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Infoblatt für Beschäftigte zum Ausdrucken

Kleintransporter - Ladungssicherung

Ein verhängnisvoller Irrtum
Eine der Ursachen für Unfälle von Kleintransportern ist oft zu hohe Geschwindigkeit, eine andere ist nicht ausreichend gesicherte Ladung. Die tatsächliche Zahl dieser Unfälle ist nicht bekannt, denn sie werden nicht separat in der Statistik geführt. Tatsache ist aber, dass sich Betrieb und Fahrer häufig nicht bewusst sind, welche Gefahr von ungesicherter Ladung ausgeht. Häufig wird davon ausgegangen, dass das Ladegut sicher ist, wenn die Ladung auf dem Fahrzeugboden mit bloßer Körperkraft nicht zu verschieben ist. Dies ist ein verhängnisvoller Irrtum: Je größer das Gewicht der Last, desto größer ist auch die Kraft, mit der sie zum Beispiel beim Bremsen nach vorne drückt.

Fahrphysik ist nicht zu überlisten

Beim Beschleunigen, Bremsen und Kurvenfahren wirken enorme Kräfte auf die Ladung ein.

  • Nach vorn: Bremst ein Auto scharf ab, wird eine Last mit großer Kraft nach vorn gedrückt. Dies kann man am eigenen Leib spüren. Je größer das Gewicht, desto größer die Kraft. Bei scharfem Abbremsen, vor allem kurz vor dem Stillstand des Fahrzeugs, wirken bis zu 80 Prozent der Gewichtskraft der Ladung.
  • Nach hinten: Beim Anfahren können bis 50 Prozent der Gewichtskraft entgegen der Fahrtrichtung wirken.
  • Zur Seite: Beim Fahren enger Kurven kann die Fliehkraft 50 Prozent der Gewichtskraft betragen.

Reibung reicht nie aus

Die Reibung ist ein natürlicher Helfer der Transportsicherung. Sie wirkt dem Verrutschen entgegen und ist abhängig von der Materialkombination, die sich zwischen Ladegut und Ladefläche befindet. Aber auch bei günstiger Materialkombination reicht die durch die Gewichtskraft verursachte Reibung nicht aus, um den beim Fahren auftretenden Trägheitskräften standzuhalten. Das heißt, das Ladegut muss immer gesichert werden.

Sichern - aber wie?

Das ordnungsgemäße Sichern der Ladung setzt entsprechende Kenntnisse des Beladens beziehungsweise des Fahrers voraus. Am sichersten ist es, möglichst lückenlos zu laden. Das bietet sich bei Kombis und bei Kleintransportern meist schon aus Raumgründen an. Trotzdem muss das gesamte Ladegut verzurrt werden. Hilfsmittel zur Ladungssicherung sind Kanthölzer, Füllpolster oder Spanngurte. Feste Gegenstände können durch Niederzurren, wodurch der Druck der Last auf den Boden erhöht wird, gesichert werden.

Ladungssicherung: Was der Fahrer zu beachten hat

  • Ladung nur mit Fahrzeugen transportieren, die für den Transport geeignet sind.
  • Die für die Sicherung der Ladung geeigneten Hilfsmittel verwenden - zum Beispiel Zurrgurte, Netze, Keile, Antirutschmatten, feste Kästen.
  • Darauf achten, dass das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs nicht überschritten wird.
  • Sich vor Fahrtantritt davon überzeugen, dass die Ladung sicher und stabil verstaut ist. Bei längeren Fahrten auch mal unterwegs nach der Sicherung der Ladung schauen.

    Verwenden Sie die "Checkliste Ladungssicherung im Pkw und Kleintransporter".

Verantwortung liegt beim Fahrer

Der Fahrer allein ist dafür verantwortlich, dass das Tempo des Fahrzeugs den Straßen- und Verkehrsverhältnissen angepasst ist.

"Der Fahrzeugführer … muss dafür sorgen, dass das Fahrzeug … sowie die Ladung vorschriftsmäßig sind und die Verkehrssicherheit … nicht leidet." (§ 23 StVO)

 

© 2012 VBG - Hamburg; Stand: Januar 2009

In diesem Dokument wird auf eine geschlechtsneutrale Schreibweise geachtet. Wo dieses nicht möglich ist, wird zugunsten der besseren Lesbarkeit das ursprüngliche grammatische Geschlecht verwendet. Es wird hier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass damit auch jeweils das andere Geschlecht angesprochen ist.

 



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