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Bereichsmenu Trainer Top-5 in 2015/16

Bundesliga Top-5

Ex-Darmstadt 98-Trainer Dirk Schuster coacht sein Saisonbeginn den FC Augsburg

Diese Trainer hatten in der Saison 2015/16 die wenigsten Verletzten

Hat eine Mannschaft mit vielen Verletzungen zu kämpfen, wirkt sich das auf die Leistungsstärke aus. Stammspieler zu ersetzen, ist für einen Trainer eine undankbare Aufgabe. Einerseits liegt die Fürsorgepflicht bei den Spielern: sie müssen sich gut um ihren Körper kümmern, damit sie fit und leistungsfähig sind. Auf der anderen Seite kann aber auch der Coach über richtige Trainingssteuerung und eine gute Zusammenarbeit mit der medizinischen Abteilung dazu beitragen, dass seine Mannschaft größtenteils vollständig durch die Saison marschiert. Wir haben uns die Statistiken der vergangenen Bundesliga-Saison angeschaut und zeigen Euch, welcher Trainer die wenigsten Ausfalltage pro Spieler zu beklagen hatte.

1. Dirk Schuster, Darmstadt 98

Dirk Schuster musste bei Darmstadt 98 mit durchschnittlich 17 Ausfalltagen pro Spieler die wenigsten Fehlzeiten verkraften. Kurios: Die Darmstädter schafften den Klassenerhalt vor allem dank ihrer sehr körperlichen Spielweise. Hinzu kommt, dass die Lilien mit nur 22 Spielern die wenigsten aller Bundesligisten einsetzten. Dass der Gesundheitszustand der Spieler trotzdem konstant gut war, lag vor allem am Trainerteam. Auch bei seinem neuen Verein Augsburg setzt Schuster in der Vorbereitung auf ausgeprägte Grundlagenarbeit. Seine Mannschaft startet oft als erste und absolviert viele Läufe, Radtouren oder zusammengesetzte Triathlon-Variationen. Davon profitieren die Jungs eine ganze Saison lang. Außerdem gilt unter dem Trainer ein einfaches Motto: „Wenn jemand etwas spürt, soll er es sagen. Wir nehmen lieber einen Spieler vorsichtshalber raus, als eine Verletzung zu riskieren“, so Schuster. 

 

2. Peter Stöger, 1. FC Köln

In der aktuellen Vorbereitung hat Peter Stöger beim 1. FC Köln mit einer kleinen Verletzungswelle zu kämpfen. Derzeit hat der FC vor allem auf der Torhüterposition kein Glück und verlor sowohl Stammkeeper Timo Horn als auch Ersatzmann Thomas Kessler (Muskelverletzung und Außenbandriss). In der Saison 2015/2016 hatte der Traditionsclub aber mit durchschnittlich 25 Ausfalltagen pro Spieler die zweitbeste Bilanz vorzuweisen. Neben dem gut dosierten Training stellt vor allem die medizinische Abteilung einen großen Pluspunkt dar: Die Media-Park-Klinik in Köln bietet den Spielern erstklassige Betreuung und optimale Vorsorge. Das Team aus Ärzten und Physios wird sicher auch die aktuelle Pechsträhne in den Griff bekommen! 

 

3. Ralph Hasenhüttl, FC Ingolstadt

Obwohl Ralph Hasenhüttl in Ingolstadt auf intensives Pressing setzte, liegt der FCI auf einem guten dritten Platz. Genau dieses Spielkonzept ist dabei gleichzeitig eine Erklärung für das gute Abschneiden. Voraussetzung, um ständig den Ball jagen zu können, ist eine erstklassige Fitness. Daher spielen Grundlagen- und Tempoläufe im Training von Ralph Hasenhüttl eine große Rolle. Seine Spieler sind daher sehr fit, können problemlos 90 Minuten durchackern und sind kaum anfällig für Muskelverletzungen.  

 

4. Markus Gisdol, Huub Stevens und Julian Nagelsmann, 1899 Hoffenheim

Ähnliches gilt für 1899 Hoffenheim, wobei es schwierig ist, hier einen genauen Bezugspunkt zu finden. Trotzt zweier Trainerwechsel landete die TSG mit durchschnittlich 32 Ausfalltagen pro Spieler in den Top 5. Die Basis legte dabei Markus Gisdol, der, ähnlich wie Hasenhüttl, auf Pressing und Gegenpressing setzte. Durch das ständig hohe Tempo in den Aktionen entwickeln die Spieler eine gewisse Tempohärte, die sie gerade zum Ende eines Spiels weiter spritzig sein lässt und Muskelverletzungen vorbeugt. Ein weiterer Punkt: Das sehr moderne Trainingsgelände von 1899, das perfekte Regenerationsmöglichkeiten bietet. 

 

5. Thomas Tuchel, Borussia Dortmund

Der Übergang von Jürgen Klopp zu Thomas Tuchel ist bei Borussia Dortmund mehr als geglückt. Neben dem veränderten Spielstil hat Tuchel zahlreiche Neuheiten beim BVB eingeführt. Er legt dabei viel Wert auf die Ernährung, was bei den Spielern sofort angeschlagen hat. Marcel Schmelzer und Ilkay Gündogan waren beispielsweise agiler, konnten deutlich an Dynamik zulegen und spielten eine Top-Saison. Aber auch in der täglichen Trainingsarbeit setzte Tuchel neue Akzente. „Nehmen Sie unser Trainingslager in Dubai: Nachdem wir das Training beendet hatten, sind wir nicht direkt zurück ins Hotel gefahren, sondern haben noch mindestens eine halbe Stunde lang aktiv Regeneration gemacht. Thomas Tuchel legt darauf sehr großen Wert“, erklärte Marco Reus. Der Coach betreut seine Spieler vor und nach dem Training, sorgt für ausreichend Regeneration und eine richtige Ernährung. Das Ergebnis: Ein Platz im Top-Ranking, in dem der BVB mit durchschnittlichen 33 Fehltagen pro Spieler auf Rang fünf liegt. 


Verletzungen können viele Gründe haben. Neben falschem Training oder fehlender Betreuung spielen sicherlich auch unglückliche Umstände eine Rolle. Dennoch gibt es Faktoren, die eine Mannschaft vor größeren Verletzungswellen schützen können. So können Trainer durch gezielte Regenration und gute Trainingsarbeit gezielt auf die Gesundheit ihrer Spieler einwirken. Außerdem sind Experten in der Betreuung wie beispielsweise Ärzte, Physios oder Ernährungsberater sowie eine passende Ausrüstung wichtige Bausteine, um den Kader vor Ausfallzeiten zu schützen. 

Quelle: Gokixx