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Qualitätssicherung für Seminare - Bei uns ist der Kunde König

Interview mit Karin Albers, verantwortlich für Qualifizierungsangebote der VBG.

Wissen Sie, wie Ihre Seminare bei den Teilnehmern ankommen?

Ja, selbstverständlich. Nach jedem Seminar werden Teilnehmer, aber auch Dozenten stichprobenartig nach dem Zufallsprinzip befragt, neue Seminararten testen wir in der Pilotphase. Besonders wichtig ist uns der Nutzen für die betriebliche Arbeit. Die Teilnehmer sollen das Gelernte auch tatsächlich umsetzen können.

Wie führen Sie die Befragung durch?

Elektronisch. Es steht ein Laptop bereit, zwei nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Teilnehmer beantworten die Fragen - geschlossene und offene Fragen und auch Kommentare sind möglich.

Seit wann werten Sie die Seminare in dieser Weise aus?

Seit zwölf Jahren - so lange sind wir als Qualifizierungsträger durch die Gesellschaft für Zertifizierung von Managementsystemen zertifiziert und haben ein Qualitätsmanagement-System.

Was machen Sie mit den Ergebnissen?

Jede Seminarart, die auf einer Bewertung von 1 bis 4 schlechter als 1,5 liegt, analysieren wir genauer und schauen, warum das Seminar schlechter bewertet wurde. 1,5 und besser zeigt uns, dass wir den Kundenbedarf getroffen haben - zwischen1,5 und 1,65 fangen wir an die Seminare genauer zu beobachten. Bei Werten schlechter als 1,65 besteht auf jeden Fall Handlungsbedarf. So ist das im Qualitätsmanagement-System festgelegt. Im Schnitt ist die Kundenzufriedenheit übrigens deutlich besser als 1,5.

Sprechen Sie mit den Dozenten über die Ergebnisse?

Ja, alle Ergebnisse sind transparent. Allerdings werten wir nicht personenbezogen, dozentenbezogen aus - wegen des Datenschutzes und weil für uns Qualitätsmanagement systematische Verbesserungen erreichen soll. Das machen wir nicht an einzelnen Personen fest. Außerdem nutzen wir die Erfahrungen der Dozenten für Verbesserungen.

Wann wird ein neues Seminarthema aufgenommen?

Wenn bestimmte Themen besonders wichtig werden, zum Beispiel jetzt das Thema Stressprävention, dann bieten wir natürlich auch in der Qualifizierung etwas dazu an. Wenn unsere Mitgliedsunternehmen und Branchen Neubedarf melden, greifen wir das auf. Zum Beipiel sind Bildungseinrichtungen mit dem Thema "Gewaltprävention" an uns herangetreten. Aber auch die benötigten Kompetenzen können sich verändern. Das Konzept der Sicherheitsfachkraft-Ausbildung beispielsweise überarbeiten wir auch deshalb, weil sich die Anforderungen an die Kompetenz dieser Funktionsträger weiterentwickelt haben.