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Dieses Leistungszentrum ist eine Goldgrube

Spieler aus Benficas Nachwuchsmannschaft jubeln über ein Tor im Spiel gegen Oliveirense Seixal. Lissabon, August 2019

Lissabons Talentschmiede als wichtige Säule des Clubs

Benfica ist bekannt dafür, große Talente hervorzubringen. Das aktuellste Beispiel ist der 19-jährige Stürmerstar Joao Felix. Spieler wie er bringen dem portugiesischen Club immer wieder hohe Millionenbeträge ein. Aber es kommt nicht von ungefähr, dass solche Hochkaräter aus dem Campus von Benfica stammen. Dahinter steckt ein Konzept, dass sich über Jahre bewährt hat. Wir werfen für einen Blick hinter die Kulissen der Talentschmiede in Portugal.

Ein Trainingszentrum der Extraklasse

In der ersten portugiesischen Liga rangiert Benfica momentan auf dem dritten Tabellenplatz. Dieses Jahr ist der Traditionsclub in der Champions League vertreten und messt sich unter anderem mit RB Leipzig. Einem Verein, mit dem man in der Nachwuchsarbeit einige Gemeinsamkeiten hat: 2006 hat sich Benfica für 15 Millionen Euro ein modernes Trainingszentrum bauen lassen. Im Vorort Seixal steht ein Komplex mit neun Plätzen, 28 Umkleiden, fünf Behandlungsräumen und diversen Unterrichtsräumen. Eine ähnliche Anlage gibt es auch in Leipzig. In beiden Trainingszentren laufen sich Profis und Talente täglich über den Weg. Schule und Training werden miteinander kombiniert. So kennen, grüßen und motivieren sich die Spieler untereinander. Sehr strenge Regeln disziplinieren die Spieler von klein auf.

„Ohne einen Verhaltenskodex funktioniert es nicht.“ Pedro Marques, Technischer Direktor des Campus


Engmaschiges Scouting ermöglicht Stars wie Joao Felix

Benfica hat sich in Portugal ein riesiges Scouting-Netzwerk aufgebaut: In der Saison 2017/18 wurden über 10.000 Spiele und knapp 7.000 Nachwuchsspieler beobachtet.

„Wir haben Spezialisten. Sie achten weniger auf die Leistung, sondern müssen ein Gespür für das Potenzial eines Spielers haben.“ Pedro Marques, Technischer Direktor des Campus

Auch wenn in dem Campus nur die Minderheit tatsächlich den Durchbruch schafft, hat Benfica seit 2006 400 U-Nationalspieler hervorgebracht. Das war nur möglich, weil die Entwicklung von Jugendspielern beim Hauptstadtklub schon längst zum Geschäftsmodell gehört. Durch Stars wie Joao Felix, Ederson, Andre Gomes und Bernardo Silva hat man in den vergangenenzehn Jahren ein Transferplus von fast 600 Millionen Euro erwirtschaftet.


Jugendspieler können länger im Verein bleiben

Benfica ist spielerfreundlich. Der Club betreibt in ganz Portugal fünf Trainingszentren damit junge Talente sich in ihrem familiären Umfeld entwickeln können. 350 Mahlzeiten werden pro Tag serviert, 19 Tonnen Wäsche pro Monat gewaschen. Den Spielern wird dort alles geboten, was der moderne Fußballer braucht. Durch die Akademie können Spieler länger gehalten werden, weil man ersten Angeboten von größeren Vereinen Paroli bieten kann. Später kann man sie dann entweder für mehr Geld verkaufen oder in den eigenen Profibereich hochziehen.

„Die Preise macht natürlich der Markt. Und irgendwann werden Summen geboten, die man einfach nicht mehr ablehnen kann.“ Pedro Marques, Technischer Direktor des Campus


Auf seinen Campus ist man bei Benfica mächtig stolz. Durch ihn werden immer wieder Talente hervorgebracht, die hohe Millionenbeträge einbringen. Die 2006 getätigte Investition in die Zukunft, hat sich durch ein gutes Konzept für den Verein ausgezahlt.



Quelle: Gokixx