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Reha im Ausland

Abwehrspieler Atsuto Uchida vom FC Schalke lässt seine Verletzungen häufig in seiner Heimat Japan behandeln

Die Vor- und Nachteile von Behandlungen in weiter Ferne

Eine Verletzungspause kann ein langwieriger Prozess sein. Vom Moment der Verletzung auf dem Platz bis zu unzähligen Behandlungsstunden beim Arzt. Manche Profis setzen sich in dieser Situation zusätzlichem Stress aus: Sie fahren zur Behandlung in ihre Heimat. Ein Extremfall ist zum Beispiel Schalkes Uchida, der regelmäßig nach Japan reiste. Wir haben das Für und Wider der Reha in der Ferne unter die Lupe genommen.

Contra: Zusätzlicher Stress und Zeitverschiebungen

Dass ein Spieler für seine Behandlung ein paar Kilometer auf sich nehmen muss, bleibt nicht aus. Eine Flugzeugreise über mehrere Stunden hingegen ist mit deutlich mehr Stress verbunden. Der Körper, der jetzt eigentlich jede freie Minute zur Regeneration braucht, um so den Heilungsprozess beschleunigen zu können, ist mit einer zusätzlichen Belastung konfrontiert.

„Eine lange Reise, Jetlag und die Umstellung von Zeit und Wetter sind zusätzliche Belastungen für den Körper, die für den Heilungsprozess einer Verletzung nicht förderlich sind.“ (Christian Klein, Präventionsexperte der VBG)

Muss sich der verletzte Profi dann erst noch an eine Zeitverschiebung gewöhnen, geht ihm die wichtigste Zeit auf dem Weg zum Comeback zwar nicht verloren, förderlich ist ein gestörter Schlafrhythmus aber auf keinen Fall. Nicht umsonst schlafen die besten Athleten, auch wenn sie fit sind, bis zu 12 Stunden: Der Körper kann sich in dieser Zeit am besten erholen – sowohl von Belastungen als auch von Verletzungen.

Pro: Vertrauen in den Hausarzt und mentale Unterstützung durch die Familie 

Natürlich gibt es gute Gründe, warum Spieler die Reisestrapazen auf sich nehmen. So kann es beispielsweise der behandelnde Arzt sein, dem großes Vertrauen in sein Können sowie seine Behandlungsmethoden geschenkt wird. Genau deshalb lassen sich auch die DFB-Stars regelmäßig von Dr. Müller-Wohlfahrt behandeln und fahren dafür aus ganz Deutschland bis nach München in seine Praxis.

Für ausländische Fußballer spielt der Besuch eines Arztes in der Heimat eine besonders wichtige Rolle. Sie können neben der Behandlung auch noch die Familie besuchen. Im Fall Uchida kann davon ausgegangen werden, dass dieser nur selten die Möglichkeit hat, seine ganze Familie zu sehen. Handelt es sich um eine langwierige Verletzung, können die aufmunternden Worte der engsten Vertrauten noch einmal einen Push für die Reha geben – kein unwichtiger Faktor in mentaler Hinsicht.

Eine Behandlung im Ausland ist für viele von Euch kein Thema. Dennoch zeigt unser Beispiel, dass bei einem Comeback immer viele Faktoren in Betracht gezogen werden sollten. Eine Behandlung in der Heimat, die mit mehrstündigen Reisen verbunden ist, muss nicht grundsätzlich schlecht sein. Dennoch solltet Ihr berücksichtigen, dass es eine zusätzliche Belastung für den ohnehin schon angeschlagenen Körper ist.

Quelle: Gokixx