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Bereichsmenu Prävention der Profiklubs

Präventionsarbeit der Klubs noch ausbaufähig

Verteidiger Luca Caldirola (links) von Werder Bremen auf dem Weg zum individuellen Training mit Physiotherapeut Florian Lauerer.

Zu viele Verletzungen ohne Einwirkung des Gegenspielers

Zerrung, Muskelfaser- oder Bänderriss. Die Liste an möglichen Verletzungen, die ohne Einwirkung eines Gegenspielers auftreten können, ist lang. Zuletzt war es zum Beispiel Nationalspieler Julian Draxler, der mit einem Muskelfaserriss zum Zuschauen verdammt wurde. In Dortmund ist die Liste der Verletzten seit Wochen konstant hoch. Wir nennen Euch mögliche Ursachen, warum sich Spieler immer wieder ohne Fremdeinwirkung verletzen.

Häufig wechselnde Trainerstäbe

Dass ein Trainer über mehrere Jahre mit seinem Team zusammenarbeitet, ist im Fußball-Geschäft nicht die Regel. Übernimmt ein neuer Coach die Mannschaft, bringt er meist neue Experten mit und setzt womöglich andere Schwerpunkte – auch in Sachen Prävention. Wichtig ist hierbei, dass der Verein eine Philosophie vorgibt und versucht, das bei der Suche eines neuen Trainers zu berücksichtigen. Ein Wechsel des Athletiktrainers kann durchaus ein Grund für häufiger auftretende Verletzungen der Spieler sein. 


Enger Terminkalender und höhere Intensität

Der Terminkalender von Top-Klubs ist durch internationale Wettbewerbe, Reisen in ferne Länder in den Vorbereitungswochen und Länderspiele gefüllt wie nie zuvor. Die wirkt sich natürlich auf die Spieler aus. Zwar war die Anzahl der Spiele auch in der Vergangenheit nicht bedeutend geringer, doch ist die Belastung durch die Weiterentwicklung des Fußballs deutlich gestiegen: Spieler legen auf dem Platz größere Distanzen zurück, führen ein Drittel mehr Sprints aus und haben im Durchschnitt deutlich mehr Ballaktionen als noch vor 20 Jahren.


Bedeutung von Prävention wird unterschätzt

Obwohl die Bundesliga-Klubs in allen Bereichen professionell aufgestellt sind, wird der  Prävention noch nicht ausreichend Bedeutung zugesprochen. Das tägliche Monitoring, um den Fitnesszustand der Spieler zu überprüfen und so gezielt Maßnahmen für die Trainingssteuerung einzuleiten, wird häufig unterschätzt.


VBG Sportreport klärt über Verletzungsgeschehen auf

"In Zukunft werden vor allem diejenigen Vereine erfolgreich sein, die in Sachen Regenerationsmanagement am besten aufgestellt sind." Christian Klein, Sportreferent bei der VBG

Nur rund die Hälfte aller Verletzungen im Fußball wird durch einen direkten Kontakt mit dem Gegenspieler verursacht. Bei Kniegelenksverletzungen sind es sogar knapp 60 Prozent und bei Oberschenkelverletzungen fast 75 Prozent, die sich ohne Fremdeinwirkung ereignen. Philip Catalá-Lehnen, ehemaliger Mannschaftsarzt des Hamburger SV, kritisierte kürzlich in diesem Zusammenhang die Präventionsarbeit der Profiklubs.


Quelle: Gokixx