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Rahmenplan für die Unterweisung:

Eisenbahn-Betriebsdienst »Rangieren«

März 2000

 

Pufferlücken sind zu meiden! Zum Kuppeln so nah beieinander stehender Wagen ist unter dem Puffer hindurchzutauchen. Dabei hält sich der Rangierer am Kupplergriff fest.



Das Rangieren ist durch besondere Gefährdungen gekennzeichnet: Fahrzeuge sind zu kuppeln oder zu entkuppeln, Weichen sind zu stellen, Gleissperren zu betätigen und stehende Fahrzeuge gegen Wegrollen zu sichern. Hauptakteure hierbei sind Rangierer, Rangierleiter, Triebfahrzeugführer, Lokrangierführer. Sie müssen für ihre Tätigkeit tauglich, ausgebildet und zuverlässig sein.




Damit die Arbeit auf lange Sicht sicher und verantwortungsbewusst ausgeübt werden kann, ist von Zeit zu Zeit das Fachwissen aufzufrischen. Die Mitarbeiter müssen aber auch immer wieder zu sicherheitsgerechtem Verhalten motiviert werden. Außerdem ist auf »Neues« bei der Arbeit ausführlich einzugehen, wie z.B. Änderungen von örtlichen und betrieblichen Bedingungen. Es sind auch Fehlverhalten oder sich einschleichende Abweichungen von festgelegten Regelungen anzusprechen. Arbeitsunfälle und Beinaheunfälle sind ausführlich auszuwerten und mit den Mitarbeitern zu erörtern.


Auch für diese Betriebsart mit Rangiergerät sind die Bestimmungen für sicheres Rangieren anzuwenden und einzuhalten: Hier ist sicherzustellen, dass der Fahrweg frei und durch die Fahrzeugbewegung niemand gefährdet ist.



Dies geschieht in Form von Unterweisungen, wie es in § 7 UVV «Allgemeine Vorschriften« (VBG 1/BGV A 1) gefordert wird. Unterweisungen können mit vielen Beschäftigten zugleich oder in kleinen Gruppen, aber auch in Form von Einzelgesprächen, durchgeführt werden. Verantwortlich hierfür ist grundsätzlich der jeweilige Vorgesetzte als Vertreter des Unternehmers, für die Eisenbahner der Eisenbahn-Betriebsleiter. Fachkräfte für Arbeitssicherheit können ihn dabei unterstützen.

Für wiederkehrende Fachunterweisungen sind Rahmenpläne hilfreich. Für die Unterweisung des Rangierpersonals wird empfohlen, nach folgen dem Rahmenplan vorzugehen. Die Themen sind jeweils nach den örtlichen und betrieblichen Besonderheiten im Unternehmen zu gewichten:



Vorn an der Spitze ist der beste Platz zur Beobachtung des Gleisbereichs. Um auf die andere Seite zu gelangen, steigt der Rangierer über Endbühnen oder geht um die Rangiereinheit herum.

 

Rahmenplan für die Unterweisung von Rangierpersonal


1 Allgemeines


2 Verhalten im Gleisbereich


3 Verhalten auf Fahrzeugen


4 Verhalten bei Fahrzeugbewegungen


5 Kuppeln und Entkuppeln


6 Verständigung beim Rangieren


7 Sichern von Bahnübergängen


8 Aufstellen und Sichern von Fahrzeugen


9 Betrieb mit Funkfernsteuerung

 

 



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