  • Wie können Coronaschutzimpfungen im Unternehmen durchgeführt werden?
    • Ab dem 7. Juni 2021 werden nach der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) vom 1. Juni 2021 auch Betriebsärztinnen und -ärzte in die COVID-19-Impfkampagne einbezogen. Gleichzeitig wird die Priorisierung aufgehoben. Im Monat Juni ist aber weiter nicht ausreichend Impfstoff zu erwarten, dass flächendeckend geimpft werden kann. Der zur Verfügung stehende Impfstoff wird zwischen Kassenvertrags-, Betriebs- und Privatärztinnen und -ärzten aufgeteilt.

      Aufgrund der Besonderheiten der COVID-19-Impfstoffe bedeutet Impfen im Betrieb eine größere organisatorische, logistische, personelle und räumliche Herausforderung als z.B. eine Grippeschutzimpfung. Diese Herausforderungen gelten in erhöhtem Maße für die mRNA-Impfstoffe, die aktuell fast ausschließlich für Erstimpfungen zur Verfügung stehen. Es sind Vorschriften hinsichtlich des Transports, der Lagerung und der Zubereitung zu beachten, die vom Aufwand „normale“ Impfungen deutlich überstiegen. Außerdem ist bei allen Impfstoffen eine Nachbeobachtung von mindestens 15 Minuten sicherzustellen. Die Teilnahme an der Coronaimpfkampagne beinhaltet zudem verpflichtend die Teilnahme an der Impfsurveillance (Dokumentation der Impfdaten beim RKI). Hierfür ist ein spezieller Zugang zum Webportal des RKI erforderlich. Zudem ist die betriebliche Zweitimpfung zu terminieren und zu organisieren, da aktuell immer noch gilt, dass Erst- und Zweitimpfung nach Möglichkeit an der gleichen Stelle durchgeführt werden sollen.

      Aufgrund der besonderen Herausforderungen der Impfung und auch der sehr kurzfristigen Bekanntgabe des Zeitpunkts und der Voraussetzungen der betrieblichen Impfungen ist aktuell eine flächendeckende Impfung in den Betrieben nicht möglich. Größere Betriebe, insbesondere mit fest angestellten Betriebsärzten sind eher in der Lage, die Herausforderungen umzusetzen als kleine und mittlere Betriebe. Zudem lohnt sich der Aufwand oft erst ab einer gewissen Betriebsgröße, zumal man inzwischen davon ausgehen kann, dass ein Teil der Beschäftigten bereits geimpft ist. Insbesondere kleinere oder mittlere Betriebe sollten daher ihre Beschäftigten darauf hinweisen, die bereits etablierten Angebote durch Hausärzte und Impfzentren zu nutzen und dort terminierte Impftermine unbedingt wahrzunehmen.

      Hilfreiche Informationen rund um das Thema betriebliche COVID-19 Impfungen finden sich auf der Website der BDA Wirtschaft gegen Corona – Impfen & Testen: Die Wirtschaft engagiert sich, machen Sie mit! (wirtschafttestetgegencorona.de)

  • Was ist bei Beschäftigten mit Vorerkrankungen zu beachten?
    • Es gibt Vorerkrankungen, die mit schweren Verläufen bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 assoziiert sind. Dabei spielt neben dem Schweregrad der Erkrankung auch das Vorkommen weiterer Einflussfaktoren (z.B. Alter, Geschlecht, Gewicht, bestimmte Verhaltensweisen, adäquate medikamentöse/therapeutische Einstellung) eine große Rolle. Aus diesem Grund ist eine generelle Festlegung zur Einstufung in eine Risikogruppe meist nicht möglich. Vielmehr erfordert dies eine personenbezogene Risiko-Einschätzung, im Sinne einer (arbeits-) medizinischen Beurteilung. Diese sollte allen Beschäftigten angeboten werden, die sich zu einer der vom RKI ausgewiesenen Risikogruppen zählen oder die unsicher sind, ob sie zu einer Risikogruppe gehören. 

      Gemeinsam mit dem Betriebsarzt kann geprüft werden, ob im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf besteht und ob der konkrete Arbeitsplatz mit einem erhöhten Risiko für eine SARS-CoV-2 Infektion verbunden ist. Auf Wunsch der Betroffenen kann der Betriebsarzt bei einer festgestellten individuellen Gefährdungslage dem Arbeitgeber einen Arbeitsplatzwechsel oder weitere Maßnahmen für die Zeit der erhöhten Infektionsgefährdung raten.

      Für besonders schutzbedürftige Beschäftigte ermöglicht die Arbeitsmedizinische Empfehlung AME Umgang mit aufgrund der SARS-CoV-2-Epidemie besonders schutzbedürftigen Beschäftigtenden Verantwortlichen im Arbeitsschutz eine systematische Beratung von Risikogruppen.

  • Was ist bei schwangeren Beschäftigten zu beachten?
    • Aktuell gibt es keine Hinweise, dass Schwangere durch SARS-CoV-2 gefährdeter sind als die allgemeine Bevölkerung. Allgemeine Empfehlungen zum Infektionsschutz gelten auch für Schwangere. Generell kann hohes Fieber während des ersten Schwangerschaftsdrittels das Risiko von Komplikationen und Fehlbildungen erhöhen (RKI). 

      Die Gefährdung von schwangeren Beschäftigten ergibt sich aus den durch die Tätigkeit oder die Tätigkeitsumstände und den möglichen Expositionsszenarien, wegweisend ist die Gefährdungsbeurteilung. Eine besondere Gefährdung ergibt sich zum Beispiel bei Schwangeren mit erhöhtem Personenkontakt. Das betrifft insbesondere zum Beispiel die Kassenarbeitsplätze im Einzelhandel. Dieses Infektionsrisiko kann auch nicht durch technische oder organisatorische Maßnahmen auf ein für Schwangere vertretbares Maß reduziert werden. Eine schwangere Mitarbeiterin kann daher in der derzeitigen Situation an diesen Arbeitsplätzen nicht mehr beschäftigt werden.

      Ein betriebliches Beschäftigungsverbot ist für alle schwangeren Frauen spätestens dann auszusprechen, wenn in ihrem Arbeitsbereich ein Erkrankungsfall als laborbestätigter COVID-19-Fall oder ein ärztlich begründeter Verdachtsfall entsprechend Definition des Robert-Koch-Instituts (RKI) auftritt; ebenso bei einem erhöhten Risiko des Kontaktes mit COVID-19-Fällen. Das betriebliche Beschäftigungsverbot ist bis zum vollendeten 14. Tag nach dem Auftreten des COVID-19-Falls auszusprechen.

  • Welche Masken sind im Unternehmen zu tragen?
    • Der Arbeitgeber hat medizinische Gesichtsmasken (Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder FFP2-Masken zur Verfügung zu stellen, wenn die Anforderungen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung an die Raumbelegung nicht eingehalten werden können, oder der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann oder mit einem erhöhten Aerosolausstoß zu rechnen ist.

      Mund-Nasen-Schutz (MNS) ist ein Einmalprodukt und muss regelmäßig gewechselt werden. Zusätzlich muss ein MNS bei Kontamination oder Durchfeuchtung gewechselt werden.

      Alternativ kann höherwertiger Atemschutz, zum Beispiel FFP2-Atemschutzmasken, getragen werden. Die möglicherweise erhöhte Belastung durch das Tragen von Atemschutzmasken im Vergleich zu Mund-Nase Schutz ist im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen. Auch FFP2-Masken (in der Regel mit der Bezeichnung NR= non reusable) sind Einmalprodukte. Eine Aufbereitung und Wiederverwendung sind im beruflichen Kontext nicht vorgesehen.

      Für FFP2-Atemschutzmasken oder vergleichbare Atemschutzmasken gilt aufgrund der körperlichen Belastung eine Tragezeitbegrenzung. Anhaltspunkte für eine Tragezeitbegrenzung sind in der DGUV-Regel 112-190 „Benutzung von Atemschutzgeräten“ beschrieben. Es ergeben sich daraus eine Tragezeit von 75 Minuten, anschließender Erholungszeit von 30 Minuten bis zu 3-mal täglich und für belastungsarme Tätigkeiten eine Tragezeit von 120 Minuten, anschließender Erholungszeit von 30 Minuten bis zu 3-mal täglich. Diese Anhaltspunkte können unter Beachtung der Gefährdungsbeurteilung (z. B. Arbeitsschwere, Produktionstätigkeiten mit Schwebstoffen in der Atemluft) angepasst werden. Hinweise hierzu finden sich in der Stellungnahme des Ausschusses für Arbeitsmedizin (AfAMed) zu Tragezeitbegrenzungen für FFP2-Masken . Neben FFP2-Atemschutzmasken sind auch gleichwertige Produkte zulässig, siehe auch Anlage der SARS-CoV 2-Arbeitsschutzverordnung. Hinweise zur Verwendung von medizinischen Gesichtsmasken und partikelfiltrierenden Halbmasken (FFP-Masken) gibt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

  • Was muss eine Unternehmerin/ein Unternehmer im Rahmen der aktuellen Pandemielage beachten?
    • Im Rahmen der Pandemie muss die Unternehmerin beziehungsweise der Unternehmer die Infektionsgefahr der Beschäftigten auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung einschätzen sowie bei Bedarf Maßnahmen des Arbeitsschutzes ableiten und umsetzen. Dabei hat sie/er sich an der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des BMAS, der Coronaverordnung des jeweiligen Bundeslandes und an den Handlungsanleitungen zu Umsetzung der Unfallversicherungsträger zu orientieren und auch betriebsärztliche Unterstützung einzubeziehen. Sofern Beschäftigte im Homeoffice arbeiten können, haben Arbeitgeber dies zu anzubieten. Beschäftigte haben dies anzubieten, sofern keine zwingenden Gründe dagegensprechen. Allgemeine Abstands- und Hygieneregeln, die im öffentlichen Bereich gelten sind, soweit es die Tätigkeit zulässt, auf die Unternehmen zu übertragen. Neben der Bereitstellung von mindestens medizinischem Mund-Nasen-Schutz müssen Arbeitgeber allen Beschäftigten, die nich dauerhaft im Homeoffice arbeiten, zweimal wöchentlich auch Coronatests anbieten.

      Bei einer festgestellten Gefährdung ist den Beschäftigten eine arbeitsmedizinische Vorsorge nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge als Angebots- oder Wunschvorsorge zu ermöglichen. Arbeitsmedizinische Vorsorge kann als telefonische/telemedizinische Anamneseerhebung und Beratung durchgeführt werden. Zur Entlastung der betriebsärztlichen Praxistätigkeit und Vermeidung möglicher Infektionsketten wird empfohlen, sonstige ärztliche Konsultationen, die rechtlich nicht vorgeschrieben sind, möglichst telefonisch/telemedizinisch abzuwickeln oder zu verschieben.

  • Wir verfügen über ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Viele der dort ergriffenen Maßnahmen erreichen unsere Beschäftigten aufgrund der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Homeoffice derzeit nicht. Was können wir tun, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesund und motiviert zu halten?
    • Die Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinträchtigen gegenwärtig das Arbeits- und Privatleben der meisten Menschen. Wenn Sie im Rahmen Ihres Betrieblichen Gesundheitsmanagements Maßnahmen abgeleitet haben, kann es durchaus sinnvoll sein, diese auch unter den gegenwärtigen Umständen fortzuführen. Es empfiehlt sich jedoch, zuvor die Sinnhaftigkeit der Maßnahme(n) zu überprüfen und ihre Durchführung an die gegenwärtigen Umstände anzupassen. War früher das gesunde Mittagessen in der Kantine wichtig für Ihre Beschäftigten, so helfen heute gegebenenfalls Tipps für die Zubereitung gesunder Mahlzeiten zuhause. Was früher das Betriebssportangebot war, lässt sich heute ggf. durch entsprechende Online-Angebote qualifizierter Dienstleister kompensieren. Verfügen Sie über eine externe Mitarbeiterberatung beziehungsweise ein Employee-Assistance-Program? Die Unterstützung Ihrer Beschäftigten ist in der derzeitigen Situation wichtiger als zuvor. Binden Sie dabei Ihren Dienstleister sowie Ihre betrieblichen Expertinnen und Experten für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ein. Übrigens: Für den Erhalt der psychischen Gesundheit im „verschärften Homeoffice“ gibt es eine Reihe von Tipps und Empfehlungen der VBG; sowohl für Beschäftigte als auch für Führungskräfte. Und bei Fragen stehen Ihnen auch die Präventionsexpertinnen und -experten der VBG gerne zur Verfügung.

  • Was gilt es zu beachten, wenn eine beschäftigte Person nach längerer AU-Zeit wieder in den Betrieb zurückkehrt?
    • Gerade in der heutigen Zeit ist die Bedeutung gesunder und leistungsfähiger Beschäftigter offensichtlich. War eine beschäftigte Person länger als 6 Wochen in den vergangenen 12 Monaten arbeitsunfähig, ist der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin verpflichtet, dieser Person ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) anzubieten. Ob BEM-Berechtigte das Angebot annehmen, steht ihnen allerdings frei. Nähere Informationen zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement finden Sie in der gleichnamigen Broschüre unter www.vbg.de/bem. Benötigen Sie Unterstützung bei der strukturellen Umsetzung von BEM in Ihrem Betrieb, helfen Ihnen die BEM-Ansprechpersonen der VBG. Diese sind im Faltblatt unter www.vbg.de/bem aufgeführt. Für Unterstützung in BEM-Einzelfällen stehen Ihnen die Verbindungs- und Koordinierungsstellen für Rehabilitation der VBG zur Verfügung (www.vbg.de/ansprechstellen) Übrigens: Ein BEM kann auch Personen angeboten werden, welche weniger als 6 Wochen in den vergangenen 12 Monaten arbeitsunfähig waren. Im Rahmen der Pandemie können ggf. Gespräche auch telefonisch erfolgen. Außerdem bietet sich das BEM-Verfahren im Einzelfall auch an, um die Möglichkeiten für den weiteren Einsatz von besonders schutzbedürftigen Personen, also Beschäftigte, die ein erhöhtes Risiko haben, schwer an Covid-19 zu erkranken, während der Pandemie zu prüfen.

  • Welche Maßnahmen sind erforderlich, wenn Beschäftigte im Bereich Sicherungsdienstleistungen die Zutrittskontrolle mit Kundenkontakt an Eingängen von Gebäuden durchführen?
    • Bei der Zutrittskontrolle sollte auf einen ausreichenden Abstand bei einem Dialog mit Kunden geachtet werden. Besteht direkter Kontakt, sind eine Atemschutzmaske FFP 2 und Einmal-Nitrilhandschuhe zu tragen. Weiter ist eine regelmäßige Handreinigung oder Handdesinfektion zu ermöglichen. Wenn dies nicht erfolgen kann, sollte in Absprache mit dem Auftraggeber auf einen direkten Kundenkontakt (zum Beispiel Nachschau) verzichtet werden.

  • Können Lüftungsanlagen verwendet werden?
    • Nach Angaben des Umweltbundesamtes ist es grundsätzlich denkbar, dass das Coronavirus durch Lüftungs- und Klimaanlagen weiterverbreitet werden könnte. Bei zentralen Lüftungs- und zentralen Klimaanlagen ist die regelmäßige Wartung und Kontrolle sehr wichtig, um beispielsweise Fehlströmungen der abgesaugten Luft zu vermeiden. Wenn die Luftführung konsequent getrennt voneinander erfolgt, sodass die in einem Raum abgesaugte Luft nicht in andere Bereiche eines Gebäudes gelangen kann, besteht kein Risiko der Übertragung von Viren.

      Im Umluftbetrieb sollten Lüftungsanlagen deshalb aktuell aus Gründen des Infektionsschutzes nicht betrieben werden. Es wird daher empfohlen, Lüftungsanlagen abzuschalten, die nur Raumluft umwälzen und konditionieren (Heizen, Kühlen, Befeuchten). Diese Anlagen sind in der Regel nicht mit geeigneten Filtern ausgestattet und tragen im Zweifelsfall zur Verteilung der Viren bei.

  • Ist die Einhaltung der AHA+L Regel weiterhin erforderlich?
  • Was ist der Vorteil von regelmäßigem Lüften?
    • Durch regelmäßiges Lüften findet ein Luftaustausch von Innenraumluft mit frischer Außenluft statt. Dabei werden unter anderem verbrauchte Luft, Schadstoffe von Materialien (z. B. Möbel, Fußbodenbelag), Partikel sowie Biostoffe, z. B. Krankheitserreger, nach außen abtransportiert, um eine gute Luftqualität in Innenräumen zu gewährleisten.

      Bei der Lüftung kann zwischen der freien Lüftung und der technischen Lüftung unterschieden werden. Die freie Lüftung erfolgt zumeist über Fenster. Dabei ist die regelmäßige Stoßlüftung mit weit geöffneten Fenstern und am besten auch mit zusätzlich weit geöffneten Türen (Querlüftung) am effektivsten. Gerade im Winter sind zumeist schon wenige Minuten ausreichend. Von permanent gekippten Fenstern ist abzuraten, da diese zu keinem wesentlichen Luftaustausch führen, aber das Auskühlen der Räume fördern.

      Bei der technischen Lüftung wird über zentrale oder dezentrale raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) kontinuierlich gefilterte Frischluft von außen in die Innenräume geleitet. Beim Einsatz von Klimaanlagen kann die Luft gleichzeitig auch noch erwärmt, gekühlt, be- und/oder entfeuchtet werden. Weitere Informationen enthält auch FBVW-502 „SARS-CoV-2: Empfehlungen zum Lüftungsverhalten an Innenraumarbeitsplätzen“ | DGUV Publikationen.

  • Gibt es ein Übertragungsrisiko von SARS-CoV-2 bei RLT-Anlagen?
    • Das Übertragungsrisiko von SARS-CoV-2 über sachgerecht instandgehaltene mit Frischluft betriebenen RLT-Anlagen ist als gering einzustufen. Daher sollten RLT-Anlagen nicht abgeschaltet werden, sondern im Gegenteil die Außenluftzufuhr über die RLT-Anlage erhöht und ein Umluftbetrieb vermieden oder soweit wie möglich reduziert werden.

  • Ist der Einsatz von Umluftgeräten (z. B. Ventilatoren) in Innenräumen während der SARS-CoV-2 Pandemie möglich?
    • Der Betrieb von Umluftgeräten führt nicht dazu, dass die Luft im Innenraum mit Außenluft ausgetauscht wird. Umluftgeräte tragen lediglich zu einer gleichmäßigen Verteilung der Luft im Raum bei. Auch ohne Umluftgeräte findet durch die Wärmeabgabe anwesender Personen und elektrischer Geräte sowie der Bewegung von Personen eine Luftbewegung statt, wodurch die Luft im Raum schon nach kurzer Zeit durchmischt wird. Umluftgeräte beschleunigen diesen Vorgang nur.

      Bei freier Lüftung über Fenster sollte das Lüftungsintervall bei Stoßlüftung von den nach ASR A3.6 empfohlenen 60 Minuten auf 20 Minuten verkürzt werden. Je nach Außentemperatur sollte die Lüftungsdauer 3 Minuten (Winter) bis 10 Minuten (Sommer) betragen. Thermische Unbehaglichkeit ist zugunsten des dadurch verbesserten Gesundheitsschutzes in Kauf zu nehmen.

  • Ist der Einsatz von Luftreinigungsgeräten sinnvoll?
    • Luftreinigungsgeräte sollen Partikel, gasförmige Verbindungen und mikrobielle Kontaminationen aus der Luft entfernen und somit zu einer Verbesserung der Luftqualität beitragen. Es kann zwischen Filtration und einer Luftbehandlung auf Basis von z. B. Ozon, kaltem Plasma, Elektrofiltern, Ionisation oder UVC-Strahlung unterschieden werden. Zur Reduktion der Virenlast ist jedoch eine Luftreinigung weniger effektiv als die direkte Frischluftzufuhr von außen. Eine Luftreinigung über Filtration und die Luftbehandlung mit UV-C Strahlung findet auch in RLT-Anlagen Anwendung. Luftreinigungsgeräte sollten nur ergänzend zu der Einhaltung der AHA+L-Regel (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske + Lüften) eingesetzt werden.

  • Was ist im Zusammenhang mit dem Corona-SARS-CoV-2-Virus bei der Benutzung der Duschen im Unternehmen z.B. nach Arbeiten mit starker Verschmutzung zu beachten?
    • Unter dem Aspekt des Infektionsschutzes und der Hygiene sollten bei der Benutzung von Duschgelegenheiten beim Arbeitgeber folgende Maßnahmen eingehalten werden: Duschen sollten jeweils nur von einer Person genutzt werden. Der Aufenthalt in der Dusche ist so kurz wie möglich zu gestalten. Vor der Reinigung des Gesichts gründlich die Hände mit dem Duschmittel reinigen. Nach Kontakt mit Flächen, mit denen auch andere Personen Kontakt haben, z.B. Türklinken, nicht an die Schleimhäute fassen. Nochmals gründliches Händewaschen (20-30 sec) mit Flüssigseife vor Verlassen der Dusche.

      Die Duschen sollten gut belüftbar sein und gut belüftet werden, entweder durch Fensterlüftung oder durch Abluft, möglichst mit Erhöhung des Luftaustauschs. Zwischen den Duschvorgängen verschiedener Personen einen Zeitabstand von 5-10 Minuten einzuhalten, in dem zusätzlich gelüftet wird. Zeitgleiche Benutzung von Duschen, Waschgelegenheiten und Umkleideräumen durch Angehörige verschiedener Arbeitsteams sind zu vermeiden. Regelmäßige gründliche Reinigung der Duschen, Reinigungsintervalle sind ggf. zu erhöhen.

  • Wer übernimmt die Kosten für Corona Abstrichtests(PCR-Test) sowie Antikörpertests?
    • Tests bezüglich Corona-SARS-CoV-2-Virus werden in der Regel durch die gesetzliche Krankenkasse übernommen. Die Indikation trifft der behandelnde Arzt oder das zuständige Gesundheitsamt. Aufgrund einer Ende Mai 2020 in Kraft getretenen Gesetzesänderung ist eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen oder ggf. durch das Bundesland (z.B. Bayern) auch bei erweiterten Testkriterien vorgesehen.

      Die Berufsgenossenschaften übernehmen Kosten für SARS-CoV-2-Tests nur unter bestimmten Bedingungen nach Anzeige einer Berufskrankheit oder nach Meldung eines Arbeitsunfalls. SARS-CoV-2-Tests können unabhängig von ihrem Ergebnis nur übernommen werden, wenn die betroffenen Versicherten im Infektionszeitaum in einem nach BK-Nr. 3101 definierten Beschäftigungsbereich tätig waren, direkten Kontakt zu einer Indexperson hatten und Krankheitserscheinungen bestehen.

  • Was sind Antigen-Schnelltests und welche Arten von Antigen-Schnelltests stehen zur Verfügung?
    • Die SARS-CoV-2-Diagnostik stellt eine tragende Säule im Rahmen der Erkennung der Infektion und der Steuerung von Maßnahmen dar. Für den Nachweis einer akuten Infektion mit SARS-CoV-2 stehen derzeit zwei un­terschiedliche Testverfahren für den Erregernachweis zur Verfügung: PCR-Tests mit Nukleinsäureamplifikationstechnik und Antigen-Schnelltests (Point-of-Care-Tests). Diese Tests sind zur Anwendung durch Fachpersonal vorgesehen: PCR-Tests als La­bortests und „Point-of-Care-“(POC-) Tests, die direkt vor Ort fachgerecht durchgeführt werden können.

      Es werden zwei Arten von Antigen-Schnelltests unterschieden, die Point-of-Care-Antigen-Schnelltests für den professionellen Gebrauch („Schnelltests“) und die Antigen-Schnelltests zur Eigenanwendung durch Laien („Selbsttests“). Die Abgabe dieser Tests ist in der Medizinprodukte-Abgabeverordnung reguliert. Die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassenen PoC-Tests sind in der Liste der aktuell zugelassenen Schnelltests aufgeführt. Eine Übersicht der Selbsttests findet sich unter Liste der aktuell zugelassenen Selbsttests.

      Zur Minderung des betrieblichen SARS-CoV-2-Infektionsrisikos hat der Arbeitgeber Beschäftigten, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, mindestens zweimal pro Woche einen Test auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 anzubieten. Nachweise über die Beschaffung oder die Durchführung der Teste sind bis zum 30.06.21 aufzubewahren.

  • Was soll bei der Durchführung von Antigen-Schnelltests in Unternehmen in der Teststrategie beachtet werden?
    • Schnelltests sind insbesondere dann sinnvoll, wenn die AHA-LRegel nicht (dauerhaft) eingehalten werden kann oder eine besondere Gefährdung von Beschäftigten besteht. Dies kann beispielsweise im Außendienst oder bei häufig wechselnden Kontakten der Fall sein. Reihentestungen sind nicht sinnvoll. Eine Kontaktreduzierung und die Einhaltung der AHA+L-Regel gelten abgesehen von der Impfung immer noch als wirksamste Maßnahme zur Verhinderung einer Ansteckung und sollten daher vorrangig erfolgen.

      Durch Antigentests kann eine breite und schnelle Testung vieler Personen erfolgen. Bei korrekter Durchführung des Tests kann ein schnelles Ergreifen von Maßnahmen zu einer Verbesserung des Infektionsschutzes und zu einer Verlangsamung der Ausbreitung von SARS-CoV-2 führen und Infektionsketten im Unternehmen verhindern. Vermehrtes Testen kann durch die zeitnahe Erkennung von Infektionen, die andernfalls unentdeckt geblieben wären, mehr und frühzeitigere Kontaktreduktionen durch häusliche Absonderung ermöglichen.

      Zur Minderung des betrieblichen SARS-CoV-2-Infektionsrisikos hat der Arbeitgeber Beschäftigten, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, mindestens zweimal pro Woche einen Test auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 anzubieten.

      Im Rahmen der betrieblichen Teststrategie sollten folgende Themen berücksichtigt werden: Auswahl und Schulung der testenden Personen; Auswahl geeigneter, großer und gut zu belüftender Räume; Bereitstellung von PSA für die testenden Personen; Häufigkeit der Testungen; Umgang mit positiven Schnelltestergebnissen. Betriebsärzte sollten bei der Konkretisierung der Teststrategie unterstützend einbezogen werden.

  • Woher weiß man, dass man immun gegen das Coronavirus ist?
    • Nur wenn man nachweislich mit dem Coronavirus infiziert bzw. an COVID-19 erkrankt war, könnte man bei einem positiven Antikörpertest von einer Immunität ausgehen. Es ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht bekannt, wie lange diese Immunität beim Einzelnen anhält. Die momentan verfügbaren Antikörpertests bringen keine weitere Sicherheit und sollten nicht zur Klärung der Immunität bei einzelnen Menschen eingesetzt werden. Sie werden derzeit nur im Rahmen von Studien sinnvoll eingesetzt.

  • Gibt es Besonderheiten der arbeitsmedizinischen Vorsorge in Pandemiezeiten?
    • Die arbeitsmedizinische Vorsorge soll einen Beitrag zur Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit und zur Fortentwicklung des betrieblichen Gesundheitsschutzes leisten. Gerade in Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie sind über den Anlass hinausgehende Gesichtspunkte der arbeitsmedizinischen Vorsorge besonders wichtig.

      Zusätzliche Beratungsinhalte bei der Vorsorge können z. B. sein:
      - Korrekte Verwendung von Mund-Nasen-Schutz (MNS) sowie Auswahl geeigneter Masken
      - Gestaltung eines Arbeitsplatzes im Home-Office
      - Verhältnis- und Verhaltensprävention bei Rückkehr an den Arbeitsplatz nach Home-Office oder nach durchgemachter Corona-Infektion
      - Besonderheiten bei besonders schutzwürdigen Personengruppen („Risikogruppen“)

      In Zeiten einer erhöhten Infektionsgefährdung kann die Beratung im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge gemäß Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) telefonisch erfolgen. Dies ist zu dokumentieren. Sinnvolle, notwendige apparative oder klinische Untersuchungen, denen Beschäftigte zugestimmt haben, sind nachzuholen, sobald sich die Infektionslage hinreichend normalisiert hat.

  • Wie ist das Vorgehen bei einem Nachweis einer Corona-Infektion im Betrieb?
    • Zeigt ein Mitarbeiter Symptome von Covid-19, ist das zuständige Gesundheitsamt der erste Ansprechpartner für Betriebe. Das Gesundheitsamt ist dann für den Meldeweg zuständig und prüft, welche weiteren Maßnahmen zu ergreifen sind. Außerdem informiert die Behörde, welche Maßnahmen durch die Unternehmen weiter zu veranlassen sind.

      Bei Tätigkeiten, wo der Kontakt mit potentiell infizierten Personen oder infektiösem Material im direkten Bezug zur beruflichen Tätigkeit steht (z.B. im Gesundheitswesen, in medizinischen und mikrobiologischen Laboratorien, in der Biotechnologie u.Ä.), kann für den Arbeitgebenden eine Pflicht zur unverzüglichen Meldung einer Infektion an die zuständige Behörde bestehen (gemäß § 17 BioStoffV).

      Bei einem konkreten Corona-Verdacht, z.B. bei auftretenden Beschwerden, sollten die betroffenen Beschäftigten vom Unternehmen/Vorgesetzten nach Hause geschickt werden, sie wenden sich anschließend an den Hausarzt oder Hausärztin. Dieser entscheidet über das weitere Vorgehen hinsichtlich des Betroffenen. Bis zur Freigabe durch Hausarzt oder Gesundheitsamt bleibt der Mitarbeitende in häuslicher Quarantäne. Im Betrieb sollten alle Kontaktflächen der betroffenen Person von unterwiesenen Reinigungskräften gründlich gereinigt/desinfiziert werden.

      Die unmittelbaren Kontaktpersonen im Betrieb werden ermittelt. Dabei sollte eine Abschätzung erfolgen, wie intensiv und lange der Kontakt war, um die potentielle Gefährdung zu beurteilen. Die Einteilung in Gefährdungskategorien erfolgt gemäß den Vorgaben im Kontaktpersonenmanagement des RKI. Bei einer bestätigten Erkrankung müssen die Namen dieser Personen an das Gesundheitsamt übermittelt werden. Weiteres Vorgehen dann nach Maßgabe des Gesundheitsamtes und den einzelnen Ländervorgaben. Weitere Informationen hierzu enthält die Information Coronavirus SARS-CoV-2-Verdachts-/Erkrankungsfälle im Betrieb der DGUV. Die VBG empfiehlt in diesem Zusammenhang auch die Nutzung der Corona-Warn-App.

  • Welche Rolle spielen Tröpfchen und Aerosole bei der Übertragung von SARS-CoV-2?
    • Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 ist nach Angaben des RKI die Aufnahme virushaltiger Flüssigkeitspartikel über die Atemwege, die beim Atmen, Husten, Sprechen und Niesen entstehen. Je nach Partikelgröße unterscheidet man Tröpfchen (größer als 5 µm) von kleineren Partikeln (Tröpfchenkerne oder infektiöse Aerosole, kleiner als 5 µm). Der Übergang ist fließend, durch Austrocknung in der Luft können aus Partikeln, die in Tröpfchengröße ausgeschieden werden, Tröpfchenkerne entstehen. Beim Atmen und Sprechen, aber noch weitaus stärker beim Schreien und Singen werden vorwiegend kleine Partikel (Aerosol) ausgeschieden, beim Husten und Niesen entstehen zusätzlich deutlich mehr Tröpfchen.

      Grundsätzlich ist nach Aussagen des RKI die Wahrscheinlichkeit einer Exposition gegenüber Tröpfchen und Aerosolen im Umkreis von 1-2 m um eine infizierte Person herum erhöht. In Innenräumen besteht bei schlechter Lüftung die Gefahr der Übertragung von SARS-CoV-2-Viren durch Aerosole über größere Abstände. Aerosole können im Gegensatz zu Tröpfchen, die rasch (innerhalb von 1,5 – 2 m) zu Boden sinken, längere Zeit in der Raumluft schweben. Das Risiko ist erhöht in kleinen Räumen, bei einer großen Anzahl gleichzeitig anwesender Personen sowie schlechter Belüftung des Raumes. Durch verstärktes Lüften kann die Konzentration von möglicherweise in der Raumluft vorhandenen schwebenden Viren reduziert und damit das Infektionsrisiko gesenkt werden. Im Freien besteht ein geringes Infektionsrisiko durch Aerosole.


Versicherung

  • Sind Beschäftigte, die Corona-Schnelltests im Unternehmen durchführen, hierbei versichert?
    • Beschäftigte, die auf Weisung ihres Arbeitgebers bei anderen Beschäftigten im Unternehmen einen Corona-Schnelltest während der Arbeitszeit durchführen, bspw. in Bildungseinrichtungen, sind sowohl bei der Schulung für diese Tätigkeit als auch bei Durchführung der Tests versichert. Zuständig ist in diesen Fällen der Unfallversicherungsträger des die Testung veranlassenden Unternehmens bzw. der die Testung veranlassenden Einrichtung.

  • Bin ich auch auf den Wegen von und zum Ort der Testung bzw. Impfung versichert?
    • Besteht Versicherungsschutz im Zusammenhang mit Impfungen bzw. Testungen, sind auch die dazugehörigen Wege einbezogen.

  • Bin ich auch im Home-Office unfallversichert?
    • Ein Unfall infolge einer versicherten Tätigkeit ist ein Arbeitsunfall und steht damit unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Maßgeblich ist dabei nicht unbedingt der Ort der Tätigkeit, sondern die Frage, ob die Tätigkeit in einem engen Zusammenhang mit den beruflichen Aufgaben steht – das Bundessozialgericht spricht hier von der „Handlungstendenz“. Nicht versichert sind Wege im Home-Office mit der Handlungstendenz, eigenwirtschaftlichen – das heißt privaten – Tätigkeiten nachzugehen. Fällt eine versicherte Person beispielsweise die Treppe hinunter und verletzt sich dabei, weil sie eine private Paketsendung entgegennehmen will, so wäre dies nicht versichert. Wege zum Holen eines Getränks, zur Nahrungsaufnahme oder zur Toilette sind im Homeoffice in gleichem Umfang versichert wie auf der Unternehmensstätte.

      Unmittelbare Wege zu und von dem Ort, an dem Versicherte wegen ihrer beruflichen Tätigkeit ihre Kinder zur Betreuung fremder Obhut anvertrauen, z.B. zum Kindergarten oder zur Kita, stehen unter Versicherungsschutz, wenn die versicherte Tätigkeit an dem Ort des gemeinsamen Haushalts ausgeübt wird.

      Die Abgrenzung zwischen versicherter und unversicherter Tätigkeit ist gerade im Home- Office nicht ganz einfach und muss im Einzelfall betrachtet werden.

       

  • Unsere Beschäftigten arbeiten wegen der Corona-Epidemie im Homeoffice. Zum Teil ist das vertraglich nicht geregelt. Was ist für den Versicherungsschutz zu beachten?
    • Für den Versicherungsschutz ist es unerheblich, ob eine vertragliche Regelung zum Arbeitsort besteht. Es kommt auf die zum Unfallzeitpunkt verrichtete Tätigkeit an. Versichert sind nur betriebliche Tätigkeiten. Dazu zählen jetzt auch, wie auf der Unternehmensstätte, beispielsweise Wege innerhalb der eigenen Wohnung, die zurückgelegt werden, um sich während der Arbeitszeit Nahrung oder ein Getränk aus dem Kühlschrank zu holen. Fällt eine versicherte Person jedoch die Treppe hinunter und verletzt sich dabei, weil sie im Keller die Wäsche aufhängen will, so wäre dies nicht versichert.

  • Kann die Ansteckung mit Corona ein Arbeitsunfall bzw. eine Berufskrankheit sein?
    • Als Berufskrankheit kommt bei COVID-19 allein eine Berufskrankheit (BK) nach der Nr. 3101 (Infektionskrankheiten) der Anlage 1 zur Berufskrankheitenverordnung (BKV) in Betracht. Die Anerkennung einer COVID-19 Erkrankung als BK setzt voraus, dass die erkrankte Person im Gesundheitsdienst, der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig war oder durch eine andere Tätigkeit in ähnlichem Maße infektionsgefährdet war. 

      Erfolgt eine Infektion mit dem Corona-Virus infolge einer Beschäftigung außerhalb dieser Tätigkeitsbereiche, kann eine daraus resultierende Erkrankung auf der Grundlage der aktuellen Erkenntnisse über die Verbreitung des Corona-Virus auch einen Arbeitsunfall darstellen. 

      Ob die Voraussetzungen zur Anerkennung einer COVID-19-Erkrankung als Arbeitsunfall oder Berufskrankheit vorliegen, kann nur aufgrund der jeweiligen Umstände des Einzelfalles geprüft und bewertet werden. 

      Die Infektion muss auf eine nachweislich mit dem Virus infizierte Person („Indexperson“) zurückzuführen sein. Hierbei kommt es vor allem auf die Dauer und die Intensität des Kontaktes an. 

      Lässt sich keine konkrete Indexperson feststellen, kann im Einzelfall z.B. auch eine größere Anzahl infizierter Personen innerhalb eines Betriebes oder Einrichtung ausreichen. Dies gilt im Übrigen auch, wenn die Infektion auf dem Weg zur oder von der Arbeit eingetreten ist. 

      Infektionen, die in grundsätzlich unversicherten Lebensbereichen (z.B. beim Kantinenbesuch oder in Gemeinschaftsunterkünften) eintreten, können nur in eng begrenzten Ausnahmefällen als Arbeitsunfälle gelten. Voraussetzung ist, dass dort eine gesteigerte Infektionsgefahr besteht, die ausnahmsweise dem unternehmerischen Verantwortungsbereich zuzurechnen ist und der sich die versicherte Person nicht oder nur unter unzumutbaren Umständen entziehen kann. 

      Im Einzelfall wird geprüft, ob im maßgeblichen Infektionszeitraum Kontakt zu anderen Indexpersonen außerhalb der versicherten Tätigkeit bestand und ob dies einer Anerkennung als Arbeitsunfall oder BK entgegensteht. 

      Eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Erreger ist bei Patient*innen / Rehabilitand*innen nur dann als Versicherungsfall denkbar, wenn für die versicherte Person nachgewiesen werden kann, dass sie sich die Infektion im Krankenhaus bzw. der Reha-Einrichtung durch den Kontakt mit erkranktem Klinikpersonal, anderen zu Behandelnden oder deren Besuch (nicht durch den Kontakt mit eigenem Besuch) zugezogen hat. Eine BK nach Nr. 3101 der Anlage 1 zu BKV (Infektionskrankheiten) kommt bei Patienten / Rehabilitanden, die gem. § 2 Abs. 1 Nr. 15a SGB VII versichert sind, nicht in Betracht. Es fehlt hierfür an der im Merkblatt dieser BK genannten Voraussetzung der „beruflichen Tätigkeit“. 

  • Besteht Versicherungsschutz im Homeoffice, wenn der Arbeitgeber seinen Beschäftigten online Sport-/Gymnastikkurse anbietet und dabei jemand verunfallt?
    • Versicherungsschutz kommt nur in Betracht, wenn die Voraussetzungen des Betriebssports erfüllt sind. Hierfür müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

      - Der Sport muss Ausgleichs- und nicht Wettkampfcharakter haben;

      - er muss regelmäßig stattfinden;

      - der Teilnehmerkreis muss im Wesentlichen auf Angehörige des Unternehmens bzw. der Unternehmen, die sich zu einer Betriebssportgemeinschaft zusammengeschlossen haben, beschränkt sein;

      - Übungszeit und Übungsdauer müssen in einem dem Ausgleichszweck entsprechendem Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit stehen;

      - die Übungen müssen im Rahmen einer unternehmensbezogenen Organisation stattfinden.

      Sport-/Gymnastikkurse, bei denen die Teilnahme der Beschäftigten unternehmensbezogen organisiert wird, weisen in der Regel den geforderten engen sachlichen Bezug zur betrieblichen Tätigkeit auf. Bietet der Arbeitgeber seinen Beschäftigten lediglich einen online Sportkurs an, überlässt es aber den einzelnen Beschäftigten selbst, ob, wann und wie sie im Homeoffice die Sport-/Gymnastikübungen durchführen, liegt keine unternehmensbezogene Organisation vor.

      Siehe auch FAQ "Betriebssport Yoga".

  • Besteht Versicherungsschutz auch dann, wenn sich die Betriebssportgruppe Yoga im Homeoffice virtuell zum Yoga trifft?
    • Kann der Betriebssport „Yoga“ wegen der Corona Pandemie vorübergehend nicht wie sonst mit physischer Präsenz der an diesem Betriebssport teilnehmenden Beschäftigten an einem gemeinsamen Ort stattfinden und soll er stattdessen virtuell stattfinden, so sind folgende Voraussetzungen für den Versicherungsschutz zu beachten: 

      Betriebssport, der vorübergehend im häuslichen Bereich stattfindet, bleibt nur dann versichert, wenn er weiterhin unternehmensbezogen organisiert ist. Dies könnte während der Corona Pandemie z.B. vom Arbeitgeber so organisiert werden, dass weiterhin Trainer/Trainerinnen gestellt werden und festgelegt wird, zu welcher konkreten Uhrzeit und mit welcher Dauer die regelmäßig stattfindenden Yoga-Übungsstunden im Homeoffice stattfinden sollen, also ggf. zu den bisherigen Zeiten. Die zur Übungsstunde gleichzeitige Anwesenheit des Trainers/der Trainerin und der am Sport Teilnehmenden muss gewährleistet sein. Soll dies virtuell geschehen, sind die Yogastunden so zu organisieren, dass sich alle gleichzeitig per Videokonferenz als Betriebssportgruppe treffen, d.h. sehen und hören können. Das ist erforderlich, damit Trainer/Trainerin Anleitungen geben und ggf. die Übungen korrigieren können. 

      Versichert sind alle Unfälle und Tätigkeiten, die mit der unmittelbaren Sportausübung zusammenhängen. Da der Betriebssport im häuslichen privaten Umfeld und nicht auf einer (fremden) Übungsstätte stattfindet, sind Vor- und Nachbereitungshandlungen, wie Umziehen, Duschen oder der Weg von und zum Ort, wo die Übungen in der Wohnung stattfinden, nicht versichert, analog dem Versicherungsschutz im Homeoffice.

  • Bin ich als Tänzer/in beziehungsweise Artist/in im Homeoffice versichert?
    • Für den Versicherungsschutz angestellter Tänzer*innen, Artist*innen und Musicalperformer*innen im Homeoffice kommt es, wie bei den bezahlten Sportler*innen, darauf an, dass die Ausübung des Trainings auf die Erfüllung einer arbeitsvertraglichen Haupt- oder Nebenpflicht aus dem Beschäftigungsverhältnis gerichtet ist. Das Training ist dementsprechend vom Arbeitgeber anzuordnen und zu organisieren. Es ist ein konkreter schriftlicher Trainingsplan oder eine entsprechende schriftliche Einzelanweisung des Arbeitgebers erforderlich, in dem / in der das Trainingsprogramm, das die Person durchführen muss, inhaltlich nach Ort, Art, Umfang und Form des Trainings genau festgelegt ist. Im konkreten Einzelfall sind die tatsächlichen Umstände des Einzelfalls und insbesondere die tatsächliche Umsetzung maßgeblich. 

      Das Training bei eingeführter Kurzarbeit ist nur dann versichert, wenn die Tänzer*innen, Artist*innen und Musicalperformer*innen hiermit eine gegenüber dem Arbeitgeber aus dem Beschäftigungsverhältnis resultierende Verpflichtung erfüllen. Durch die Einführung der Kurzarbeit werden die gegenseitigen Hauptleistungspflichten von Arbeitnehmer (Arbeitspflicht) und Arbeitgeber (Vergütungspflicht) im gleichen Verhältnis herabgesetzt, d.h. der Arbeitnehmer wird ganz oder teilweise von der Arbeitsleistung befreit und verliert gleichzeitig seinen Vergütungsanspruch entsprechend seiner Arbeitsreduzierung. Bei „Kurzarbeit null“, das heißt, wenn gar kein Entgelt mehr gezahlt wird, sondern Beschäftigte nur noch Kurzarbeitergeld erhalten, ruhen die arbeitsvertraglichen Pflichten. In diesen Fällen besteht kein Versicherungsschutz beim Training.

      Selbstständige Tänzer*Innen, Artist*innen und Musicalperformer*innen organisieren ihr Training eigenverantwortlich. Im Rahmen der Freiwilligen Versicherung bei der VBG besteht bei einem Training im „Homeoffice“, das der selbstständigen Tätigkeit dient, ebenfalls Versicherungsschutz. 

      Die VBG ist der zuständige UV-Träger für angestellte Tänzer*Innen, Artist*innen und Musicalperformer*innen an privaten Theatern sowie für die freiwillig versicherten selbstständigen Tänzer*Innen, Artist*innen und Musicalperformer*innen.

  • Wir haben wegen der Corona-Epidemie für die Notbetreuung der Kinder unserer Beschäftigten eine Person eingestellt. Ist diese versichert?
    • Ja, die Person, die zur Kinderbetreuung eingestellt wird, ist damit Beschäftigte des Unternehmens und somit in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert.

  • Durch den Ausfall der Kinderbetreuung während der Corona-Pandemie wird unser Kind jetzt an einem anderen Ort betreut. Bin ich auf den Wegen trotzdem versichert, wenn ich mein Kind auf dem Weg zur Arbeit dorthin bringe bzw. auf dem Nachhauseweg abhole?
    • Ja, wenn die Kinder auf dem Weg von oder zur Arbeitsstätte zur Betreuung gebracht oder von dort abgeholt werden. Die Wege von oder zum Home-Office sind in diesem Zusammenhang durch eine Gesetzesänderung zum 18.06.2021 nunmehr ebenfalls versichert.

  • Kinderbetreuung durch Eltern im Betrieb - versichert?
    • Aufgrund der Corona-Krise wurden Schulen und Kitas bundesweit geschlossen. Bei fehlender Betreuungsmöglichkeit möchte unser Unternehmen den betroffenen Beschäftigten anbieten, dass diese ihre Kinder mit in den Betrieb bringen dürfen. Für uns stellt sich nun die Frage, ob die Kinder bei der Betreuung durch die Eltern im Betrieb abgesichert sind. 

      Im Zuständigkeitsbereich der VBG sind die Kinder weder während der Betreuung durch Eltern noch aufgrund des Aufenthalts auf der Unternehmensstätte (Betrieb) versichert. In diesem Fall ist die gesetzliche Krankenversicherung die richtige Ansprechpartnerin.

       

       

  • Besteht Unfallversicherungsschutz in der Auslandsversicherung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie?
    • Es gibt keine Konstellationen, bei denen der Versicherungsschutz im Rahmen einer bei der VBG bestehenden Auslandsversicherung nach § 140 SGB VII bei einer Covid-19-Erkrankung VBG ausgeschlossen ist. Auch enthält die Richtlinie zurAuslandsversicherung keine Klausel, nach der der Versicherungsschutz aufgrund einer Reisewarnung des Auswärtigen Amtes verloren geht. Dennoch wird eine COVID-19-Erkrankung in der Regel nicht die Voraussetzungen für einen Arbeitsunfall erfüllen - siehe auch "Kann die Ansteckung mit Corona ein Arbeitsunfall bzw. eine Berufskrankheit sein?

  • Stehen Sportler und Sportlerinnen, die im Rahmen der Kurzarbeit allein im privaten Umfeld trainieren, hierbei unter Versicherungsschutz?
    • Das Training bei eingeführter Kurzarbeit ist nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII nur dann versichert, wenn die Sportlerinnen und Sportler hiermit tatsächlich eine gegenüber dem Verein / Sportunternehmen aus dem Beschäftigungsverhältnis resultierende Verpflichtung erfüllen. Werden sie vom Verein / Sportunternehmen nach Hause in „Kurzarbeit null" geschickt, bedeutet es, dass die Hauptpflichten aus dem Beschäftigungsverhältnis vollständig für eine vorübergehende Zeit ruhen, also weder eine arbeitsvertragliche Verpflichtung zur Arbeitsleistung (Wettkampf und Training etc.) noch eine Verpflichtung des Arbeitgebers zur Zahlung von Vergütung besteht. Trainieren Sportlerinnen und Sportler in diesen Fällen alleine und halten sich z.B. mit Waldläufen, Fahrrad fahren oder Ball- / Hanteltraining o.ä. fit für den Zeitpunkt, wo wieder mit der Mannschaft trainiert wird, besteht kein Versicherungsschutz.

      Befinden sich Sportler und Sportlerinnen zwar in Kurzarbeit, erhalten aber neben dem Kurzarbeitergeld noch Entgelt vom Verein / Sportunternehmen, sind Sie beim Training versichert, sofern die Ausübung des Trainings auf die Erfüllung einer arbeitsvertraglichen Haupt- oder Nebenpflicht aus dem Beschäftigungsverhältnis gerichtet ist. Das Training ist dementsprechend vom Arbeitgeber anzuordnen und zu organisieren. Hierfür ist ein konkreter schriftlicher Trainingsplan oder eine entsprechende schriftliche Einzelanweisung des Arbeitgebers erforderlich, in dem / in der das Trainingsprogramm, das die Sportlerinnen und Sportler durchführen müssen, inhaltlich nach Art und Form der Übungen, deren Anzahl, Wiederholungen der einzelnen Übungen etc. genau festgelegt ist. Dies könnte derzeit z.B. ein Training sein, das zu einer bestimmten Uhrzeit nach einem virtuellen Trainingsprogram - über digitale Medien empfangen oder Online in Echtzeit - im häuslichen Bereich von allen Sportlerinnen und Sportlern durchgeführt werden muss.

       

  • Ist das Einkaufen für Ältere und Hilfebedürftige versichert?
    • Durch die Corona-Pandemie ist die Bewegungsfreiheit, insbesondere von Älteren und Hilfebedürftigen, deutlich eingeschränkt. Die Hilfsbereitschaft, diese Menschen zu unterstützen, ist sehr groß. Hilfe beim Einkaufen, Gassi gehen mit dem Hund, Post- und Apothekengängen oder beim Arztbesuch wird nicht nur von Nachbarn aus privatem Engagement angeboten, sondern bspw. auch über Vereine, Kirchengemeinden und Unternehmen organisiert, die zur Zeit keine anderen Aufgaben für ihre Beschäftigten haben.

      Die VBG erreichen täglich Anfragen, ob die Helfenden hierbei unter Versicherungsschutz stehen. 

      Dabei gilt:

      Beschäftige, die auf Veranlassung ihres Arbeitgebers unter Weiterzahlung ihres Gehalts Hilfebedürftige unterstützen, sind hierbei weiterhin über die Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse, die für das Unternehmen zuständig ist, versichert. 

      Organisieren mehrere Personen die Hilfe bspw. im Rahmen einer Nachbarschaftsinitiative (Zusammenschluss) oder wird die Nachbarschaftshilfe z.B. von der Einrichtung einer öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaft organisiert, weil es zu deren Aufgabenbereich gehört, kommt Versicherungsschutz über die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege in Betracht. In vielen Städten und Gemeinden organisieren die Kommunen ebenfalls Hilfen für Menschen, die Unterstützung benötigen. In diesem Fall sind freiwillig Helfende über die regional zustädige Unfallkasse oder einen Gemeindeunfallversicherungsverband abgesichert. 

      Organisieren Kirchengemeinden oder Vereine die Einsätze von ehrenamtlich Engagierten, wie z.B. von Vereinsmitgliedern oder anderen Personen, indem lediglich der Kontakt zwischen Freiwilligen und Hilfebedürftigen hergestellt wird, scheidet Versicherungsschutz über den Verein oder die Kirchengemeinde aus. Die Engagierten werden in diesem Fall nicht für ihren Verein oder die Kirchengemeinde tätig, sondern für den Privathaushalt des Hilfebedürftigen. Gelegentlich ausgeübte Tätigkeiten für einen Privathaushalt, wie z.B. Einkaufen, Blumen gießen, Kinder einhüten oder den Hund ausführen, können unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen. Wichtig für den Versicherungsschutz ist, dass es sich um eine ernsthafte, dem Privathaushalt dienende Tätigkeit handelt, die einen gewissen wirtschaftlichen Wert hat und diese auch von Personen in einem Beschäftigungsverhältnis verrichtet werden könnte. In diesem Fall werden die Freiwilligen arbeitnehmerähnlich, d.h. „Wie-Beschäftigte“ (§ 2 Abs. 2 S. 1 SGB VII) für den Privathaushalt tätig. Dies gilt auch für Personen, die eigeninitiativ Ältere bei der Hausarbeit unterstützen wollen. Zuständiger Ansprechpartner in diesen Fällen ist der kommunale Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand, d.h. eine Unfallkasse oder ein Gemeindeunfallversicherungsverband. 

      Kein Versicherungsschutz besteht hingegen, wenn die Tätigkeit unternehmerähnlich (z.B. Mitbringen von Material und eigenem Handwerkszeug für Renovierungsarbeiten) ausgeübt wird oder aufgrund einer Sonderbeziehung, bspw. wenn Angehörige / Verwandte der älteren Person helfen und Einkäufe etc. erledigen.

      Erntehelfer und sonstige Hilfeleistende in der Landwirtschaft, sofern diese wie Beschäftigte für ein landwirtschaftliches Unternehmen tätig werden, sind bei der Sozialversicherung Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau – SVLFG – versichert.

      Wir empfehlen, sich zur Klärung des Versicherungsschutzes im Zweifel beim zuständigen Unfallversicherungsträger zu informieren.

  • Coronavirus - Pflegebedürftige können nach Akutbehandlung nicht zurück in Pflegeheime – Versicherungsschutz?
    • Nur Patienten, die in einem Krankenhaus auf Kosten einer gesetzlichen Krankenkasse, eines gesetzlichen Rentenversicherungsträgers oder einer landwirtschaftlichen Alterskasse stationäre oder teilstationäre Behandlung oder Leistungen zur medizinischen Rehabilitation erhalten, sind abgesichert.

      Pflegebedürftige, die nach Abschluss einer ärztlichen Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen werden sollten, aber von den Pflegeheimen (Alters-, Seniorenheime) aufgrund der aktuellen Quarantäne-Vorschriften der Länder oder der Beschlüsse der Heime nicht (wieder) aufgenommen und nun im Krankenhaus bleiben müssen und dort gepflegt werden, sind hierbei nicht gesetzlich unfallversichert. Derartige Pflegemaßnahmen sind nicht Teil einer ärztlichen Behandlung im Krankenhaus.

  • Sind Beschäftigte einer Krankenkasse versichert, wenn sie unter Fortzahlung ihrer Bezüge beurlaubt werden, um wegen der Pandemie nun Krankenhäuser oder andere Einrichtungen zu unterstützen und die Krankenkasse sich gegebenenfalls. das Gehalt erstatten lässt?
    • Ja, sie sind versichert, jedoch nicht über den Unfallversicherungsträger ihres Arbeitgebers. Während der Beurlaubung unterliegen die Beschäftigten nicht dem Weisungsrecht ihres Arbeitgebers und werden auch nicht für diesen tätig, sondern „für“ das andere Unternehmen. Der Weg von und zum Krankenhaus wäre ebenfalls vom Versicherungsschutz umfasst. Zuständig ist in diesem Fall der Unfallversicherungsträger des Krankenhauses, also die BGW oder eine Unfallkasse.

  • Welcher Versicherungsschutz besteht, wenn bei der Ev. Kirche angestellte Lehrer und Lehrerinnen ins Gesundheitsamt oder andere Behörden entsandt werden?  
    • Angestelltes Lehrpersonal, das im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses vom Arbeitgeber „entsandt“ bzw. „überlassen“ wird, um kommunale Einrichtungen (z.B. Gesundheitsamt oder andere Behörden) temporär zu unterstützen, bleibt im Falle einer erlaubten Arbeitnehmerüberlassung über den Unfallversicherungsträger des Arbeitgebers versichert, wenn dieser weiterhin zur Zahlung des Arbeitsentgelts gegenüber seinen Beschäftigten verpflichtet ist. Keiner Erlaubnis bedürfen Arbeitnehmerüberlassungen zwischen öffentlich-rechtlich organisierten Arbeitgebern, bei denen Tarifverträge des öffentlichen Dienstes beziehungsweise Regelungen des kirchlichen Arbeitsrechts und damit Arbeitsbedingungen auf vergleichbarem Niveau gelten (§ 1 Abs. 3 Nr. 2c AÜG), sodass in einem solchen Fall Versicherungsschutz über die Ev. Kirche bei der VBG bestehen würde.


Leistungen

  • Ich hatte einen Arbeitsunfall und die VBG hat mir eine Entscheidung zugeschickt. Wo finde ich Erläuterungen dazu?
    • Sie finden die Erläuterungen zu Ihren Fragen in einfacher Sprache hier. Sollten diese Erläuterungen Ihre Fragen nicht ausreichend beantworten, melden Sie sich gerne bei Ihrer Ansprechperson! Dafür können Sie auch unsere elektronische Kontaktfunktion nutzen.


Erste Hilfe

  • Durch die Corona-Virus-Pandemie ist häufig nur noch ein kleiner Teil der Beschäftigten im Unternehmen tätig, zum Beispiel auf Grund der Verlagerung der Arbeitsplätze ins Homeoffice. Muss auch für diese Beschäftigten Ersthelfende zur Verfügung gestellt werden?
    • Ja, die Grundversorgung in Bezug auf die Erste Hilfe muss sichergestellt sein. Hierbei kann auch auf externe Personen als Ersthelfende zurückgegriffen werden, zum Beispiel Sicherheitspersonal, dass oft eine Erste-Hilfe-Aus-bzw. Fortbildung nachweisen kann. Es sollte auch bei einem reduzierten Personalstamm versucht werden, die in der DGUV Vorschrift 1 festgelegte Mindestanzahl zu erreichen. Die sind bei 2 bis 20 anwesende Versicherte ein Ersthelfender, bei über 20 anwesenden Versicherten in Verwaltungs- und Handelsbetrieben 5 % und in sonstigen Betrieben mindestens 10 % der anwesenden Beschäftigten. Ist dies aufgrund der aktuellen Situation nicht immer möglich, sollte man auch unter Einbeziehung der Gefährdungsbeurteilung der vorgegebenen Anzahl an Ersthelfenden möglichst nahekommen.

  • Viele Beschäftigte arbeiten im Home-Office. Muss ich mich als Unternehmer bzw. Unternehmerin auch hier um die Erste Hilfe kümmern?
    • Da Ersthelfende erst ab zwei Anwesenden Versicherten zur Verfügung stehen müssen, ist bei allein von zu Hause aus Arbeitenden kein Ersthelfender notwendig. Arbeiten von zu Hause aus stellen in der Regel keine gefährliche Alleinarbeit dar. Deshalb ist es ausreichend, wenn die Möglichkeit besteht, erforderlichenfalls einen Notruf per Festnetz- oder Mobiltelefon absetzen zu können.

  • Welche Regelungen gibt es bei Überschreitung der Fortbildungsfrist für Ersthelfende?
    • Nach der DGUV Vorschrift 1 "Grundsätze der Prävention" hat der Unternehmer bzw. die Unternehmerin dafür zu sorgen, dass die Ersthelfenden "in der Regel" in Zeitabständen von zwei Jahren fortgebildet werden. Sollte die Fortbildungsfrist auf Grund der aktuellen Situation überschritten werden, lässt die Forderung einen gewissen Handlungsspielraum offen.

      Die seit März 2020 andauernde epidemische Lage von nationaler Tragweite hat die Möglichkeit der Unternehmen deutlich erschwert oder unmöglich gemacht, ihre Ersthelfenden im Zeitabständen von zwei Jahren fortbilden zu lassen. So dürfen aktuell auf Basis der Corona-Verordnungen in einigen Bundesländern seit 15.12.2020 erneut keine betrieblichen Erste-Hilfe-Aus- und Fortbildungen durchgeführt werden.

      Wenn auf Grund dieser Rahmenbedingungen ansonsten die Zahl der erforderlichen ausgebildeten Ersthelfenden gemäß § 26 Abs. 1 DGUV Vorschrift 1 nicht erfüllt werden kann oder die turnusmäßige Fortbildung nach § 26 Abs. 3 nicht erfolgen kann, dann kann von den Voraussetzungen des § 26 DGUV Vorschrift 1 nachfolgenden Maßgaben abgewichen werden:

      Es können auch Ersthelfende, deren Ausbildung oder letzte Fortbildung länger als zwei Jahre zurückliegt, weiterhin als Ersthelfende eingesetzt werden. Als zeitliche Höchstgrenze kann derzeit ein Zeitabstand von bis zu drei Jahren toleriert werden. Da dieses Tolerieren der besonderen Situation aufgrund der epidemischen Lage von nationaler Tragweite geschuldet ist, ist die erweiterte Fortbildungsfrist streng begrenzt auf das Andauern dieser Lage. Sobald diese sich so verändert, dass der Durchführung von Erste- Hilfe Qualifizierungsmaßnahmen nicht mehr pandemiebedingte Sonderregelungen von Bund, Ländern und Kommunen entgegenstehen, sind diese unverzüglich nachzuholen. Anstelle der Fortbildung sollte eine erneute Ausbildung zum Ersthelfenden erfolgen, um sicherzustellen dass die erforderlichen Handlungskompetenzen wiedererlangt werden können.

      Unabhängig von der Erweiterung der Fortbildungsfrist ist der Unternehmer bzw. die Unternehmerin verpflichtet, eine wirksame Erste Hilfe sicherzustellen. Hierbei sind insbesondere die betrieblichen Gefährdungen, die Erfahrung der vorhandenen betrieblichen Ersthelfenden und die Einschätzung des Betriebsarztes zu berücksichtigen.

      Wenn in Unternehmen die erforderliche Anzahl von Ersthelfenden mit "gültiger" Fortbildung auch unter Ausschöpfung einer großzügigen Fortbildungsfrist nicht vorgehalten werden kann, empfehlen wir eine Rücksprache mit dem Betriebsarzt und der Fachkraft für Arbeitssicherheit, um über eine Überbrückung der Situation zu beraten. In Frage kommen können:

      die Erweiterung des Radius auf andere ermächtigte Stellen, die ggf. weiter entfernt sind (auch: anderes Bundesland). Alle ermächtigten Stellen finden Sie hier: www.bg-qseh.de,
      die Kooperation mit anderen, benachbarten Unternehmen bezüglich des Einsatzes von Ersthelfenden (z.B. innerhalb eines Bürokomplexes)

      Ein Erste-Hilfe-Kurs sollte dennoch so schnell wie möglich nachgeholt werden.

      Ein Tipp: Der zeitliche Umfang der Neu-Ausbildung ist identisch mit der Fortbildung und beträgt ebenfalls 9 Unterrichtseinheiten (Nettoausbildungszeit: 6h 45 min). In Zweifelsfällen können Sie Ersthelfende also ohne Zeitverlust statt zu einer Fort- auch zu einer Ausbildung anmelden.

  • Dürfen den Unternehmen Kosten für abgesagte Erste-Hilfe-Kurse in Rechnung gestellt werden?
    • Das kommt auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Ausbildungsstelle an, mit der Sie einen Vertrag geschlossen haben. Grundsätzlich ist es für ermächtigte Ausbildungsstellen zulässig, Regelungen zu treffen, um bei Stornierung angemeldeter Personen Kosten in Rechnung zu stellen (Stornoregelungen). Ob diese Regelungen auch im Fall der Untersagung des Kursbetriebs durch Behörden angewendet werden können, muss zivilrechtlich geklärt werden.

  • Können Erste-Hilfe-Kurse auch online absolviert werden?
    • Nein. Erste-Hilfe-Kurse nach DGUV Vorschrift 1 müssen nach wie vor als Präsenzveranstaltung absolviert werden. Ziel jedes Erste-Hilfe-Kurses ist die ganzheitliche Handlungskompetenz der Ersthelfenden in Notfallsituationen. Die Erste-Hilfe-Aus- bzw. Fortbildungen sollen auf Notfälle in realen Situationen vorbereiten, in denen vom Ersthelfenden konkrete Handlungen erwartet werden. Diese Handlungen müssen im Kurs praktisch geübt werden können. Die reine Wissensvermittlung steht daher im Hintergrund. Augenmerk wird stattdessen auf das praktische Üben gelegt. Daher sind online-Kurse für die Erste Hilfe ausgeschlossen. Auch unter Corona-Bedingungen ist es erforderlich, die praktischen Maßnahmen zu trainieren, selbstverständlich unter Berücksichtigung geeigneter Hygiene-/Infektionsschutzmaßnahmen.

  • Was müssen Ersthelfende aktuell besonders beachten, wenn Sie Erste-Hilfe leisten?
    • Ersthelfende müssen immer darauf achten, sich selbst zu schützen. Gute Beispiele hierfür Beispiele sind die Absicherung einer Unfallstelle oder das Anziehen von Einmalhandschuhen bei der Versorgung von Wunden. Diese Regel gilt unabhängig von der aktuellen Corona-Pandemie. Momentan sollten Ersthelfende aufgrund des Corona-Virus aber besonders auf Maßnahmen des Eigenschutzes achten, zum Beispiel falls verfügbar Atemschutzmaske und Schutzbrille tragen. Dazu gehört außerdem, dass ein entsprechender Abstand eingehalten wird, wenn es möglich ist. Auch das Einhalten der Husten- und Niesetikette und gründliches Händewaschen zählen dazu.

  • Muss bei Wiederbelebungsmaßnahmen auch zwingend beatmet werden?
    • Die Frage zur möglichen Infektionsgefahr bei der Beatmung ist berechtigt, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Gesundheitslage.

      Die Maßnahmen der Ersten-Hilfe, wie sie in der Aus- und Fortbildung betrieblicher Ersthelfender geschult werden, sehen grundsätzlich bei der Wiederbelebung in erster Linie die Herzdruckmassage im Wechsel mit den Beatmungsversuchen vor; ergänzend die Anwendung eines Automatisierten Externen Defibrillators (falls vorhanden).

      Diese Lehraussagen sind verpflichtend durch die ermächtigten Ausbildungsstellen einzuhalten.

      Allerdings entscheidet der Ersthelfende situationsbedingt, ob er die Beatmung durchführt oder nicht. Sofern eine Beatmungshilfe zur Verfügung steht, empfiehlt der Fachbereich Erste Hilfe, die Beatmungsversuche unter deren Nutzung durchzuführen.

      Für Betriebe könnte das Thema "Beatmung" im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung, unter Einbeziehung der Betriebsärztin bzw. des Betriebsarztes dahingehend berücksichtigt werden, dass ggf. ergänzende Beatmungsmasken vorgehalten werden. In Bezug auf das Infektionsrisiko und die Anwendung sollten detaillierte Informationen beim Hersteller eingeholt werden. Die Ersthelfenden müssen dann unterwiesen werden.

  • Tragen die Unfallversicherungsträger die Kosten von Schnell- oder Selbsttests im Zusammenhang mit Erste-Hilfe-Aus- oder Fortbildungsveranstaltungen?
    • Nein, sollte der Schnell- oder Selbsttest Teilnahmevoraussetzung sein, wird empfohlen, die Möglichkeit der zeitnahen Testung im Mitgliedsbetrieb selbst oder auch die kostenlose Testung in öffentlichen Testzentren in Anspruch zu nehmen.


Arbeitsschutzorganisation

  • Muss die Gefährdungsbeurteilung wegen der Pandemie geändert werden?
    • Die Gefährdungsbeurteilung muss angepasst werden. Um eine Infektionsgefahr der Beschäftigten zu vermeiden, müssen sich die betrieblichen Prozesse am Pandemieplan des Robert-Koch-Institutes (RKI) orientieren. Dabei sind die allgemeine Abstands- und Hygieneregeln, die im öffentlichen Bereich gelten sind, auch auf die betrieblichen Tätigkeiten zu übertragen.

  • Wie muss die Bereitstellung von Evakuierungshelfern erfolgen?
    • Da in Unternehmen aufgrund der Corona-Krise immer mehr Beschäftigte in häusliche Quarantäne und Homeoffice geschickt werden, müssen pragmatische Lösungen für die Bereitstellung von Evakuierungshelfern gefunden werden. Hier wäre denkbar, in den betroffenen Betrieben Listen am Empfang auszulegen, in die sich anwesende Evakuierungshelfer mit ihrem Arbeitsplatzort (Evakuierungsbereich-/Etage) zur Information für die Feuerwehr eintragen. Andere Evakuierungsbereiche müssen im Notfall von der Feuerwehr kontrolliert werden. In kleinen Unternehmen wird die Evakuierung durch den Vorgesetzten sichergestellt.

  • Wird die Quarantänezeit durch Corona-Viren beim Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) angerechnet?
    • Der Arbeitgeber muss allen Beschäftigten, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind, ein BEM anbieten. Es dient dem Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit und fördert durch frühzeitige Intervention den Erhalt des Arbeitsplatzes. Dazu zählen nicht die Tage einer Quarantäne zum Beispiel durch im Rahmen der Corona-Pandemie, sondern nur die tatsächlich krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeitstage innerhalb der Quarantänezeit, belegt durch eine entsprechende Bescheinigung einer Arbeitsunfähigkeit.

  • Können Prüfungen von Arbeitsmitteln während der Corona-Pandemie verschoben/verlängert werden?
    • Auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung können Prüfungen von Arbeitsmitteln verschoben beziehungsweise verlängert werden, wenn die sichere Verwendung dieser Arbeitsmittel weiterhin gewährleistet ist. Dabei müssen in der Gefährdungsbeurteilung folgende Aspekte betrachtet und dokumentiert werden:

      1. Angabe der Gründe, weshalb die Prüfungen nicht eingehalten werden können.
      2. Feststellung, dass die Arbeitsmittel bei den letzten Prüfungen bis zum Prüfungstag keine Mängel hatten.
      3. Festlegung von weiteren Maßnahmen, die die sichere Verwendung der Arbeitsmittel gewährleisten: zum Beispiel erweiterte Sicht- und Funktionskontrollen, Einsatz besonders qualifizierter Personen, etc. Fehlmaßnahme ist auch zu dokumentieren.
      4. Angabe der Verlängerung des Prüfzeitraumes (maximal +25 Prozent des angesetzten Prüfintervalls)
      5. Feststellung, dass aufgrund der Verlängerung des Prüfintervalls nach fachkundiger Einschätzung bei der Verwendung des Arbeitsmittels keine Mängel zu erwarten sind. 

      Sofern konkrete Prüffristen in staatlichen Arbeitsschutzvorschriften festgelegt sind, müssen geplante Prüf-Abweichungen mit der zuständigen Behörde abgestimmt werden. Diese Empfehlungen gelten nicht für Erstprüfungen und Prüfungen vor der Wiederinbetriebnahme nach Aufbau, Reparatur und prüfpflichtigen Änderungen.

  • Können Prüfungen von ortsveränderlichen elektrischen Arbeitsmitteln im Bürobereich während der Corona-Pandemie verschoben/verlängert werden?
    • Auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung können Prüfungen von ortsveränderlichen elektrischen Arbeitsmitteln im Bürobereich verschoben beziehungsweise verlängert werden, wenn die sichere Verwendung dieser Arbeitsmittel weiterhin gewährleistet ist. Dabei müssen in der Gefährdungsbeurteilung folgende Aspekte betrachtet und dokumentiert werden:

      1. Feststellung, dass die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für einen sicheren Betrieb gegeben sind. Es gibt zum Beispiel keine mechanischen Beanspruchungen (Zug- oder Quetschbeanspruchung)
      2. Festlegung, dass regelmäßige Sichtprüfungen von Anschlussleitungen und Gehäuse der Netzteile durch die Nutzer durchgeführt werden
      3. Festlegung, dass defekte Betriebsmittel nicht in Betrieb genommen werden dürfen und den Arbeitgebern/Unternehmern zu melden sind
      4. Festlegung, dass die ausgesetzten Prüfungen nach der Aufhebung der verordneten Einschränkungen zur Corona-Pandemie innerhalb eines sinnvollen Zeitraums durchzuführen sind
      5. Festlegung, dass der Beginn der neuen Prüffrist sich am tatsächlichen Prüfzeitpunkt orientiert 

      Diese Empfehlungen gelten nicht für Arbeitsmittel nach Medizinproduktbetreiberverordnung.

  • Wie lange können FFP2-Masken bei der betrieblichen Tätigkeit getragen werden?
    • Bei FFP2-Masken handelt es sich um eine Persönliche Schutzausrüstung, die für den betrieblichen Einsatz in partikelbelasteten Umgebungen konzipiert ist. Bei der Pandemie kommen meist Masken ohne Ausatemventile zum Einsatz, da diese sowohl den Eigen- wie auch den Fremdschutz gewährleisten. Daher bezieht sich die Antwort in erster Linie auf Masken ohne Ausatemventile.

      Die filtrierende Wirkung der Maske führt zu einem erhöhten Atemwiderstand in Abhängigkeit von der jeweiligen körperlichen Aktivität. In der DGUV Regel 112-190 werden Anhaltswerte für eine angemessene Tragedauer, Tragepausen und Tragehäufigkeiten je Schicht angegeben. In der Gefährdungsbeurteilung müssen bei der Festlegung der Trageparameter das körperliche Aktivitätsniveau sowie die Umgebungsbedingungen mit einfließen.

      Auf Grundlage der DGUV Regel 112-190 gibt es folgende Anhaltswerte:

      TragezeitTragepausenEinsätze je Schicht
      75 min30 min5 x
      Empfehlung für Büro oder büroähnliche Tätigkeiten
      120 min30 min3 x

      Tragezeiten im ÖPNV oder im öffentlichen Bereich werden von diesen Empfehlungen nicht erfasst.

  • Was muss ich neben der Tragezeit bei Masken zusätzlich beachten?
      1. Masken sind zu tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht oder nicht dauerhaft eingehalten werden kann.
      2. Es können medizinischer Mund-Nase-Schutz oder FFP2-Masken benutzt werden.
      3. Die Beschäftigten müssen zum richtigen Tragen der Maske und Tragezeitbegrenzungen unterwiesen werden.
      4. Für medizinischen Mund-Nase-Schutz gibt es keine Tragezeitbegrenzung, da der Atemwiderstand deutliche geringer ist als bei FFP2-Masken.
      5. Maskenpflicht besteht im ÖPNV und beim Einkaufen im öffentlichen Bereich.
  • Welche Inhalte muss die Unterweisung zum Maskentragen haben?
    • - Nase und Mund bis zum Kinn müssen abgedeckt sein, die Ränder der Maske müssen möglichst dicht anliegen

      - Den Nasenbügel der Maske so biegen, dass die Maske unter den Augen und über dem Nasenrücken dicht anliegt

      - Maske spätestens wechseln, wenn sie durchfeuchtet ist

      - Maske während des Tragens möglichst nicht anfassen oder verschieben, falls nötig an den Rändern anfassen

      - beim Abnehmen der Maske nur an den seitlichen Laschen oder Schnüren anfassen

      - Maske nach Gebrauch fachgerecht entsorgen


Homeoffice

  • Muss ein Arbeitsplatz im Homeoffice als Telearbeitsplatz eingerichtet werden?
    • Bei einem Telearbeitsplatz handelt es sich um einen vom Arbeitgeber fest eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz im privaten oder häuslichen Umfeld von Beschäftigten, er unterliegt der Arbeitsstättenverordnung. Bei mobilem Arbeiten hingegen wird gelegentlich eine Bildschirmtätigkeit an einem anderen Ort ausgeübt, zum Beispiel auch im privaten oder häuslichen Umfeld.

      Mobile Arbeit unterliegt den Regelungen des Arbeitsschutzgesetzes und des Arbeitszeitgesetzes. Wird nun, wie aktuell im Fall der Coronakrise, für einen beschränkten Zeitraum die Arbeit im Homeoffice empfohlen oder angeordnet, handelt es sich aus Arbeitsschutzsicht um mobile Arbeit. In einer Ausnahmesituation wie jetzt kann mobiles Arbeiten auch über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.

  • Wann ist möglicherweise der Zeitpunkt für einen Übergang von mobiler Arbeit zur Telearbeit im Homeoffice gegeben?
    • Zurzeit gibt es dazu keine eindeutige rechtliche Regelung.

      Wird nun, wie im Fall der Corona-Krise, für einen beschränkten Zeitraum Homeoffice empfohlen oder angeordnet, handelt es sich aus Arbeitsschutzsicht um mobile Arbeit. In einer solchen Ausnahmesituationen, wie der derzeitigen Pandemie, kann mobiles Arbeiten auch über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.

      Möchten Beschäftigte und/oder Arbeitgeber nach Beendigung der Corona-Krise die Tätigkeit im Homeoffice fortführen, dann muss die Situation neu bewertet werden. In der Regel liegt dann ein Telearbeitsplatz vor, der gemäß Arbeitsstättenverordnung vom Arbeitgeber eingerichtet werden muss.

  • Gibt es für diese Homeoffice-Arbeitsplätze eine Check-Liste oder eine vorgefertigte Gefährdungsbeurteilung, die ggf. auch vom Mitarbeiter genutzt werden kann? Welche Vorgaben sind vom Arbeitnehmer in jedem Fall einzuhalten?
    • Für Homeoffice-Arbeitsplätze gilt das Arbeitsschutzgesetz. Für die Einrichtung des Arbeitsplatzes und einen Selbstcheck kann das Faltblatt „Gesund arbeiten am PC“ herangezogen werden. Dies allerdings mit dem eingeschränkten Hinweis auf mobile Arbeit. Weitere Hinweise zur Einrichtung siehe 4. Frage und Checkliste IFA .

  • In wie weit darf der Mitarbeiter bei der Einrichtung von Arbeitsplätzen im privaten Haushalt mit ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln umgehen und diese anschließen? Nach welchem Zeitraum müssen diese Geräte und deren Aufstellung durch den Arbeitgeber überprüft werden?
    • Für den Betrieb von ortsveränderlich Betriebsmitteln wie z.B. Laptops über Anschlussleitungen, Mehrfachsteckdosen und Netzgeräten ist keine Elektrofachkraft gefordert. Seitens des Arbeitgeber sollten Hinweise zum ordnungsgemäßen Anschluss in der Unterweisung stattfinden (Sichtprüfung auf defekte an Gehäusen bzw. Anschlussleitungen).

      Die Prüfungen haben gemäß TRBS 1201 zu erfolgen (siehe auch Tabelle 13 der DGUV Regel 115-401 Branche Bürobetriebe).

      ArbeitsmittelPrüffristPrüfumfang
      Elektrische Arbeitsmittel (ortsfest)alle 4 JahrePrüfung nach dem geltenden elektrotechnischen Regeln

      Elektrische Arbeitsmittel (ortsveränderlich - soweit benutzt)

      auch: Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen

      alle 6 Monate

      bei Fehlerquote < 2%: in allen Betriebsstätten

      außerhalb von Büros: 1 mal pro Jahr

      in Büros: alle 2 Jahre

      Prüfung nach den geltenenden elektrotechnischen Regeln

      Wird bei den Prüfungen eine Fehlerquoute < 2% erreicht, kann die Prüffrist auf die in der Spalte "Prüffrist" angegebenen Fristen verlängert werden. Bei der Berechnung der Fehlerquote ist darauf zu achten, dass nur Arbeitsmittel aus gleichen bzw. vergleichbaren Bereichen herangezogenw erden z.B. nur Werkstatt, nur Fertigung, nur Bürobereich.

      Regale (auch kraftbetrieben)1 mal pro JahrZustand der Bauteile und Einrichtungen, Vollständigkeit und Wirksamkeit der Befehls- und Sicherheitseinrichtungen, Kennzeichnung

      Bewährte Prüffristen für wiederkehrende Prüfungen/Überprüfungen

  • Kann man sich bei den Empfehlungen für die Einrichtung eines mobilen Arbeitsplatzes im Homeoffice, außer an der Schrift FBVW-401 "Mobiles Arbeiten in Hotels", auch an der Schrift VBG-Fachwissen Telearbeit (Gesundheit, Gestaltung, Recht) orientieren, auch um Übergänge von mobiler Arbeit zu Telearbeit vorzubereiten?
    • Grundsätzlich ja, da der Einrichtungsansatz aus der FBVW-401 für die "schnelle" Einrichtung in der Corona-Notsituation praktikabler ist (siehe unten stehende Tabelle). Sollte es zu einer absehbaren längeren Dauer der Ausnahmesituation kommen oder eine ergonimsch deutlich verbesserte Arbeitsplatzsituation angestebt werden, kann unter anderem auf die Schrift VBG-Fachwissen Telearbeit zurückgegriffen werden.

      KategorieMinimalFunktionalOptimal
      Arbeitsfläche des Schreibtisches

      800 x 600 mm

      nicht höhenverstellbar

      Höhe 740 +/- 20 mm

      1200 x 800 mm

      nicht höhenverstellbarr

      Höhe 740 +/- 20 mm

      1600 x 800 mm

      höhenverstellbar

      Beinraumbreitemindestens 600 mmmindestens 850 mm

      mindestens 850 mm

      empfohlen 1200 mm

      Beinraumtiefe600 mm800 mm800 mm
      ArbeitsstuhlKonferenzstuhlKonferenzstuhlBürodrehstuhl mit entsprechenden Rollen
      Freie Bewegungsfläche am mobilen Arbeitsplatz800 x 800 mm1200 x 800 mm1600 x 1000 mm

      Auszug aus FBVW-401 "Mobiles Arbeiten in Hotels"

  • Sollte im Homeoffice ein Büroarbeitsstuhl mit geeigneten Rollen für den jeweiligen Boden hingewiesen werden? Beugt dies Unfällen vor?
    • Diese Frage sind jeweils mit ja zu beantworten. Hierzu ist grundlegend folgende Betrachtung ins Auge zu fassen:

      Bereits mit Smartphone oder Tablet kann die elektronische Kommunikation aufrechterhalten werden und stattfinden. Das Anfertigen von längeren Texten, die ausführliche Beantwortung von E-Mails oder das bewältigen komplexer Arbeitsaufgaben wird jedoch schnell mühselig an solchen Geräten. Insbesondere wenn keine angepassten Apps für diese Tätigkeiten zur Verfügung stehen, kann das Arbeiten an Smartphones und Tablets in der Regel nicht als ergonomisch angesehen werden.

      Durch das verwenden eines Notebooks mit Tastatur und Touchpad, kann die ergonomische Situation im Homeoffice bereits verbessert werden. Idealweiser verfügen die Beschäftigten über eine separate Tastatur, Maus und Bildschirm. Mit einem geeigneten Schreibtisch und einem Büroarbeitsstuhl kann durch ergonomische Anordnen der Arbeitsmittel auf der Tischplatte eine gute Arbeitsplatzsituation im Homeoffice geschaffen werden. Doch auch nur mit separater Tastatur und Maus kann die ergonomische Situation am Notebook verbessert werden.

  • Welche Möglichkeiten haben Beschäftigte, wenn Homeoffice möglich ist, aber der Arbeitgeber dies anders sieht?
    • Wenn der Arbeitgeber Homeoffice verweigert, obwohl Arbeiten von zu Hause aus möglich wären, sollten die Beschäftigten zunächst mit dem Arbeitgeber darüber sprechen. Sie können sich auch an ihre betriebliche Interessenvertretung (Betriebs- oder Personalrat) wenden (sofern vorhanden) oder Kontakt mit der VBG aufnehmen. Auf Verlangen der Aufsichtsperson muss der Arbeitgeber die Gründe darlegen, weshalb Homeoffice nicht möglich ist (§ 19 Absatz 2 Nr. 2 SGB VII).


Seminare

  • Wann startet der Seminarbetrieb wieder?
    • Durchführung Präsenz-Seminare im zweiten Halbjahr 2021

      Die VBG nimmt ab dem 05.07.2021 schrittweise den Präsenzbetrieb wieder auf. Der Schutz aller Beteiligten steht dabei im Vordergrund, so dass unter anderem die Anzahl der gleichzeitig anwesenden Personen auf dem Akademiegelände und den Seminarbereichen begrenzt ist. Die Regelungen für den Präsenzbetrieb unter Pandemiebedingungen wurden und werden ständig aktualisiert und angepasst. Zusätzlich wurde ein Testkonzept für Teilnehmende und externe Personen bei Präsenzveranstaltungen in den VBG-Akademien entwickelt. Nach dem aktuellen Stand ist für die Anreise zu einer Seminar-/Präsenzveranstaltung ein tagesaktuelles negatives Testergebnis einer anerkannten Teststelle oder ein Impf-/Genesenen-Nachweis zwingend erforderlich. Die detaillierten Informationen zu den konkreten Maßnahmen erhalten die Teilnehmenden rechtzeitig vorher von der Seminarorganisation. Für alle (Nach-)Fragen wenden Sie sich gerne an die Kolleginnen und Kollegen in den Buchungsstellen und nutzen Sie unsere zentrale E-Mail-Adresse pandemie.akademien@vbg.de


Wer und was ist versichert?

  • Wer ist versichert?
    • Versichert ist jede Person, die aufgrund eines Arbeits- oder Dienstvertrages beschäftigt ist. Für den Versicherungsschutz spielen die Höhe des Einkommens, das Alter oder die Nationalität keine Rolle.

      Auch für andere, besondere Personengruppen kann Versicherungsschutz bestehen.

  • Was sind Arbeitsunfälle?
    • Arbeitsunfälle sind Unfälle, die Versicherte während der Arbeit oder auf Dienstreisen erleiden. Tätigkeiten, die nicht dem Unternehmen, sondern privaten Zwecken dienen, sind nicht versichert.

  • Was sind Wegeunfälle?
    • Wegeunfälle sind Unfälle, die sich auf dem direkten Weg von Zuhause zur Arbeit oder zurück ereignen. Versicherungsschutz kann auch bei notwendigen Umwegen, z. B. zur Unterbringung Ihres Kindes während der Arbeitszeit, bestehen.

  • Was sind Berufskrankheiten?
    • Eine Berufskrankheit ist eine Erkrankung, die sich der Versicherte durch seine berufliche Tätigkeit zuzieht und die in der Berufskrankheitenverordnung (BKV) der Bundesregierung aufgelistet ist.

  • Wobei besteht Versicherungsschutz?
    • Kurz gesagt: Bei Ihrer eigentlichen Arbeitstätigkeit, auf den Wegen von und zur Arbeit sowie auf beruflich bedingten Dienstreisen sind Sie gegen Arbeits- und Wegeunfälle und Berufskrankheiten versichert.

  • Wann besteht Unfallversicherungsschutz bei beruflicher Weiterbildung?
    • Wie bei der täglichen Arbeit auch stehen Beschäftigte dabei unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn sie auf Veranlassung des Arbeitgebers an Seminaren oder Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen.

      Unerheblich ist, ob das Seminar vom Betrieb selbst organisiert oder von einem externen Bildungsträger durchgeführt wird. Wo das Seminar stattfindet, ob im Betrieb, in einem Bildungsinstitut oder in einem Hotel, ist auch nicht relevant für den Unfallversicherungsschutz. Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf die Zeit des Seminars selbst sowie auf die An- und Abreise. Zuständig ist die Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse, der der Arbeitgeber angehört. Dieser Versicherungsschutz gilt auch für die Seminare über Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, die die VBG ihren Mitgliedsunternehmen anbietet.

      Nehmen Beschäftigte aus eigener Initiative und auf eigene Kosten an einer Weiterbildungsmaßnahme teil, besteht ebenfalls Versicherungsschutz, wenn die Weiterbildung die beruflichen Chancen verbessert und nicht nur rein privaten, hobbymäßigen Interessen dient. Das gilt auch für Arbeitslose, die eine von der Bundesagentur für Arbeit geförderte berufliche Weiterbildungsmaßnahme absolvieren. Zuständiger Unfallversicherungsträger ist in beiden Fällen die für die Bildungseinrichtung zuständige Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse.

  • Besteht Unfallversicherungsschutz für Ferienjobber?
    • Ferienjobber sind wie alle anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gesetzlich unfallversichert, sobald sie in den Betrieb eingegliedert und an die Weisungen des Arbeitgebers gebunden sind - unabhängig von der Dauer des Jobs oder der Höhe des Entgelts. Versicherungsschutz besteht nicht nur während der Arbeit, sondern auch auf dem Hin- und Rückweg zum Ferienjob.

  • Wann besteht Unfallversicherungsschutz beim Betriebssport?
    • Entscheidend für den Versicherungsschutz ist, dass der Sport Ausgleichs- und nicht Wettkampfcharakter hat. Betriebssport beschränkt sich im Wesentlichen auf Beschäftigte eines Betriebes, findet regelmäßig statt und muss unternehmensbezogen organisiert werden. Etwa, wenn das Unternehmen feste Zeiten vorgibt oder die Sportstätten und -geräte zur Verfügung stellt. Gerade wer bei der Arbeit überwiegend am Schreibtisch sitzt, schafft durch den Betriebssport einen gesunden Ausgleich für den Bewegungsmangel während des Arbeitstages.

  • Wann besteht Unfallversicherungsschutz beim Betriebsausflug?
    • Beschäftigte, die während eines Betriebsausfluges oder bei einem Firmenfest verunglücken, sind gesetzlich unfallversichert. Das Event

      • muss vom Unternehmer bzw. von der Unternehmensleitung selbst veranstaltet oder von deren Autorität getragen werden,
      • alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zur Teilnahme eingeladen und
      • die Veranstaltung soll die Verbundenheit der Belegschaft untereinander und mit der Unternehmensleitung fördern.

      Der Betriebsausflug oder die Betriebsfeier endet, wenn sie nicht mehr von der Autorität des Unternehmers getragen wird, also z. B. die Unternehmensleitung eine entsprechende Ansage macht. Auch die Wege von und zum Ort der Veranstaltung sind versichert. Privat motivierte Unterbrechungen des Events und damit zusammenhängende Wege sind nicht versichert.

  • Wann besteht Unfallversicherungsschutz auf einer Weihnachtsfeier?
    • Damit der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung besteht, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Die Veranstaltung muss dem Betriebsklima und dem Zusammenhalt von Belegschaft und Arbeitgeber dienen. Es müssen daher alle Beschäftigten eingeladen sein und die Veranstaltung muss von der Unternehmensleitung geplant und durchgeführt werden. Mit der Planung und Durchführung kann sie eine Stellvertretung beauftragen. Wichtig ist zudem, dass die Unternehmensleitung oder die Stellvertretung die Feier auch selbst besucht. Versichert sind grundsätzlich alle Tätigkeiten und Aktivitäten, die zur Feier gehören, sowie die Vor- und Nachbereitung. Dazu zählen der Aufbau und das Schmücken des Raumes, Essen, Tanzen oder Partyspiele und natürlich auch der Abbau und das Aufräumen.

      Für die Wege zur Weihnachtsfeier und von der Feier nach Hause gelten die gleichen Regeln wie für den Arbeitsweg. Versichert ist der Weg zur Veranstaltung und von der Veranstaltung nach Hause, private Umwege sind nicht versichert. Auch private Anschlussfeiern, nachdem die Weihnachtsfeier durch die Unternehmensleitung oder deren Vertretung offiziell beendet wurde, sind nicht versichert. Auch wenn sie am gleichen Ort wie die offizielle Feier stattfinden.

      Es können auch externe Gäste an der Feier teilnehmen, etwa ehemalige Beschäftigte oder Familienangehörige. Für diese Personen besteht dann allerdings kein Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung.

  • Was leistet die VBG im Versicherungsfall?
    • Im Versicherungsfall erhalten Sie von der VBG sowohl medizinische als auch berufliche und soziale Rehabilitation. Finanzielle Leistungen erbringt die VBG an die Versicherten oder deren Hinterbliebene.

  • Kann ich ersatzweise eine private Unfall- oder Haftpflichtversicherung abschließen?
    • Nein. Eine private Unfall- oder Haftpflichtversicherung ersetzt nicht die gesetzliche Unfallversicherung.


Versicherungsschutz für geflüchtete Menschen

  • Welchen Aufenthaltsstatus muss ein Geflüchteter haben, damit gesetzlicher Unfallversicherungsschutz besteht?
    • Vom aktuellen Aufenthaltsstatus geflüchteter Menschen hängt es zwar ab, ob und unter welchen Bedingungen sie arbeiten, ehrenamtlich helfen, betriebliche Praktika ableisten oder an beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen dürfen. Für die Frage des gesetzlichen Unfallversicherungsschutzes spielt der Aufenthaltsstatus geflüchteter Menschen aber keine Rolle. Maßgebend für den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz ist allein, ob die betreffende Person eine gesetzlich versicherte Tätigkeit im Inland ausübt.

  • Unser Sportverein hat vom Sozialzentrum einer Stadt (kommunaler Träger) vier Asylbewerber zugewiesen bekommen, die sogenannte Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung wahrnehmen. Sind diese Asylbewerber über den Sportverein bei der VBG versichert?
    • Ja. Die Asylbewerber sind über den Sportverein bei der VBG gesetzlich unfallversichert. Die gezahlte Mehraufwandsentschädigung ist der VBG nicht im Entgeltnachweis zu melden, weil es sich nicht um Arbeitsentgelt handelt.

  • Wir sind ein privater Bildungsträger, der Integrations- und Einstiegskurse für Asylbewerberinnen und –bewerber mit guter Bleibeperspektive durchführt. Sind die Teilnehmenden versichert?
    • Werden die Teilnehmenden am Sprachkurs oder an anderen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen selbst oder die Maßnahme über die Arbeitsagentur oder ein Jobcenter gefördert, besteht gesetzlicher Unfallversicherungsschutz, unabhängig von den Bildungsinhalten. Versichert sind auch Teilnehmende an beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen oder Deutschkursen, die der beruflichen Eingliederung (Aufnahme/Erhalt einer Erwerbstätigkeit) dienen.  Kein Versicherungsschutz besteht hingegen für Teilnehmende an einem Integrationskurs, wenn die Teilnahme ausschließlich der gesellschaftlichen Integration (z. B. Rentner) dient.

  • In unserer Unterkunft müssen die Asylsuchenden ihre Zimmer selbst reinigen. Sind sie dabei versichert?
    • Tätigkeiten zur Selbstversorgung der Asylbewerberinnen und -bewerber, wie beispielsweise das Reinigen des eigenen Zimmers oder der Einkauf von Lebensmitteln, stehen nicht unter Versicherungsschutz.

  • Sind Asylbewerber versichert, wenn diese in unserem Fußballverein in einer Mannschaft aus Spaß mitspielen?
    • Nein. Bei Ausübung von Freizeitsport außerhalb eines Beschäftigungsverhältnisses besteht kein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz.

  • Stehen auch Asylbewerberinnen und -bewerber im Krankenhaus unter Versicherungsschutz, wenn sie auf Kosten des Sozialhilfeträgers behandelt werden?
    • Nein. Die Übernahme der Krankenbehandlung von Asylbewerberinnen und -bewerber durch die Krankenkassen gegen Kostenerstattung durch die Sozialhilfeträger begründet keinen Unfallversicherungsschutz im Krankenhaus.

  • Wir sind ein Studienzentrum der ev. Kirche und möchten zwei jungen Asylbewerberinnen, deren Asylverfahren noch läuft, eine berufliche Perspektive bieten. Dazu ist zunächst ein unentgeltliches Praktikum zur Berufsorientierung in der Hauswirtschaft geplant. Sind die beiden jungen Frauen während des Praktikums versichert?
    • Asylbewerberinnen, die im Unternehmen im Rahmen eines Praktikums mitarbeiten und nicht nur zuschauen (hospitieren), sind gegen die Folgen von Arbeits- und Wegeunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Der Versicherungsschutz besteht vom ersten Arbeitstag an, unabhängig davon, ob sie dafür bezahlt werden.

  • Unsere kath. Kirchengemeinde engagiert sich sehr in der Flüchtlingshilfe, u. a. durch Sammlung von Kleider- und Sachspenden, die dann an Flüchtlinge bzw. Unterkünfte verteilt werden. Asylbewerberinnen und -bewerber aus einer nahe gelegenen Unterkunft möchten unsere Kirchengemeinde bei dieser Tätigkeit ehrenamtlich (unentgeltlich) unterstützen. Als Pfarrer der Kirchengemeinde würde ich das Angebot sehr gerne annehmen. Sind diese Personen wie unsere Gemeindemitglieder, die für die Kirche ehrenamtlich tätig werden, versichert?
    • Ja. Asylbewerberinnen und -bewerber, die hier mit Zustimmung des Pfarrers ehrenamtlich für die kath. Kirchengemeinde (öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaft) tätig werden, sind - wie die ehrenamtlich tätigen Kirchengemeindemitglieder in der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert.


Ehrenamtliche Tätigkeit

  • Bin ich bei der ehrenamtlichen Tätigkeit in meiner Kirche gesetzlich unfallversichert?
    • Personen, die in öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaften ehrenamtlich tätig werden, sind in der gesetzlichen Unfallversicherung pflichtversichert. Die Religionsgemeinschaften zahlen die Beiträge an die VBG. Personen, die in nicht als öffentlich-rechtlich anerkannten Religionsgemeinschaften ehrenamtlich aktiv sind, haben die Möglichkeit eine freiwillige Versicherung abzuschließen.

  • Ich bin ehrenamtlich in einer Weltanschauungsgemeinschaft tätig, die als öffentlich-rechtlich anerkannt ist. Falle ich damit unter den Schutz der Pflichtversicherung?
    • Öffentlich-rechtliche Weltanschauungsgemeinschaften werden öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaften gleichgestellt. Die ehrenamtlich Tätigen in öffentlich-rechtlichen Weltanschauungsgemeinschaften stehen somit ebenfalls automatisch unter dem Versicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung.

  • Besteht für ein Mitglied, das ehrenamtlich im Kuratorium einer gemeinnützigen Stiftung tätig ist, eine Versicherung kraft Gesetz?
    • Es kommt darauf an, ob es sich um eine öffentlich-rechtliche Stiftung oder eine privatrechtliche Stiftung handelt.

      Sind Sie in einer Stiftung des öffentlichen Rechts tätig, besteht Unfallversicherungsschutz kraft Gesetz nach § 2 Abs. 1 Nr. 10 a SGB VII.

      Handelt es sich um eine privatrechtliche Stiftung, besteht grundsätzlich kein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz. Für die ehrenamtlich tätigen Vorstands- und Kuratoriumsmitglieder einer privatrechtlichen und gemeinnützigen Stiftung besteht jedoch die Möglichkeit, eine freiwillige Versicherung nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 SGB VII bei der VBG abzuschließen.

  • Sollte ich mich überhaupt noch bei der VBG versichern, wenn mein Bundesland einen Sammelvertrag für Haftpflicht- und Unfallversicherung für alle Ehrenamtlichen abgeschlossen hat?
    • Die VBG empfhiehlt Ihnen auch in diesem Fall den Abschluss einer Versicherung bei der VBG. Bei einem Unfall erhalten Sie alle Leistungen der VBG, die - anders als bei der Länderversicherung - nicht auf einen Höchstbetrag begrenzt sind. Das Reha-Management der VBG bietet alle Leistungen aus einer Hand. Außerdem hat die Versicherung bei der VBG den Vorteil, dass sie unabhängig vom Bestehen anderer Versicherungsansprüche eintritt.


Bezahlte Sportler

  • Vertraglich vereinbarte abgesenkte Grundvergütungen in bestimmten Monaten: Sportler erhalten innerhalb der Vertragslaufzeit Grundvergütungen in unterschiedlicher Höhe, die nicht in jedem Monat die Grenze von 250 Euro netto überschreiten. Welcher Betrag ist in diesen Fällen einzutragen?
    • Entscheidend ist in diesen Fällen, dass Höhe und Zeitpunkt der Geld- und Sachleistungen vorab vertraglich festgelegt und garantiert sind, d. h. nicht vom Eintritt bestimmter hinzutretender Bedingungen abhängen (Bsp.: reduzierte Grundvergütung in der Winterpause). Hier ist die durchschnittliche Höhe für die Monate der Vertragslaufzeit zu bilden. Bei unbefristeten, von der Dauer der jeweiligen Saison unabhängigen Verträgen, ist ein 12-Monats-Zeitraum zugrunde zu legen. Wenn der Durchschnitt über der Grenze von monatlich 250 Euro netto liegt und daneben der Betrag von 9,35 Euro brutto je Stunde als angemessener Gegenwert für den zeitlichen Einsatz im Kernbereich der sportlichen Betätigung (Mannschaftstraining und Wettkampf) erreicht wird, besteht Versicherungsschutz.

      Achtung! Prämien und andere vom Eintritt bestimmter Bedingungen abhängige Leistungen bleiben unberücksichtigt.

  • Gelten die geänderten Kriterien ab 01.07.2020 für alle Sportlerinnen und Sportler?
    • Sollte die alte Spielsaison 2019/2020 aufgrund der Corona-Pandemie über den 01.07.2020 hinaus noch weiterlaufen, behalten die alten Statusfeststellungsbescheide bis zum tatsächlichen Ablauf der Spielsaison 2019/2020 weiterhin ihre Gültigkeit. Die geänderten Kriterien gelten erst ab der Spielsaison 2020/2021.

  • Änderung der vertraglichen Verhältnisse nach Statusfeststellung: Wie wirken sich spätere Vertragsänderungen aus?
    • Ändern sich die vertraglichen und die tatsächlichen Verhältnisse, ist der Versicherungsschutz ab Änderung neu zu beurteilen.

  • Vom Eintritt bestimmter Bedingungen abhängige Zahlungen: Nur aufgrund von Prämien oder sonstiger vom Eintritt bestimmter Bedingungen abhängiger Geld- oder Sachleistungen erhält ein Sportler mehr als 250 Euro netto im Monat. Besteht Unfallversicherungsschutz?
    • Nein. Prämien und sonstige vom Eintritt bestimmter Bedingungen abhängige Leistungen sind bei der Beantwortung der Frage, ob überhaupt Unfallversicherungsschutz besteht oder nicht, irrelevant.


Unfall oder Berufskrankheit melden

  • Was ist zu tun, wenn sich ein Arbeitsunfall ereignet?
    • Folgende Schritte sind im "Falle eines Falles" wichtig:

      1. Erste Hilfe leisten.

      2. Der Verletzte ist u. U. einem Durchgangsarzt vorzustellen.

      3. Die Unfallanzeige ist auszufüllen (Sie können den Unfall direkt online bei der VBG melden).

  • Welche Unfälle müssen der VBG gemeldet werden?
    • Wenn der Verletzte mehr als drei Tage arbeitsunfähig ist oder beim Tod des Versicherten. Bitte melden Sie besonders schwere, tödliche oder Massenunfälle umgehend telefonisch.

  • Wie kann ich einen Unfall melden?
    • Sie können Unfälle online melden.

  • Wann müssen Berufskrankheiten gemeldet werden?
    • Besteht der Verdacht auf eine Berufskrankheit, sollten Sie uns als Unternehmer oder auch als behandelnder Arzt informieren. Der Grund: Schnelle medizinische Behandlung kann den Krankheitsverlauf möglicherweise aufhalten oder zu einer völligen Genesung führen.

      Sie können eine Berufskrankheit auch online melden.

  • Was sind Durchgangsärzte?
    • Durchgangsärzte sind in der Regel Fachärzte für Chirurgie mit besonderen Qualifikationen auf dem Gebiet der Unfallchirurgie. Ihre Praxen und die Unfallkliniken sind mit Fachpersonal und durch spezielle technische Voraussetzungen besonders gut auf Unfälle vorbereitet. Die Durchgangsärzte verfügen über eine besondere Zulassung durch die Landesverbände der gewerblichen Berufsgenossenschaften.

  • Wann muss ein Durchgangsarzt aufgesucht werden?
    • Wenn die Verletzung zu einer Arbeitsunfähigkeit führt oder die Behandlung länger als eine Woche dauert. Der Durchgangsarzt legt die (weitere) Behandlung fest.

  • Welche Durchgangsärzte gibt es in meiner Nähe?